Der Bodenbelag in einem Großraumbüro beeinflusst nicht nur die Raumakustik, sondern kann auch zur angenehmen Innenraumluftqualität beitragen. Aber wie? Und was sollte bei der Wahl des Bürobodens beachtet werden? Christoph Westermann von Windmöller gibt Antworten.

Christoph Westermann, Vertriebsleiter DACH, Windmöller GmbH. windmoeller.de Abbildung: Wineo Windmöller GmbH
OFFICE ROXX: Herr Westermann, was hat der Bodenbelag mit der Akustik in Büros zu tun?
Christoph Westermann: Der Bodenbelag hat einen entscheidenden Einfluss auf die Raumakustik in Büros. Geräusche und Trittschall, etwa durch Stuhlrollen oder Schritte, können durch die elastische Oberfläche und die dämmende Wirkung geeigneter Bodenbeläge deutlich reduziert werden. Dadurch wirkt der Raum insgesamt ruhiger. Gerade in Büroumgebungen mit vielen Mitarbeitenden ist das ein klarer Vorteil. Denn eine geringere Geräuschbelastung macht das Arbeiten deutlich angenehmer.
Welche zusätzlichen Akustiklösungen gibt es und welche eignen sich besonders fürs Office?
Neben dem Bodenbelag selbst gibt es verschiedene Lösungen, die zusätzlich die Raumakustik verbessern. Dazu gehören Trittschalldämmung sowie Gehschallreduzierung, die unter dem Bodenbelag verlegt werden. Die Trittschalldämmung verringert die Geräuschübertragung und Vibrationen durch Schritte und Bürostuhlrollen im darunterliegenden Raum. Dies ist insbesondere in Verwaltungsgebäuden mit Büroräumen auf mehreren Etagen eine empfehlenswerte Lösung. Von der Gehschallreduzierung profitieren die Mitarbeitenden im selbst genutzten Büro. Bei viel Bewegung oder Publikumsverkehr trägt diese Lösung zu einem geräusch- und somit auch stressärmeren Arbeitsklima bei. Einfach nachzurüsten, schnell zu montieren und effektiv sind zudem selbstklebende Akustikmatten oder -unterlagen. Sie lassen sich unter Möbeln oder Bodenbelägen anbringen. Sie dämpfen Schall und Vibrationen und verbessern die Raumakustik.

Die AOK Rheinland/Hamburg hat sich in ihren Geschäftsstellen für den Purline Bioboden von Wineo Windmöller entschieden. Abbildung: Kplus Konzept
Wie kann ein Bodenbelag zur guten Luftqualität in Innenräumen beitragen?
Ein Bodenbelag kann die Luftqualität in Innenräumen nur dann positiv beeinflussen, wenn er keine schädlichen Stoffe oder VOC-Emissionen abgibt. Besonders empfehlenswert sind Bodenbeläge ohne PVC und Weichmacher. So gelangen keine belastenden Ausdünstungen in die Luft. Das sorgt in Büros und Verwaltungsgebäuden für eine gesündere Raumluft.
Worauf sollte bei der Wahl eines Bodenbelags in Bürogebäuden grundsätzlich geachtet werden?
Bei der Auswahl eines Bürobodens spielen verschiedene Kriterien eine wichtige Rolle: Strapazierfähigkeit, Akustik, Raumluftqualität, Pflege und Reinigung sowie Nachhaltigkeit. Ein guter Büroboden sollte robust, geräuscharm, gesundheitsunschädlich, pflegeleicht und nachhaltig sein.

Laut Hersteller bleibt der Bodenbelag belastbar, schont die Gelenke und absorbiert Gehschall effizient. Abbildung: Kplus Konzept
Welche Bodenlösungen gibt es fürs Office und wie nachhaltig sind sie?
In Büro- und Verwaltungsräumen kommen verschiedene Bodenlösungen zum Einsatz. Sie unterscheiden sich vor allem in ihren Materialien, ihrer Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit. Empfehlenswert sind Bodenbelagslösungen, die überwiegend aus natürlichen oder mineralischen Rohstoffen wie Pflanzenölen oder Kreide bestehen. Sie sind PVC-frei und enthalten kein Chlor, keine Weichmacher oder Lösungsmittel. Sie sind sehr emissionsarm, geruchsneutral und tragen so zu einer guten Innenraumluft bei. Gleichzeitig sind sie langlebig und strapazierfähig. Dadurch sind sie auch besonders nachhaltig. Diese Böden, die die hohen Anforderungen an Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit erfüllen, sind oft mit Umweltzertifikaten wie „Blauer Engel“ oder „Cradle to Cradle“ ausgezeichnet.






























































