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Office-History: Die Geschichte des Scanners

Anfangs waren Scan­ner noch rie­sig und sünd­haft teu­er. Mit der Digi­ta­li­sie­rung wur­de ihr Auf­ga­ben­be­reich zunächst grö­ßer, spä­ter immer klei­ner. Nichts­des­to­trotz laden wir Sie zu einem Streif­zug von den Anfän­gen des Trom­mel­scan­ners bis zu aktu­el­len Doku­men­ten­scan­nern ein.

Der Chromagraph war im Jahr 1965 der erste vollständig digitale Scanner. Abbildung: dbenzhuser, Wikimedia Commons

Der Chro­ma­graph war im Jahr 1965 der ers­te voll­stän­dig digi­ta­le Scan­ner. Abbil­dung: dben­zhu­ser, Wiki­me­dia Commons

Nach Anga­ben von Kod­ak sol­len For­scher des Unter­neh­mens bereits Mit­te der 1930er-Jah­re den ers­ten elek­tro­ni­schen Scan­ner mit Farb­tren­nung zur Vor­be­rei­tung von Druck­bil­dern ent­wi­ckelt haben. Aller­dings scheint die­se Ent­wick­lung weder doku­men­tiert noch wei­ter ver­folgt wor­den zu sein, sodass die Geschich­te der Scan­tech­nik offi­zi­ell etwas spä­ter beginnt.

1951 prä­sen­tier­te der Elek­tro­tech­ni­ker Rudolf Hell mit einem Gerät namens Kli­scho­graph einen Ansatz, der als Grund­la­ge für die Ent­wick­lung des Scan­ners die­nen soll­te. Der Kli­scho­graph war eine elek­tro­nisch gesteu­er­te Gra­vier­ma­schi­ne, die druck­fer­ti­ge Kli­schees, also Druck­for­men für das Hoch­druck­ver­fah­ren, her­stell­te. Im Kli­scho­graph lief die Bild­vor­la­ge unter einem so genann­ten Optik­kopf hin­durch und wur­de durch eine Foto­zel­le licht­elek­trisch abgetastet.

Die zu scannende Vorlage wird beim Trommelscanner auf einer gleichmäßig rotierenden Trommel befestigt. Abbildung, Wikimedia Commons

Die zu scan­nen­de Vor­la­ge wird beim Trom­mel­scan­ner auf einer gleich­mä­ßig rotie­ren­den Trom­mel befes­tigt. Abbil­dung: Wiki­me­dia Commons

Am Anfang war die Trommel

Basie­rend auf die­ser Tech­nik stell­te Hell 1958 den ers­ten Trom­mel­scan­ner vor, den er Color­graph tauf­te. Der Color­graph war ein Unge­tüm mit 500 Röh­ren im Rechen­werk. Die Elek­tro­nik benö­tig­te eine Stun­de Auf­wärm­zeit, bevor sie arbei­ten konn­te. Zudem kam es bei einem mög­li­chen Maxi­mal­for­mat von 30 x 40 cm zu extrem lan­gen Scan­zei­ten von meh­re­ren Stun­den. Den­noch wur­den 24 die­ser Anla­gen welt­weit abge­setzt. Im Jahr 1963 folg­te der Chro­ma­graph, der bis 1965 zum ers­ten voll­stän­dig digi­ta­len Scan­ner wei­ter­ent­wi­ckelt wurde.

Ständige Weiterentwicklungen

Der Chro­ma­graph war so erfolg­reich, dass Hell schon ein Jahr spä­ter 100 Gerä­te ver­kauf­te. In den nächs­ten Jah­ren folg­ten stän­di­ge Ver­bes­se­run­gen die­ser Bau­rei­he. Der Com­bi-Chro­ma­graph 288 war in der Lage, von drei Abtast­zy­lin­dern erst­mals Bil­der und Tex­te kom­bi­niert auf eine Auf­zeich­nungs­wal­ze zu belich­ten. 1969 wur­de der Vario-Chro­ma­graph vor­ge­stellt, der ver­grö­ßern und die Farb­aus­zü­ge erst­mals über einen Kon­takt­ras­ter auf­tei­len konn­te. Der 1971 ent­wi­ckel­te Tages­licht­scan­ner Chro­ma­graph DC 300 konn­te ver­grö­ßern und zusätz­lich ver­klei­nern, indem die Abtast­da­ten zwi­schen­ge­spei­chert und danach je nach For­mat beschleu­nigt oder ver­zö­gert aus­ge­ge­ben wurden.

Durchbruch dank Lasertechnik

Im sel­ben Jahr wur­de der Chro­ma­graph DC 300 ER ent­wi­ckelt, der mit einer elek­tro­ni­schen Ras­te­rung aus­ge­rüs­tet war. Ohne die Zwi­schen­schal­tung eines Kon­takt­ras­ters tra­fen nun Laser­strah­len auf den Film und erzeug­ten modu­lier­te Ras­ter­punk­te. Dies stell­te eine revo­lu­tio­nä­re Lösung dar, denn durch die Laser­tech­nik wur­de eine wesent­lich grö­ße­re Schär­fe erreicht. Auf­grund der hohen Inves­ti­ti­ons­sum­me für die Trom­mel­scan­ner konn­ten sich zu Beginn die­ser Tech­no­lo­gie ledig­lich Spe­zi­al­be­trie­be, zum Bei­spiel Repro­an­stal­ten, einen sol­chen Scan­ner leis­ten. 1977 wur­de der fünf­hun­derts­te und 1979 der tau­sends­te Chro­ma­graph DC 300 aufgestellt.

Flachbettscanner eroberten in den 1990-Jahre die Büroschreibtische. Abbildung: Nikater, Wikimedia Commons

Flach­bett­scan­ner erober­ten in den 1990-Jah­ren die Büro­schreib­ti­sche. Abbil­dung: Nika­ter, Wiki­me­dia Commons

Bett statt Trommel

Erst in den 1990er-Jah­re wur­de die Trom­mel­scan­tech­nik vom mitt­ler­wei­le wirt­schaft­li­che­ren Flach­bett­scan­ner abge­löst. Die­ser besteht aus einem Gehäu­se, in dem eine Glas­plat­te ange­bracht ist. Beim Scan­nen fährt eine Abtas­tein­heit unter der Glas­plat­te durch, die das auf­ge­leg­te Doku­ment zei­len­wei­se erfasst. Die Ein­heit setzt sich aus Foto­di­oden­zei­len zusam­men, deren etwa 8.000 Licht­sen­so­ren bei ein­fal­len­dem Licht einen elek­tri­schen Strom erzeugen.

Aktuelles Modell eines Dokumentenscanners: der AD370WN von Avision. Abbildung: Avision

Aktu­el­les Modell eines Doku­men­ten­scan­ners: der AD370WN von Avi­si­on. Abbil­dung: Avision

Scannt da noch wer?

Im Zuge der fort­schrei­ten­den Digi­ta­li­sie­rung und der Annäh­rung an ein papier­lo­ses Büro wird es zuneh­mend ruhi­ger um den Scan­ner. Meist fin­den sich die Gerä­te heu­te ver­eint mit Kopie­rern und Dru­ckern in soge­nann­ten MFPs (Mul­ti­funk­ti­ons­prin­ter). Liegt doch ein­mal ein grö­ße­rer Papier­sta­pel auf dem Tisch, möch­te man die­se Zeit­wid­rig­keit mög­lichst schnell in die digi­ta­le Welt über­füh­ren. Hier­zu ste­hen heu­te auf eini­gen Büro­ti­schen noch kom­pak­te Doku­men­ten­scan­ner mit Ein­zug. Je nach Modell kön­nen sie Sta­pel von 50 bis 1.000 Sei­ten selbst­stän­dig abar­bei­ten sowie Vor­der- und Rück­sei­te eines Doku­ments gleich­zei­tig erfas­sen (Duplex-Scan).

Gilt es, nur ein paar Sei­ten zu digi­ta­li­sie­ren, zücken Office-Worker jedoch auch immer häu­fi­ger ihr Smart­pho­ne. Das Doku­ment wird abfo­to­gra­fiert und die Scan-App küm­mert sich um Kon­trast, Ver­zer­run­gen und Tex­ter­ken­nung – fer­tig ist das PDF. Scan­nen ist das genau genom­men aber nicht mehr.

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