Kann man Men­schen mit einer Soft­ware beein­flus­sen, die ihnen sagt, wann es Zeit ist, wie­der  auf­zu­ste­hen oder sich hin­zu­set­zen? Die Texas A&M Uni­ver­si­ty hat dazu eine Stu­die durch­ge­führt.

Die Software WORK & MOVE von BakkerElkhuizen empfiehlt auf Basis persönlicher Bedürfnisse einen optimalen Arbeits-Bewegungs-Rhythmus. Abbildung: BakkerElkhuizen

Die Soft­ware WORK & MOVE von Bak­ke­rElk­hui­zen emp­fiehlt auf Basis per­sön­li­cher Bedürf­nis­se einen opti­ma­len Arbeits-Bewe­gungs-Rhyth­mus. Abbil­dung: Bak­ke­rElk­hui­zen

Studien zeigen, dass die WORK&MOVE-Software die Nutzung von Steh-Sitz-Tischen fördert (72 Prozent). Abbildung: BakkerElkhuizen

Stu­di­en zei­gen, dass die WORK&MOVE-Software die Nut­zung von Steh-Sitz-Tischen för­dert (72 Pro­zent). Abbil­dung: Bak­ke­rElk­hui­zen

Im Experiment erzeugten die computerbasierten Aufforderungen während der gesamten drei Monate eine Steigerung der Wechsel zwischen Stehen und Sitzen um 229 Prozent. Abbildung: BakkerElkhuizen

Im Expe­ri­ment erzeug­ten die com­pu­ter­ba­sier­ten Auf­for­de­run­gen wäh­rend der gesam­ten drei Mona­te eine Stei­ge­rung der Wech­sel zwi­schen Ste­hen und Sit­zen um 229 Pro­zent. Abbil­dung: Bak­ke­rElk­hui­zen

45 Prozent sind dank der Software mental bewusster geworden und standen häufiger auf. Abbildung: BakkerElkhuizen

45 Pro­zent sind dank der Soft­ware men­tal bewuss­ter gewor­den und stan­den häu­fi­ger auf. Abbil­dung: Bak­ke­rElk­hui­zen

Die Software trägt durch abwechselndes Sitzen und Stehen zu einer Reduzierung der Ermüdung bei. Abbildung: BakkerElkhuizen

Die Soft­ware trägt durch abwech­seln­des Sit­zen und Ste­hen zu einer Redu­zie­rung der Ermü­dung bei. Abbil­dung: Bak­ke­rElk­hui­zen

WORK & MOVE hieß zur Zeit der Stu­die noch Sit­Stand­COACH. Inzwi­schen hat Bak­ke­rElk­hui­zen WORK & MOVE zu einem per­sön­li­chen Coach aus­ge­baut, der für Abwechs­lung zwi­schen kon­zen­trier­ter Bild­schirm­ar­beit sowie men­ta­ler und auch kör­per­li­cher Bewe­gung sorgt. Die Soft­ware gibt einen Ein­blick in und Feed­back zum Com­pu­ter­ver­hal­ten des Nut­zers. Auf Basis der per­sön­li­chen Bedürf­nis­se emp­fiehlt die Soft­ware dann einen opti­ma­len Arbeits-Bewe­gungs-Rhyth­mus und hilft dabei, sich die­sen Rhyth­mus anzu­eig­nen. Der Sit­Stand­COACH ist ein Bestand­teil der Soft­ware WORK & MOVE. Ziel der WORK & MOVE-Soft­ware ist es, für das Wohl­be­fin­den der Office-Worker zu sor­gen.

Werden Steh-Sitz-Tische tatsächlich optimal genutzt?

Steh-Sitz-Tische sind der­zeit sehr beliebt in Büros. Sie sor­gen dafür, dass Mit­ar­bei­ter häu­fi­ger ihre Hal­tung ver­än­dern und weni­ger Stun­den am Stück still­sit­zen. Steh-Sitz-Tische sol­len Ange­stell­te vor allem dazu anre­gen, weni­ger zu sit­zen, was zu einer Ver­bes­se­rung ihrer Gesund­heit füh­ren soll. Die kon­ti­nu­ier­li­che Benut­zung bleibt jedoch eine Her­aus­for­de­rung. Denn: Wie vie­le Arbeit­neh­mer nut­zen sie noch (rich­tig), wenn die ers­te Eupho­rie vor­bei ist? Hilft es dann, sie mit einer Soft­ware auf ihrem Com­pu­ter zu sti­mu­lie­ren? Genau das hat die ame­ri­ka­ni­sche Uni­ver­si­tät mit der WORK-&-MOVE-SitStandCOACH-Software unter­sucht. Der Unter­su­chungs­zeit­raum betrug 4,5 Mona­te. Die Unter­su­chung wur­de an zwei geo­gra­phi­schen Orten in den USA mit einer Kon­troll­grup­pe von 71 Arbeit­neh­mern und einer expe­ri­men­tel­len Grup­pe von 97 Teil­neh­mern durch­ge­führt (Che­vron).

Mehr Wechsel zwischen Stehen und Sitzen

Die expe­ri­men­tel­le Grup­pe, wel­che Bewe­gungs­hin­wei­se von der WORK & MOVE-Soft­ware erhielt, wech­sel­te häu­fi­ger zwi­schen Ste­hen und Sit­zen als die Kon­troll­grup­pe, die kei­ne Anstö­ße bekam.  Bei bei­den Grup­pen lief die WORK & MOVE-Soft­ware im Hin­ter­grund, nur erhielt die Kon­troll­grup­pe kei­ne Steh-Sitz-Coa­ching-Hin­wei­se. Im Durch­schnitt wech­sel­te die expe­ri­men­tel­le Grup­pe 229-mal häu­fi­ger die Hal­tung als die­je­ni­gen, die kei­ne Anwei­sun­gen beka­men. 40 Pro­zent der expe­ri­men­tel­len Grup­pe wech­sel­ten gemäß dem WORK & MOVE-Steh-Sitz-Pro­fil „opti­ma­le Bewe­gung“ zwi­schen Ste­hen und Sit­zen ab.

John van Hooft, CEO von Bak­ke­rElk­hui­zen, zu den Ergeb­nis­sen der Stu­die: „Wir wuss­ten, dass die Ver­wen­dung unse­rer WORK & MOVE-Soft­ware die Benut­zer dazu anre­gen wür­de, ihren Steh-Sitz-Tisch opti­mal zu nut­zen. Es ist schön, dass die wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chung unse­re Hypo­the­se jetzt hun­dert­pro­zen­tig unter­mau­ert. Unse­re Soft­ware trägt nach­weis­lich zur men­ta­len und phy­si­schen Fit­ness der Wis­sens­ar­bei­ter bei. Wir glau­ben an ein unter­neh­mens­wei­tes Prä­ven­ti­ons­kon­zept. Wenn der Fokus auf den Men­schen und die Arbeit gelegt wird, kann sicher­ge­stellt wer­den, dass nach­hal­ti­ge Ein­setz­bar­keit, Vita­li­tät und Wohl­be­fin­den sowohl für Arbeit­neh­mer als auch Arbeit­ge­ber gewähr­leis­tet wer­den kön­nen. Durch den Ein­satz unse­rer prak­ti­schen und ska­lier­ba­ren Lösun­gen ermög­li­chen wir es Unter­neh­men, nach­hal­tig Spit­zen­leis­tun­gen zu errei­chen.“

Auswirkungen des Wechsels zwischen Sitzen und Stehen

Die­se Befun­de zei­gen, dass die intel­li­gen­ten WORK & MOVE-Anre­gun­gen tat­säch­lich dafür ver­wen­det wer­den kön­nen, Mit­ar­bei­ter zu moti­vie­ren, ihr Ver­hal­ten zu ändern und öfter zwi­schen Ste­hen und Sit­zen zu wech­seln. Die Aus­wir­kun­gen? Die Mit­glie­der der expe­ri­men­tel­len Grup­pe gaben an, dass sie allein durch eine gerin­ge Stei­ge­rung der im Ste­hen ver­brach­ten Zeit einen deut­li­chen Rück­gang kör­per­li­cher Beschwer­den erleb­ten. Sie konn­ten sich bes­ser kon­zen­trie­ren und lit­ten weni­ger unter Müdig­keit. Dazu trug auch das  regel­mä­ßi­ge Wech­seln zwi­schen Ste­hen und Sit­zen bei.

Fazit

Laut den Umfra­ge­er­geb­nis­sen der expe­ri­men­tel­len Grup­pe waren rund 71 Pro­zent der Ansicht, dass die WORK & MOVE-Anwei­sun­gen bei der Nut­zung des Steh-Sitz-Arbeits­plat­zes nütz­lich gewe­sen sind und für ein häu­fi­ge­res Wech­seln zwi­schen Ste­hen und Sit­zen gesorgt haben. Rund 83 Pro­zent glaub­ten, dass die im Ste­hen ver­brach­te Zeit dank der Soft­ware zuge­nom­men hat, wäh­rend rund 45 Pro­zent der Mei­nung waren, dass WORK & MOVE das men­ta­le Bewusst­sein durch häu­fi­ge­res Auf­ste­hen gestei­gert hat. Außer­dem gaben knapp 75 Pro­zent der expe­ri­men­tel­len Grup­pe an, auch nach der Stu­die wei­ter­hin die WORK & MOVE-Soft­ware nut­zen zu wol­len.