Bäl­le­bad und Goog­le-Rut­sche sind net­te Spie­le­rei­en für Office-Worker. Wirk­lich wich­tig sind sie aber nicht. Ganz im Gegen­teil zu gutem Kaf­fee. In unse­rer dies­jäh­ri­gen Markt­über­sicht stel­len wir acht Voll­au­to­ma­ten vor, die Mit­ar­bei­ter glück­lich machen. Von Ger­rit Krä­mer.

Marktübersicht 2020: 8 Kaffee-Vollautomaten für mindestens 50 Bezüge pro Tag.

Markt­über­sicht 2020: 8 Kaf­fee-Voll­au­to­ma­ten für min­des­tens 50 Bezü­ge pro Tag.

Kaffee fördert Kommunikation und die Zufriedenheit der Mitarbeiter.  Abbildung: Nespresso

Kaf­fee för­dert Kom­mu­ni­ka­ti­on und die Zufrie­den­heit der Mit­ar­bei­ter. Abbil­dung: Nes­pres­so

2017 lag der Kaf­fee­ver­brauch pro Kopf in Deutsch­land noch bei gut 160 Litern. 2018/19 waren es Zah­len des Deut­schen Kaf­fee­ver­ban­des zufol­ge schon 164 Liter, Ten­denz stei­gend. Laut der Ver­bands­stu­die „So trinkt Deutsch­land Kaf­fee 2018“ wird bereits jede sieb­te Tas­se im Büro getrun­ken. Und die kommt in sehr vie­len Fäl­len aus einem Voll­au­to­ma­ten.

Kaffee-Vollautomaten: Modernes Design für moderne Büros

Die Zei­ten von muf­fi­gen, engen Räu­men mit schlech­ter Beleuch­tung und frag­wür­di­ger Hygie­ne, in denen ein Fil­ter­kaf­fee­au­to­mat mit dunk­ler Brü­he in der Kan­ne vor sich hin köchelt, gehö­ren hof­fent­lich in den aller­meis­ten Unter­neh­men der Ver­gan­gen­heit an. In neu gestal­te­ten Büro­um­ge­bun­gen wer­den Kaf­fee­kü­chen als Orte der Zusam­men­kunft und Kom­mu­ni­ka­ti­on zele­briert, die sich durch schi­ckes Design und offe­ne, freund­li­che Atmo­sphä­re aus­zeich­nen. Sich dar­an ori­en­tie­rend, ist die For­men­spra­che der Mehr­zahl der aktu­el­len Kaf­fee­voll­au­to­ma­ten klar und modern. Bei den Far­ben domi­nie­ren Schwarz, Anthra­zit sowie Sil­ber und Chrom, matt oder glän­zend. Eine Aus­nah­me macht in unse­rer Markt­über­sicht der weiß umman­tel­te Voll­au­to­mat von WMF. Sei­ne Außen­hül­le ist optio­nal auch in knal­li­gem Gelb, Oran­ge, Rot und Grün erhält­lich.

Die Bedie­nung der Voll­au­to­ma­ten erfolgt bei fast allen Gerä­ten über einen Touch­screen, der auf der Vor­der­sei­te über dem Kaf­fee­aus­fluss posi­tio­niert ist. Nur bei Cof­fee at Work und Nest­lé Pro­fes­sio­nal wird über Bezug­s­tas­ten geor­dert. Ein Vor­teil der Dis­plays ist die über­sicht­li­che Prä­sen­ta­ti­on der Spe­zia­li­tä­ten. Sie las­sen sich bei eini­gen Model­len mit Vide­os, Fotos usw. indi­vi­dua­li­sie­ren. Bei sechs von acht Auto­ma­ten zeigt sich ein Desi­gnele­ment, das dem gestei­ger­ten Bedürf­nis nach Fri­sche und Qua­li­tät von Lebens­mit­teln Rech­nung trägt: der durch­sich­ti­ge Boh­nen­be­häl­ter auf der Ober­sei­te. Das sieht nicht nur gut aus. So lässt sich auch bequem nach­fül­len.

Ungeliebte Aufgaben: Wasser nachfüllen und reinigen

Je nach­dem wie vie­le Mit­ar­bei­ter ver­sorgt wer­den müs­sen, stellt sich die Fra­ge nach einem Was­ser­tank oder einem Fest­was­ser­an­schluss. Der kleins­te Was­ser­tank in unse­rer Über­sicht hat ein Volu­men von vier Litern. Wür­den 20 Mit­ar­bei­ter mor­gens je eine Tas­se mit 200 ml trin­ken, müss­te der Tank bereits wie­der auf­ge­füllt wer­den. Rich­tet man sich nach dem ein­gangs genann­ten Pro-Kopf-Ver­brauch, dann ist das ein nicht uner­heb­li­cher Auf­wand pro Arbeits­tag. Und wie die meis­ten aus eige­ner Erfah­rung wis­sen dürf­ten, fühlt sich im Büro bei sol­chen Arbei­ten sel­ten jemand zustän­dig. Frei nach dem Mot­to: Der Nächs­te wird es schon machen. Prak­ti­scher­wei­se ver­fügt jeder der hier abge­bil­de­ten Auto­ma­ten über einen (optio­na­len) Fest­was­ser­an­schluss, der die­se Auf­ga­be obso­let macht und eine kom­for­ta­ble Ver­pfle­gung von zahl­rei­chen Per­so­nen ermög­licht. Zu den wei­te­ren, nicht sehr belieb­ten Auf­ga­ben zählt die Pfle­ge des Auto­ma­ten. Aber kei­ne Angst: Alle hier vor­ge­stell­ten Voll­au­to­ma­ten ver­fü­gen über ein inte­grier­tes Rei­ni­gungs-, Spül- und Ent­kal­kungs­pro­gramm.

Kaffee-Vollautomaten: Kauf, Miete oder Leasing

Alle Model­le der Über­sicht kön­nen gekauft, gemie­tet oder geleast wer­den. Aus­nah­me ist das Sys­tem von Cof­fee at Work. Hier wird vor­ab ein monat­li­cher Pau­schal­preis ver­ein­bart. Die Her­stel­ler­prei­se vari­ie­ren zum Teil stark, sodass die Ent­schei­dung sorg­fäl­tig an die Mit­ar­bei­ter­si­tua­ti­on und den tat­säch­li­chen Kaf­fee­kon­sum ange­passt wer­den soll­te. Auch die unter­schied­li­chen Leis­tungs­auf­nah­men der ein­zel­nen Voll­au­to­ma­ten kön­nen einen nicht uner­heb­li­chen Teil zu den jähr­li­chen Ener­gie­kos­ten bei­tra­gen.