Wäh­rend die eige­ne Woh­nung so schön wie mög­lich gestal­tet wird, blei­ben vie­le Büros trist. Die Ergeb­nis­se der Stu­die Office User Moni­tor 2025 zei­gen jedoch, dass sich die Büro­kräf­te einen Wan­del hin zum gemüt­li­chen Wohn­am­bi­en­te wün­schen.

Wohnliches Arbeiten im neu gestalteten Drees & Sommer DS Hub am Standort Stuttgart. Abbildung: Peter Neusser für Drees & Sommer

Wohn­li­ches Arbei­ten im neu gestal­te­ten Drees & Som­mer DS Hub am Stand­ort Stutt­gart. Abbil­dung: Peter Neus­ser für Drees & Som­mer

Nicht allein im Kampf um die bes­ten Talen­te und Fach­kräf­te soll­ten Arbeit­ge­ber viel Wert auf die Ansprü­che ihrer Mit­ar­bei­ter legen. Auch die Stei­ge­rung der Zufrie­den­heit und Pro­duk­ti­vi­tät der eta­blier­ten Beleg­schaft soll­te im Fokus der Unter­neh­mens­ak­ti­vi­tä­ten ste­hen. Was sich Mit­ar­bei­ter wün­schen, das zeigt die von WISAG, STRABAG, Drees & Som­mer sowie Art-Invest Real Esta­te initi­ier­te und von Bell Manage­ment Con­sul­tants durch­ge­führ­te Stu­die unter knapp 230 Büro­an­ge­stell­ten und HR-Mit­ar­bei­tern aller Alters­klas­sen und Geschlech­ter aus ver­schie­de­nen Bran­chen.

Wohnzimmer im Büro

Die Stu­die zeigt ein beun­ru­hi­gen­des Ergeb­nis: Ledig­lich 19 Pro­zent der Teil­neh­mer emp­fin­den beim Betre­ten ihrer Büros Freu­de. Mit Zufrie­den­heit ver­knüp­fen sogar nur 17 Pro­zent ihren Arbeits­platz. Dem ste­hen nega­ti­ve Emo­tio­nen wie Anspan­nung und Hek­tik (jeweils zehn Pro­zent), Unwohl­sein (sie­ben Pro­zent) und Frust (sechs Pro­zent) gegen­über. Sogar Abscheu und Depres­si­on (sie­ben und drei Pro­zent) sind the­ma­ti­siert wor­den. Aller­dings stel­len 19 Pro­zent den Spit­zen­wert der Befra­gung dar. Zusam­men­ge­nom­men wür­den nur in knapp der Hälf­te der Aus­sa­gen posi­ti­ve Gefüh­le for­mu­liert, tei­len die Initia­to­ren der Stu­die mit. Es bestehe also Hand­lungs­be­darf, um das Wohl­be­fin­den zu stei­gern.

Bes­se­rung ver­spre­che ein wohn­li­che­res Ambi­en­te im Büro. Immer­hin 22 Pro­zent der Befrag­ten erhof­fen sich für ihren Arbeits­platz ent­spre­chen­de Far­ben, Möblie­run­gen und Deko­ra­ti­ons­an­ge­bo­te. Zwölf bzw. elf Pro­zent wün­schen sich eine indi­vi­du­el­le Kli­ma­ti­sie­rung sowie Ruhe­räu­me, Mas­sa­gen und Ver­pfle­gung. Laut der Stu­die sehen die Befrag­ten in den eige­nen Büros noch viel Luft nach oben: Nur drei Pro­zent gaben an, sich in ihrem Büro zu Hau­se zu füh­len.

Die Vielfalt bringt’s

Wich­ti­ger als die ange­bo­te­nen Ser­vices blei­be die Qua­li­tät der Flä­che. Sei die Arbeits­um­ge­bung attrak­tiv gestal­tet, wir­ke sich das posi­tiv auf die Mit­ar­bei­ter­bin­dung aus. Ob Flä­chen im Café-Look, im Wohn­zim­mer­stil oder zum kon­zen­trier­ten Arbei­ten: Für 64 Pro­zent der Nut­zer sind ver­schie­den design­te Arbeits­um­ge­bun­gen im Büro pro­duk­ti­vi­täts­stei­gernd. 22 Pro­zent gaben an, dass der Ein­fluss auf die Pro­duk­ti­vi­tät nur gering sei, 13 Pro­zent mes­sen der Gestal­tung der Flä­che kei­nen Ein­fluss auf die eige­ne Pro­duk­ti­vi­tät bei. Eben­so wer­den die Flä­chen zur kurz­fris­ti­gen Rege­ne­ra­ti­on wich­ti­ger: 41 Pro­zent sehen einen zuneh­men­den Bedarf. Aller­dings stu­fen 43 Pro­zent den Bedarf an sol­chen Flä­chen als unver­än­dert ein.

Einzeln oder gemeinsam

Sehr auf­schluss­reich sind fer­ner die Ein­schät­zun­gen zu Pro­jekt­ar­beit und Ein­zel­bü­ros. 41 Pro­zent der Befrag­ten sehen einen zuneh­men­den Bedarf an Pro­jekt­ar­beits­flä­chen in naher Zukunft. 18 Pro­zent schät­zen den Bedarf als deut­lich zuneh­mend ein. 31 Pro­zent sehen für die Zukunft hier kei­ne Ver­än­de­rung. Die klas­si­schen Einer- und Zwei­er-Büros schei­nen dage­gen schon bald der Ver­gan­gen­heit anzu­ge­hö­ren: 42 Pro­zent sehen einen abneh­men­den, neun Pro­zent einen deut­lich abneh­men­den Bedarf.