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TOP Das Team-Office-Prinzip, #6/6: Auf der Suche nach dem Geistesblitz

In sei­ner Bei­trags­rei­he wid­met sich der New-Work-Exper­te Jørn Rings, Geschäfts­füh­rer von NEU, inter­es­san­ten Aspek­ten moder­ner Büro­ar­beit. Dies­mal geht es um die Suche nach dem Geistesblitz.

Um gute Ideen auf die Straße zu bringen, braucht es weitere gute Ideen. Wie hier im New Work Lab Düsseldorf. Abbildung: NEU – Gesellschaft für Innovation mbH

Um gute Ideen auf die Stra­ße zu brin­gen, braucht es wei­te­re gute Ideen. Wie hier im New Work Lab Düs­sel­dorf. Abbil­dung: NEU – Gesell­schaft für Inno­va­ti­on mbH

Wenn man Unter­neh­mer und Füh­rungs­kräf­te fragt, wie es um die Krea­ti­vi­tät im eige­nen Haus bestellt ist, hört man meist fol­gen­de oder ähn­li­che Ant­wort: „Ideen für neue Pro­duk­te oder Ver­bes­se­run­gen haben wir genug. Nur krie­gen wir die wenigs­ten davon umge­setzt. Wir brau­chen also nicht noch mehr Ideen, son­dern Akti­on.“ – Und immer gibt es offen­sicht­li­che Grün­de, war­um es mit der Umset­zung hapert. Die­se sind meist ein Man­gel an Zeit und Per­so­nal, drän­gen­de The­men aus dem Tages­ge­schäft, feh­len­der Ver­än­de­rungs­wil­le oder Mut für das Neue. Alles Din­ge, die man nicht weg­dis­ku­tie­ren kann. Doch was nun? Sich sei­nem Schick­sal erge­ben und sich wun­dern, dass ande­re es bes­ser machen?

Siga: Stillstand für den Fortschritt

Die Fir­ma Siga aus der Schweiz ist so ein Unter­neh­men, das es bes­ser macht. Die Fir­ma stellt mit rund 500 Mit­ar­bei­ten­den Stof­fe und Kle­be­bän­der für das Abdich­ten von Gebäu­den her – und ist trotz des schwie­ri­gen Stand­or­tes in einem Spit­zen­lohn­land sehr erfolg­reich. Einer der Grün­de: Die Erkennt­nis, dass es für das Umset­zen von guten Ideen wei­te­re gute Ideen braucht. Und die­se kann man struk­tu­riert in Team­work erar­bei­ten. Dafür stoppt Siga alle zehn Arbeits­ta­ge (!) die kom­plet­te Pro­duk­ti­on und tüf­telt in unzäh­li­gen Teams an der Ver­bes­se­rung des Vor­han­de­nen. Hier packt jeder mit an und selbst in der Tele­fon­hot­line ist nur eine Not­be­set­zung prä­sent. Das Ergeb­nis: Pro Jahr ent­ste­hen je Mit­ar­bei­ten­dem rund 50 Ideen (rund 25.000 ins­ge­samt), von denen zwei Drit­tel auch umge­setzt wer­den. Ver­glei­chen Sie dies ein­mal mit Ihrer inter­nen Statistik.

Mut braucht 200 Ideen

Tat­säch­lich sind nicht die Gege­ben­hei­ten (Per­so­nal­man­gel, Zeit­man­gel, Man­gel an Ver­än­de­rungs­be­reit­schaft) das Pro­blem. Es sind die feh­len­den Ideen, die­se Hür­den zu meis­tern. Und dafür braucht es kei­ne 08/15-Ein­fäl­le, son­dern ech­te Geis­tes­blit­ze. Sta­tis­tisch braucht es im Schnitt 200 Ideen, bis eine wirk­lich gute dabei ist. Das ist auch der Grund, war­um bei Siga alle Mit­ar­bei­ten­den alle zwei Wochen mit anpa­cken müs­sen, um aus dem Erken­nen von Chan­cen auch ech­te Resul­ta­te zu machen. Und das seit über 15 Jah­ren. Inno­va­ti­on ist nichts, was man einem klei­nen Team auf die Fah­nen schreibt und dann hofft, dass aus den weni­gen Köp­fen erst irgend­wann der gro­ße Geis­tes­blitz her­vor­springt – und die­ser dann danach auch noch auf die Stra­ße gebracht wird. Für eine ech­te Inno­va­ti­ons­kul­tur braucht es die gesam­te Beleg­schaft. Und es braucht eine Arbeits­um­ge­bung, die Ideen und Team­work fördert.

Ideen benötigen ein Team

Das Beson­de­re an struk­tu­rier­ter Krea­ti­vi­tät ist, dass wir dafür sowohl ein­zel­ne Men­schen als auch das Team brau­chen. Und dass der Moment des Geis­tes­blit­zes nicht plan­bar ist, Zufäl­le sogar gute Ideen begüns­ti­gen. Das macht es zu einem gewis­sen Grad chao­tisch. Was bedeu­tet das für die Arbeits­um­ge­bung? Brau­chen wir eine bun­te Goog­le-Welt mit Sitz­sä­cken und Bäl­le­bad? Und fin­den die Bespre­chun­gen in Zukunft nur noch beim Schau­keln statt? Nein, ganz im Gegen­teil. Jede Rou­ti­ne führt wie­der zu star­rer Struk­tur und ver­hin­dert gute Ideen. Jeden Tag im Bäl­le­bad zu sit­zen ist nach eini­ger Zeit genau­so stumpf­sin­nig, wie eine ein­heit­lich schlich­te Gestal­tung von Mee­tin­g­räu­men. Erst, wenn sich Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen als Team ver­ste­hen und gemein­sam ihre Arbeits­um­ge­bung mit­ge­stal­ten, wird es span­nend. Denn so, wie sich Teams über die Zeit ver­än­dern, ver­än­dert sich damit auch die Arbeits­um­ge­bung. Neue Team­mit­glie­der brin­gen neue Impul­se und neue Tools, neue The­men brau­chen neue Arbeits­wei­sen. Wer damit expe­ri­men­tiert und so wie Siga erkennt, dass jeder Feh­ler zu einem Schatz wer­den kann, för­dert damit die Team-Krea­ti­vi­tät und vor allem eine ech­te Wir-Kultur.

Das Team-Office ist mehr als Tische und Stühle

Wenn Sie die Ideen­kul­tur in Ihrer Beleg­schaft för­dern, för­dern Sie auch die Chan­ce, dass aus ers­ten Ideen greif­ba­re Inno­va­tio­nen und Ver­än­de­run­gen wer­den. Dafür hilft die Erkennt­nis, dass Ideen in den Köp­fen von Men­schen ent­ste­hen – nicht im Com­pu­ter. Und Men­schen bestehen aus Gefüh­len und Ver­hal­tens­wei­sen, über die man sich manch­mal wun­dern darf, die man aller­dings auch nut­zen kann. Daher berück­sich­tigt das Team-Office-Prin­zip neben archi­tek­to­ni­schen The­men vor allem den Fak­tor Mensch. Da spielt dann bei­spiels­wei­se eine Kaf­fee­ma­schi­ne, als zufäl­li­ger Treff­punkt, eine wich­ti­ge­re Rol­le als die Anord­nung der Schreibtische.

Sei­en Sie mutig und inves­tie­ren Sie in gute Ideen. Vor allem auch für die Umset­zung der bereits vor­han­de­nen Ideen. Es lohnt sich!

Dies war der letz­te Teil der Serie zum Team-Office-Prin­zip. Wir hof­fen, Sie konn­ten eini­ge hilf­rei­che Tipps und Erkennt­nis­se für sich mit­neh­men. Schrei­ben Sie uns gern Ihre Mei­nung oder wei­te­re Themenwünsche.

Jørn Rings, Geschäftsführer, NEU – Gesellschaft für Innovation mbH. Abbildung: NEU – Gesellschaft für Innovation mbH

Jørn Rings,

Geschäfts­füh­rer,
NEU – Gesell­schaft für Inno­va­ti­on mbH.

neu-innovation.de

 

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