Mit­ten in Mün­chen steht der neue Unter­neh­mens­sitz von Sie­mens. Auf rund 45.000 m² arbei­ten dort 1.200 Ange­stell­te. Bei der Pla­nung war eine Haupt­auf­ga­be, das Gebäu­de so zu gestal­ten, dass es den Aus­tausch von Wis­sen und sozia­le Inter­ak­ti­on för­dert.

Die Schreibtische wurden entlang der Fassaden gruppiert. Foto: Hufton + Crow

Die Schreib­ti­sche wur­den ent­lang der Fas­sa­den grup­piert. Foto: Huf­ton + Crow

Die Küchenbereiche sind als Treffpunkte gestaltet. Foto: Hufton + Crow

Die Küchen­be­rei­che sind als Treff­punk­te gestal­tet. Foto: Huf­ton + Crow

Fördern den Austausch: Gute Verbindungen zwischen den Büroetagen. Foto: Hufton + Crow

För­dern den Aus­tausch: gute Ver­bin­dun­gen zwi­schen den Büro­eta­gen. Foto: Huf­ton + Crow

Mehr Tageslicht: Die geneigte Fassade begünstigt den Lichteinfall. Foto: Hufton + Crow

Mehr Tages­licht: Die geneig­te Fas­sa­de begüns­tigt den Licht­ein­fall. Foto: Huf­ton + Crow

Auch die Innenhöfe können zum Treffen und Besprechen genutzt werden. Foto: Hufton + Crow

Auch die Innen­hö­fe kön­nen zum Tref­fen und Bespre­chen genutzt wer­den. Foto: Huf­ton + Crow

Der vom Archi­tek­tur­bü­ro Hen­ning Lar­sen ent­wor­fe­ne Neu­bau besteht aus einem Gebäu­de­kör­per mit vier Innen­hö­fen. Um die Kom­mu­ni­ka­ti­on zu unter­stüt­zen, ver­bin­det im Inne­ren eine zen­tra­le Inter­ak­ti­ons­zo­ne die ver­schie­de­nen Büro­be­rei­che. Hin­zu kom­men wei­te­re offen gestal­te­te Area­le, in denen Infor­ma­tio­nen aus­ge­tauscht und zusam­men­ge­ar­bei­tet wer­den kann – auch über Abtei­lungs­gren­zen hin­weg. Dar­über hin­aus kön­nen die Ange­stell­ten durch die Glas­fron­ten Sicht­kon­takt mit ihren Kol­le­gen auf der jeweils ande­ren Sei­te der Innen­hö­fe her­stel­len.

Funktionale Flächenvielfalt

Für die Büro­eta­gen wur­de ein Open-Space-Kon­zept gewählt. Die Schreib­ti­sche wur­den ent­lang der Fas­sa­de arran­giert, um das Tages­licht mög­lichst gut zu nut­zen. In der Mit­tel­zo­ne gibt es Hot Desks, außer­dem Think­tanks für Bespre­chun­gen, Pho­ne-Boxes für unge­stör­te Tele­fo­na­te, Gar­de­ro­ben und sepa­rat ent­lüf­te­te Kopier­räu­me. Den Füh­rungs­kräf­ten steht ein Zel­len­bü­ro zu, das bei ihrer Abwe­sen­heit jedoch für Bespre­chun­gen genutzt wer­den kann.

Smart und grün

Ver­gli­chen mit dem alten Gebäu­de benö­tigt der neue Unter­neh­mens­sitz 90 Pro­zent weni­ger Strom und 75 Pro­zent weni­ger Was­ser. Mög­lich macht das unter ande­rem eine leicht geneig­te Fas­sa­de, durch die mehr Tages­licht ins Inne­re gelan­gen kann. Die Gebäu­de­steue­rung von Sie­mens trägt eben­falls dazu bei, Res­sour­cen zu spa­ren. 30.000 Daten­punk­te sam­meln Infor­ma­tio­nen, um die Hei­zung, Lüf­tung und Kli­ma­ti­sie­rung opti­mal zu regeln. Bei­spiels­wei­se misst die Lüf­tungs­an­la­ge in den Mee­tin­g­räu­men den CO²-Gehalt der Luft und führt ent­spre­chend Frisch­luft zu. Die Ange­stell­ten kön­nen jeder­zeit die Beleuch­tung und die Kli­ma­ti­sie­rung an ihre Bedürf­nis­se anpas­sen. Wei­te­re Schrit­te in Rich­tung Nach­hal­tig­keit sind ein Fahr­rad­raum für bis zu 200 Räder (samt 20 Lade­sta­tio­nen für E-Bikes) sowie 21 Park­plät­ze, an denen Elek­tro­au­tos gela­den wer­den kön­nen.