Um die wei­te­re Aus­brei­tung  des Coro­na-Virus ein­zu­däm­men, haben vie­le Fir­men ihre Ange­stell­ten ins Home-Office geschickt. Damit sich die Arbeit in den eige­nen vier Wän­den auch ergo­no­misch gestal­tet, soll­ten eini­ge Din­ge beach­tet wer­den.

Home-Office

Auch im Home-Office gilt: Hal­tung bewah­ren. Abbil­dung: Pixabay

Bedingt durch die inter­na­tio­na­le Gesund­heits­kri­se arbei­ten in die­sen Tagen vie­le Ange­stell­te zum ers­ten Mal im Home-Office. Nicht jeder ver­fügt über einen ange­mes­sen ein­ge­rich­te­ten Heim­ar­beits­platz. Aber selbst wenn der Küchen­tisch als Lösung her­hal­ten muss, kön­nen Beschäf­tig­te eini­ges tun, um sicher und ent­spannt zu arbei­ten.

Die optimale Höhe des Schreibtischs berechnen

Tim Lil­ling, Pro­jekt­lei­ter von blitzrechner.de, betont: „Oft müs­sen es gar kei­ne teu­ren Büro­stüh­le und spe­zi­el­le Tische sein. Häu­fig rei­chen schon ein­fa­che Ver­hal­tens­än­de­run­gen. Und natür­lich müs­sen die Büro­mö­bel rich­tig auf unse­re Kör­per­grö­ße ein­ge­stellt wer­den. Das ist ähn­lich wie bei einem Fahr­rad – das bes­te Rad nutzt nicht, wenn der Sat­tel zu hoch oder nied­rig ein­ge­stellt ist.“ Mit dem Ergo­no­mie-Rech­ner des Unter­neh­mens lässt sich die opti­ma­le Schreib­tisch­hö­he zur eig­nen Kör­per­grö­ße berech­nen.

Sieben Punkte für das ergonomische Home-Office

Fal­scher Hal­tung im Büro und Home-Office vor­beu­gen – das soll­te nicht nur im Inter­es­se des Arbei­ten­den, son­dern auch des Arbeit­ge­bers sein. Denn Rücken­lei­den sind mitt­ler­wei­le der häu­figs­te Grund für Arbeits­aus­fäl­le. Eine teu­re und leid­vol­le Ange­le­gen­heit, die sich durch­aus ver­hin­dern lässt, wenn fol­gen­de Punk­te berück­sich­tigt wer­den:

  1. Der Moni­tor soll­te min­des­tens eine Arm­län­ge ent­fernt plat­ziert sein.
    Effekt: Ist der Bild­schirm zu nah, ist die Kör­per­hal­tung oft ver­krampft. Gera­de im Schul­ter- und Nacken­be­reich kommt es dadurch zu Ver­span­nun­gen. Je wei­ter der Moni­tor weg ist, des­to ent­span­nen­der für Ober­kör­per und Augen.
  2. Die Höhe des Moni­tors soll­te so ein­ge­stellt sein, dass der Blick dar­auf schräg nach unten fällt – der Kopf soll­te leicht nach unten geneigt sein.
    Effekt: Der Nacken wird ent­las­tet, die Augen wer­den weni­ger ange­strengt.
  3. Tas­ta­tur und Maus soll­ten so plat­ziert sein, dass die Ellen­bo­gen stets auf glei­cher Höhe sind.
    Effekt: Der Ober­kör­per wird nicht per­ma­nent ein­sei­tig belas­tet, das beugt Ver­kramp­fun­gen und Dis­har­mo­nien in der Schul­ter-, Rücken- und Nacken­mus­ku­la­tur vor.
  4. Hand­auf­la­gen ver­hin­dern das Abkni­cken der Hän­de bei der Bedie­nung der Maus.
    Effekt: Gelen­ke, Seh­nen und Ner­ven von der Hand bis zum Ellen­bo­gen wer­den geschont, Erkran­kun­gen wie Kar­pal­tun­nel­syn­drom oder Gol­fer­arm wird vor­ge­beugt.
  5. Das Becken soll­te leicht gekippt wer­den – ergo­no­mi­sche Stüh­le und Sitz­kis­sen hel­fen dabei.
    Effekt: Der unte­re Rücken bleibt in sei­ner natür­li­chen Hal­tung, Band­schei­ben und Mus­ku­la­tur wer­den ent­las­tet.
  6. Die Füße soll­ten fest und mög­lichst par­al­lel zuein­an­der auf dem Boden plat­ziert wer­den.
    Effekt: Der Kör­per nimmt auto­ma­tisch eine gesün­de­re Hal­tung ein, die Belas­tung wird – im Gegen­satz zum Sit­zen mit über­ge­schla­ge­nem Bein – gleich­mä­ßig auf bei­de Kör­per­hälf­ten ver­teilt.
  7. Den Büro­stuhl rich­tig auf die eige­ne Kör­per­grö­ße ein­stel­len.
    Effekt: Sind Büro­stuhl und Schreib­tisch ide­al auf die Kör­per­grö­ße ein­ge­stellt, wird das Sit­zen ergo­no­mi­scher, ohne dass dazu Kon­zen­tra­ti­on nötig ist.