Die ein­fachs­te Maß­nah­me, um sich vor einer Anste­ckung mit der Grip­pe oder ande­ren Infek­ti­ons­krank­hei­ten zu schüt­zen, ist das Hän­de­wa­schen. Wie es rich­tig geht, ver­rät die Berufs­ge­nos­sen­schaft Han­del und Waren­lo­gis­tik (BGHW).

Durch regelmäßiges und richtiges Händewaschen kann das Risiko verringert werden, sich an einer Infektionskrankheit anzustecken. Abbildung: Pixabay

Durch regel­mä­ßi­ges und rich­ti­ges Hän­de­wa­schen kann das Risi­ko ver­rin­gert wer­den, sich an einer Infek­ti­ons­krank­heit anzu­ste­cken. Abbil­dung: Pixabay

Die Grip­pe­wel­le geht in die nächs­te Run­de. Allei­ne in der vier­ten Janu­ar­wo­che wur­den dem Robert-Koch-Insti­tut 4.059 neue Influ­enza­fäl­le gemel­det, rund 1.660 mehr als in der Woche zuvor. Ob in der Bahn, bei der Arbeit oder zu Hau­se: Unse­re Hän­de kom­men tag­täg­lich mit unzäh­li­gen Kei­men in Berüh­rung. Das allei­ne stellt noch kei­ne Gesund­heits­ge­fahr dar, doch vie­le Men­schen fas­sen sich mehr­mals am Tag ins Gesicht. Das pas­siert häu­fig unbe­wusst. „Auf die­se Wei­se gelan­gen Krank­heits­er­re­ger unge­hin­dert über die Schleim­häu­te an Mund, Nase und Augen in den Kör­per und kön­nen Krank­hei­ten wie Erkäl­tun­gen, Grip­pe oder Magen-Darm-Infek­tio­nen aus­lö­sen“, erklärt Dr. Peter Schie­fen, Arbeits­me­di­zi­ner bei der BGHW. Doch das Risi­ko, sich mit einer Infek­ti­ons­krank­heit anzu­ste­cken, kann ganz ein­fach mini­miert wer­den – mit regel­mä­ßi­gem Hän­de­wa­schen. Und so funk­tio­niert es:

#1: Die Hände unter fließendes Wasser halten und befeuchten

Dafür kann eine als ange­nehm emp­fun­de­ne Was­ser­tem­pe­ra­tur gewählt wer­den. Denn viel wich­ti­ger, als die Tem­pe­ra­tur ist beim Hän­de­wa­schen die Dau­er des Ein­sei­fens und Waschens der Hän­de.

#2: Die Hände 20 bis 30 Sekunden lang mit Seife einreiben

Dabei die Han­din­nen­flä­chen, Hand­rü­cken, Fin­ger und Fin­ger­zwi­schen­räu­me berück­sich­ti­gen. Auch an die Fin­ger­nä­gel soll­te gedacht wer­den, denn hier kön­nen sich Kei­me sam­meln.

#3: Die Seife unter fließendem Wasser abwaschen

Auf einer öffent­li­chen Toi­let­te emp­fiehlt es sich, den Was­ser­hahn mit einem Ein­weg­hand­tuch oder dem Ellen­bo­gen zu schlie­ßen.

#4: Nach dem Waschen die Hände sorgfältig abtrocknen

So kön­nen Kei­me, die noch an den Hän­den haf­ten, ein­fach ent­fernt wer­den. In öffent­li­chen Toi­let­ten eige­nen sich hier­für beson­ders Ein­mal­hand­tü­cher. „Zuhau­se soll­te jede Per­son ein eige­nes Hand­tuch benut­zen“, sagt Dr. Schie­fen.

Um sich effek­tiv zu schüt­zen, soll­ten die Hän­de immer gewa­schen wer­den, wenn man:

  • zum Arbeits­platz oder nach Hau­se kommt,
  • auf der Toi­let­te war,
  • geniest, gehus­tet oder sich die Nase geputzt hat,
  • Essen vor­be­rei­tet und vor der Mahl­zeit,
  • Kon­takt zu Kran­ken und Tie­ren hat­te.

Aber Vor­sicht: Fal­sches oder zu häu­fi­ges Hän­de­wa­schen stra­pa­ziert die Haut. „Vor allem hei­ßes Was­ser und aggres­si­ve Rei­ni­gungs­mit­tel schä­di­gen den natür­li­chen Säu­re­schutz­man­tel“, erklärt Dr. Schie­fen. Um dem Aus­trock­nen und Irri­ta­tio­nen der Haut vor­zu­beu­gen, soll­te beim Hän­de­wa­schen pH-neu­tra­le (pH-Wert 5,5) Sei­fe ver­wen­det wer­den. Das Ein­cre­men mit lipid­rei­cher und harn­stoff­hal­ti­ger (Urea) Creme hilft, den Schutz­film der Haut zu erneu­ern.