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Homeoffice und mobiles Arbeiten: Gekommen, um zu bleiben

Coro­na hat weit­rei­chen­de Aus­wir­kun­gen auf nahe­zu alle Berei­che des Lebens. Die Ver­än­de­run­gen betref­fen in beson­de­rem Maße auch die Arbeits­welt. Eine Online-Umfra­ge der Gfu Con­su­mer & Home Elec­tro­nics GmbH gibt Ein­bli­cke in zwei Jah­re Arbei­ten unter Pandemiebedingungen.

Produktiver im Homeoffice: 51 Prozent fühlen sich im Büro häufiger abgelenkt als zu Hause. Abbildung: Vinzent Weinbeer, Pixabay

Pro­duk­ti­ver im Home­of­fice: 51 Pro­zent füh­len sich im Büro häu­fi­ger abge­lenkt als zu Hau­se. Abbil­dung: Vin­zent Wein­beer, Pixabay

Mobi­les Arbei­ten und Home­of­fice – vor der Pan­de­mie eher die Aus­nah­me – haben sich in der Büro-Arbeits­welt als fes­te Grö­ße eta­bliert. Unter­neh­men und Mit­ar­bei­ten­de haben sich mit der neu­en Art des Arbei­tens arran­giert. Dar­an wird sich auch nach dem Ende der Pan­de­mie vor­aus­sicht­lich nicht viel ändern: In einer jüngst von You­Gov im Auf­trag der Bran­chen­or­ga­ni­sa­ti­on Gfu Con­su­mer & Home Elec­tro­nics GmbH durch­ge­führ­ten Stu­die sind 70 Pro­zent der Befrag­ten der Mei­nung, dass Home­of­fice auch nach dem Pan­de­mie­en­de selbst­ver­ständ­lich wei­ter prak­ti­ziert wird. Dies aller­dings nicht mehr in so star­kem Umfang wie wäh­rend der Pan­de­mie und den mit ihr ver­bun­de­nen Abstandsgeboten.

Genau die Hälf­te (50 Pro­zent) der befrag­ten Berufs­tä­ti­gen gibt an, dass ihre Tätig­keit kein Home­of­fice zulas­se. Jeder fünf­te (21 Pro­zent) der befrag­ten Berufs­tä­ti­gen sagt, aktu­ell aus­schließ­lich im Home­of­fice zu arbei­ten, wei­te­re 16 Pro­zent wech­seln zwi­schen Home­of­fice und regu­lä­rem Büro­ar­beits­platz. Dies führt dazu, dass bei mehr als einem Drit­tel – 37 Pro­zent der Beschäf­tig­ten in Deutsch­land – das Arbeits­le­ben nicht mehr dau­er­haft in den Räum­lich­kei­ten der Arbeit­ge­ber stattfindet.

Mehr Lebensqualität durch neue Arbeitsbedingungen

Wich­tigs­tes Argu­ment für das Home­of­fice ist der Weg­fall des Arbeits­we­ges, der nach Mei­nung von 81 Pro­zent der im Home­of­fice Arbei­ten­den einen Gewinn an Lebens­qua­li­tät bedeu­tet. Sich weni­ger in Ver­kehrs­staus oder über­füll­te Ver­kehrs­mit­tel bege­ben zu müs­sen, stei­gert also das Wohl­be­fin­den. Tech­ni­sche Ein­schrän­kun­gen ver­zeich­net nur eine Min­der­heit. 77 Pro­zent der mobil Arbei­ten­den sagen, dass sie kei­ne Ein­schrän­kun­gen bei­spiels­wei­se bei Tech­nik­aus­stat­tung oder Inter­net­band­brei­te im Home­of­fice hätten.

Weniger Ablenkung im Homeoffice

Beson­ders im ers­ten Jahr der Pan­de­mie wur­de immer wie­der ein Argu­ment gegen Home­of­fice auf­ge­führt: Zu Hau­se bestehe das ver­stärk­te Risi­ko, durch nicht zur Arbeit gehö­ren­de Din­ge abge­lenkt zu wer­den. Vor­ge­setz­te befürch­te­ten zum Bei­spiel, dass ihre Mit­ar­bei­ten­den in den eige­nen vier Wän­den weni­ger pro­duk­tiv sei­en. Doch bei die­ser Argu­men­ta­ti­on wur­den anschei­nend die Stör­fak­to­ren im Büro aus­ge­blen­det. Ablen­kung durch Mit­ar­bei­ten­de oder wenig ziel­füh­ren­de Büro­be­spre­chun­gen haben eben­falls ihren Ein­fluss auf die Arbeits­leis­tung. Unter dem Strich scheint die Arbeit im Home­of­fice pro­duk­ti­ver zu sein. Zwar sagen 37 Pro­zent der im Home­of­fice Arbei­ten­den, sie sei­en zu Hau­se häu­fi­ger mit ande­ren Din­gen beschäf­tigt, aber die Mehr­heit von 51 Pro­zent fühlt sich im Büro beim Arbeit­ge­ber häu­fi­ger abgelenkt.

Abbildung: YouGov

Abbil­dung: YouGov

Neue Sichtweise beim Management

In der Fol­ge hat sich anschei­nend auch auf Arbeit­ge­ber­sei­te eine mehr­heit­lich posi­ti­ve Ein­stel­lung gegen­über dem Home­of­fice eta­bliert: Mehr als zwei Drit­tel (68 Pro­zent) der im Home­of­fice Täti­gen sagen, dass ihre Arbeit im Home­of­fice von ihren Unter­neh­men geför­dert wer­de. Nur ein gutes Vier­tel (27 Pro­zent) nimmt Wider­stän­de von­sei­ten der Füh­rung wahr.

Die Unter­stüt­zung beschränkt sich dabei nicht allein auf die Moti­va­ti­on. 59 Pro­zent sagen, dass sie kon­kret bei der Aus­stat­tung des Heim­ar­beits­plat­zes unter­stützt wor­den sei­en. Nur bei der Kos­ten­über­nah­me für die Inves­ti­tio­nen in Tech­nik und Ergo­no­mie sind Unter­neh­men zurück­hal­ten­der als noch vor einem Jahr. Ledig­lich zwölf Pro­zent der im Home­of­fice Arbei­ten­den sagen, dass die kom­plet­ten Aus­stat­tungs­kos­ten von ihrem Arbeit­ge­ber über­nom­men wor­den sei­en. Bei einer Gfu-Befra­gung aus dem Jahr 2021 lag die­ser Wert noch bei 21 Prozent.

Investitionen in Arbeitsplatz-Ergonomie haben zugenommen

Wer sich dau­er­haft im Home­of­fice ein­rich­tet, kommt an Inves­ti­tio­nen nicht vor­bei. Wäh­rend vor einem Jahr gera­de 55 Pro­zent der von zu Hau­se aus Arbei­ten­den anga­ben, dass sie in die Aus­stat­tung des Home­of­fice inves­tiert hät­ten, liegt die­ser Wert aktu­ell bei 70 Pro­zent. Für einen über­schau­ba­ren Zeit­raum mit Bord­mit­teln zu arbei­ten mag funk­tio­nie­ren. Län­ger­fris­tig ist Ergo­no­mie bei der Arbeit jedoch ein wich­ti­ger Aspekt in Hin­blick auf Gesund­heit und Pro­duk­ti­vi­tät. So geben 28 Pro­zent an, sich einen neu­en Büro­stuhl ange­schafft zu haben, 26 Pro­zent einen PC-Moni­tor und 23 Pro­zent einen neu­en Schreib­tisch. Tas­ta­tu­ren, Mäu­se und Kopf­hö­rer bzw. Head­sets gehö­ren mit jeweils 25 Pro­zent Anschaf­fungs­quo­te eben­falls zu den Ren­nern für das Home­of­fice. Dahin­ter lie­gen Dru­cker, Scan­ner und Kopie­rer mit 18 Pro­zent und Tablet-PCs mit 13 Prozent.

Abbildung: YouGov

Abbil­dung: YouGov

Der Sprung bei der Digitalisierung ist ausgeblieben

Ohne die heu­ti­gen digi­ta­len Mög­lich­kei­ten wäre die Distanz­ar­beit nicht durch­führ­bar. Doch der gro­ße Sprung in Rich­tung Digi­ta­li­sie­rung hat anschei­nend trotz­dem nicht statt­ge­fun­den: Im ver­gan­ge­nen Jahr gaben 36 Pro­zent an, dass die Pan­de­mie zu einer Beschleu­ni­gung der Digi­ta­li­sie­rung am eige­nen Arbeits­platz geführt habe. Bei der dies­jäh­ri­gen Umfra­ge sind es mit 39 Pro­zent nur weni­ge mehr. Und nicht nur die wei­ter­hin schlep­pen­de Ent­wick­lung am eige­nen Arbeits­platz wird kri­tisch gese­hen: Wäh­rend im ver­gan­ge­nen Jahr 71 Pro­zent anga­ben, dass in der Wirt­schaft all­ge­mein ein deut­li­cher Nach­hol­be­darf in der Digi­ta­li­sie­rung bestehe, hat sich die­ser Wert in die­sem Jahr nur mini­mal auf 69 Pro­zent ver­bes­sert. Noch kri­ti­scher wird die Nicht-Ent­wick­lung bei Behör­den und in der öffent­li­chen Ver­wal­tung gese­hen. 77 Pro­zent geben an, dass hier noch deut­li­cher Nach­hol­be­darf in Sachen Digi­ta­li­sie­rung bestehe. Im ver­gan­ge­nen Jahr betrug der Wert 78 Pro­zent – trotz gro­ßen Bedarfs spürt die Mehr­heit der Befrag­ten also kei­ne Veränderungen.

„Die zwei Jah­re Pan­de­mie haben deut­lich gemacht, dass die Digi­ta­li­sie­rung auch lang eta­blier­te Pro­zes­se in der Arbeits­welt posi­tiv ver­än­dern kann. Nun wird es drin­gend Zeit, dass auch bei Behör­den und in den öffent­li­chen Ver­wal­tun­gen eine Beschleu­ni­gung statt­fin­det. Dass die Befrag­ten unse­rer Umfra­ge das Gefühl haben, hier wäre ein Jahr lang nichts pas­siert, kann nie­man­den zufrie­den­stel­len“, kom­men­tiert Dr. Sara War­ne­ke, Geschäfts­füh­re­rin der Bran­chen­or­ga­ni­sa­ti­on Gfu Con­su­mer & Home Elec­tro­nics GmbH.

Für die Anfang Febru­ar 2022 durch­ge­führ­te Stu­die befrag­te You­Gov Deutsch­land GmbH im Auf­trag der Bran­chen­or­ga­ni­sa­ti­on Gfu 2.064 Per­so­nen, dar­un­ter 1.057 Erwerbs­tä­ti­ge und 397 Per­so­nen, die zumin­dest teil­wei­se im Home­of­fice gear­bei­tet haben.


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Schau­en Sie gern ein­mal bei unse­ren HOMEOFFICE TOPS vor­bei. Das sind Lösun­gen, die von der OFFICE-ROXX-Redak­ti­on für eine gelin­gen­de, gesun­de und pro­duk­ti­ve Arbeit im Home­of­fice aus­ge­wählt wurden.

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