WLAN gehört heu­te zum Büro wie die Kaf­fee­ma­schi­ne. Doch sei­ne Ein­rich­tung will gut geplant sein: Die Inter­net­ver­bin­dung soll schnell und sta­bil lau­fen. Sicher­heits­lü­cken muss man ver­mei­den. Jan Buis vom Netz­werk­lö­sungs­an­bie­ter LANCOM Sys­tems erklärt, wie das gelingt.

WLAN muss überall zuverlässig funktionieren. Abbildung: Pixabay

WLAN muss über­all zuver­läs­sig funk­tio­nie­ren. Abbil­dung: Pixabay

WLAN Router von LANCOM Systems aus der LN-1700er-Serie.

WLAN Rou­ter von LANCOM Sys­tems aus der LN-1700er-Serie.

In klei­ne­ren Büros reicht meist ein ein­zi­ger WLAN-Rou­ter für alle. Wer nach einem geeig­ne­ten Modell Aus­schau hält, soll­te sich an Mar­ken­ge­rä­te hal­ten. Auch Made in Ger­ma­ny ist ein Ent­schei­dungs­kri­te­ri­um. Es bie­tet Qua­li­tät, Zuver­läs­sig­keit und hohe Sicher­heits­stan­dards. Außer­dem sor­gen deut­sche Her­stel­ler zuver­läs­sig für Sicher­heits­up­dates. Bei spe­zi­el­len Anfor­de­run­gen, etwa dem Fern­zu­griff per VPN, kommt man an Busi­ness-Gerä­ten nicht vor­bei.

2,4 und 5 GHz

Der Rou­ter muss zen­tral auf­ge­stellt wer­den und darf auf kei­nen Fall in oder hin­ter Mobi­li­ar ver­steckt wer­den, da dies die Aus­brei­tung der Funk­si­gna­le dämpft. Das Anle­gen neu­er WLANs klappt über eine Brow­ser-Ober­flä­che mit Wizards. Bei aktu­el­len Gerä­ten soll­ten Netz­wer­ke mit 2,4 und 5 GHz genutzt wer­den und für bei­de der glei­che Netz­werk­na­me ver­ge­ben wer­den. Älte­re WLAN-Cli­ents (Lap­tops, Dru­cker etc.), die den Betrieb bei 5 GHz nicht unter­stüt­zen, fun­ken dann im 2,4er-Netz und brem­sen die moder­ne­ren Gerä­te nicht aus. Für Kun­den oder Fre­e­lan­cer emp­fiehlt sich ein sepa­ra­tes Gäs­te-WLAN. Stellt der Inter­net-Pro­vi­der nur einen Rou­ter ohne WLAN zur Ver­fü­gung, lässt sich auch mit einem zusätz­li­chen Access Point das WLAN auf­bau­en.

Sicherheit ganz einfach

Das The­ma Sicher­heit von Rou­tern wur­de in den letz­ten Jah­ren stark vor­an­ge­trie­ben. Wich­tig ist der rich­ti­ge Umgang mit der Tech­nik: Der Netz­werk­na­me darf kei­ne Rück­schlüs­se auf das Rou­ter-Modell zulas­sen. Das Pass­wort für die Ver­wal­tungs­ober­flä­che, über die man Ände­run­gen vor­neh­men kann, darf nur der Admi­nis­tra­tor ken­nen. Ver­schlüs­se­lung mit WPA2 ist ein Muss. Das Zugangs­pass­wort muss sicher gewählt wer­den, am bes­ten eine will­kür­li­che Kom­bi­na­ti­on aus Buch­sta­ben, Zah­len und Son­der­zei­chen mit mehr als zehn Zei­chen. Das regel­mä­ßi­ge Wech­seln des Pass­worts trägt zur Sicher­heit bei, damit etwa ehe­ma­li­ge Mit­ar­bei­ter nicht mehr ins Funk­netz kom­men.

Abdeckung des WLAN optimieren

Die dicken Wän­de und die ver­win­kel­te Bau­wei­se von Alt­bau­ten behin­dern die Aus­brei­tung der Funk­si­gna­le. Dafür gibt es zwei Lösun­gen: Access Points, die als WLAN-Repea­ter ein­ge­setzt wer­den, leuch­ten die toten WLAN-Win­kel aus. Eine Alter­na­ti­ve bie­tet die Mesh-Tech­no­lo­gie. Sie besteht aus meh­re­ren Access-Points, die sich selbst kon­fi­gu­rie­ren und ver­wal­ten. Einer davon fun­giert als Mas­ter, der mit dem Inter­net ver­bun­den wird. Das Mesh-Sys­tem sorgt auto­ma­tisch für die Ver­bin­dung der ande­ren Access Points per Funk. So ent­steht ein Netz (Mesh) von Access Points, die draht­los mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren. Jedes ange­bun­de­ne Gerät wird opti­mal ver­sorgt. Unbe­grenzt aus­bau­en lässt sich ein Mesh-Netz aller­dings nicht. Ab sechs ver­netz­ten Access Points stößt es an funk­tech­ni­sche Gren­zen: Pro zusätz­li­chem Access Point wer­den 50 Pro­zent der Net­to­band­brei­te zur inter­nen Daten­über­tra­gung und Ver­wal­tung genutzt. Für Cli­ents blei­ben kei­ne Res­sour­cen mehr. Wer sich die Opti­on für einen spä­te­ren Aus­bau offen­hal­ten möch­te, soll­te auf tra­di­tio­nel­le Rou­ter und Access Points set­zen.

 

Jan Buis
Jan Buis,
Vice Pre­si­dent Wire­less LAN und Swit­ches,
LANCOM Sys­tems GmbH.