Die Schreib­trai­ne­rin Astrid Rust ver­rät an die­ser Stel­le Knif­fe zu Recht­schrei­bung und Kor­re­spon­denz. Der neun­te Teil der Serie beschäf­tigt sich mit den Emp­feh­lun­gen der DIN 5008.

Foto: KaiRost/pixelio.de

Foto: KaiRost/pixelio.de

Heu­te küm­mern wir uns noch ein­mal um die for­mel­le Sei­te unse­rer Tex­te: Die Recht­schrei­bung und Zei­chen­set­zung haben wir erfolg­reich hin­ter uns gebracht, jetzt geht es um wei­te­re For­ma­li­en – um die DIN 5008. Han­delt es sich hier um Regeln, Vor­schrif­ten oder Emp­feh­lun­gen? Ich bevor­zu­ge „Emp­feh­lun­gen“ – wir kön­nen uns danach rich­ten, weil sie uns den Büro­all­tag erleich­tern; manch­mal ist es aber ein­fa­cher, inter­ne Abläu­fe so zu gestal­ten, dass es eigent­lich gegen die DIN 5008 ist – das ist auch in Ord­nung. Wich­tig ist, dass wir uns unse­re Arbeit ein­fach – und den­noch rich­tig – gestal­ten kön­nen.

Die DIN 5008 von A bis Z

A: Anschriften und Anreden gemäß DIN 5008

Die Rück­sen­de­an­ga­be in dem ent­spre­chen­den Feld schrei­ben Sie in einer Schrift­grö­ße von acht Punkt. Sie hat eine klei­ne­re Schrift als die übri­gen Anga­ben im Anschrift­feld. In Aus­nah­me­fäl­len ver­wen­den Sie die Sechs-Punkt-Schrift als Min­dest­schrift­grö­ße.

Wenn Sie für die Anschrift mehr als drei Zei­len in der Zusatz- und Ver­merk­zo­ne und mehr als sechs Zei­len in der Anschrift­zo­ne benö­ti­gen, dür­fen Sie auch den Platz der jeweils ande­ren Zone nut­zen. Soll­te der Platz nicht aus­rei­chen, redu­zie­ren Sie die Schrift­grö­ße. Acht Punkt dür­fen Sie aber nicht unter­schrei­ten. Bei klei­ne­ren Schrift­grö­ßen als zehn Punkt bevor­zu­gen Sie seri­fen­lo­se Schrif­ten, zum Bei­spiel Ari­al oder Ver­da­na.

Rück­sen­de­an­ga­be und Zusatz- und Ver­merk­zo­ne kön­nen auch eine Zone bil­den, die aus fünf Zei­len besteht. Das Anschrift­feld besteht dann aus elf Zei­len und ist 45 mm hoch.

Die Zusatz- und Ver­merk­zo­ne mit inte­grier­ter Rück­sen­de­an­ga­be nimmt neben den elek­tro­ni­schen Frei­ma­chungs­ver­mer­ken, Pro­duk­ten (zum Bei­spiel: Ein­schrei­ben, Ein­schrei­ben Ein­wurf, Ein­schrei­ben Rück­schein, Info­brief) und Vor­aus­ver­fü­gun­gen auch die Rück­sen­de­an­ga­be (frü­her Post­an­schrift des Absen­ders) auf. Ist kein Zusatz oder Ver­merk auf­zu­neh­men, steht die Rück­sen­de­an­ga­be in der ers­ten Zei­le der Zusatz- und Ver­merk­zo­ne. Sind meh­re­re Zusät­ze oder Ver­mer­ke auf­zu­neh­men, ver­wen­den Sie von unten nach oben die Zei­len eins bis fünf.

Die Anga­ben in die­ser Zone schrei­ben Sie in einer Schrift­grö­ße von acht Punkt. Die Rück­sen­de­an­ga­be behan­deln Sie wie die übri­gen Zusät­ze oder Ver­mer­ke.

Schreibt man in der Anschrift „Herrn Peter Mül­ler“, oder reicht „Herr Peter Mül­ler“?

Rich­tig ist „Herrn“. Das n ist obli­ga­to­risch. Es han­delt sich um einen Akku­sa­tiv (an wen schi­cke ich?), des­halb muss das n ange­hängt wer­den. Denk­bar ist auch, dass Sie auf den Herrn oder die Frau in der Anschrift ver­zich­ten. Aus den meis­ten Vor­na­men ist schließ­lich zu erken­nen, ob es sich um einen Herrn oder eine Dame han­delt. Um aber sicher­zu­ge­hen, dass Sie nie­man­dem auf die Füße tre­ten, emp­feh­len wir den­noch, nicht auf Frau oder Herrn zu ver­zich­ten. Aus­nah­me: Sie kom­mu­ni­zie­ren mit jeman­dem aus einer jun­gen, auf­ge­schlos­se­nen Ziel­grup­pe. Ver­wen­den Sie kein Ehe­leu­te – das wirkt sehr antik!

Anre­de von meh­re­ren Per­so­nen

Wenn die bei­den Ange­spro­che­nen einen rela­tiv kur­zen Namen haben: Anre­den in eine Zei­le.

Bei län­ge­ren Namen oder Dop­pel­na­men: zwei Zei­len.

Geht die Zahl der Ange­spro­che­nen über drei hin­aus, soll­ten Sie über­le­gen, ob Sie nicht jeder Per­son einen eige­nen Brief schi­cken, statt alle mit einem Brief anzu­schrei­ben. Im Ver­tei­ler kön­nen Sie für den Emp­fän­ger deut­lich machen, wer das Schrei­ben außer ihm eben­falls erhal­ten hat.

Anrede von Mann und Frau

Pri­vat­le­ben: Wenn Sie einen Herrn und eine Dame anre­den, dann nen­nen Sie die Dame zuerst.

Geschäfts­le­ben: Das Geschlecht der Emp­fän­ger spielt für die Rei­hen­fol­ge der Anre­de kei­ne Rol­le, son­dern nur die Hier­ar­chie: Spre­chen Sie die in der Hier­ar­chie oben ste­hen­de Per­son zuerst an.

Sind die Frau und der Mann auf der glei­chen hier­ar­chi­schen Ebe­ne, wird die Dame zuerst ange­spro­chen.

Anre­de von aus­schließ­lich Her­ren

Die Anre­de „Sehr geehr­te Her­ren“ klingt distan­ziert und anti­quiert; bes­ser: „Sehr geehr­te Damen und Her­ren“.

Anre­den – groß oder klein?

Gene­rell sind Anre­den groß­zu­schrei­ben (Höf­lich­keit!). Bei der per­sön­li­chen Anre­de kön­nen Sie wäh­len.

Sie par­ken Ihr Auto immer wie­der falsch.

Ich mag Dich. / Ich mag dich.

c/o – care of

Über­set­zung „bei“ oder „im Hau­se“: bes­ser weg­las­sen bzw. pri­vat: bei.

Der Ort wird in Ver­sa­li­en (Groß­buch­sta­ben) und wenn mög­lich in der Lan­des­spra­che geschrie­ben (LIEGE, FIRENZE oder BUCURESTI).

Das Bestim­mungs­land steht ohne Leer­zei­le in deut­scher (bzw. eng­li­scher oder fran­zö­si­scher) Spra­che in Ver­sa­li­en unter­halb des Bestim­mungs­or­ten (kein Län­der-Code!)

Post­fach­num­mer

Von rechts nach links in Zwei­er­grup­pen geglie­dert.

Post­leit­zahl

Nicht gefet­tet, fünf­stel­lig, nicht geglie­dert.

B: Betreffzeile gemäß DIN 5008

Nicht das Wort Betreff, Betr. oder Betrifft schrei­ben.

Kein Punkt am Ende der Betreff­zei­le, ande­re Satz­zei­chen sind mög­lich.

Der Betreff kann sich über meh­re­re Zei­len erstre­cken.

Aus opti­schen Grün­den kann die Betreff­zei­le her­vor­ge­ho­ben wer­den (far­big oder fett).

C: Charts – Abbildungen und Diagramme gemäß DIN 5008

Abbil­dun­gen haben zu ande­ren Text­tei­len einen Min­dest­ab­stand von 2 mm. Wer­den sie in den Text inte­griert, so darf dies das Text­bild (zum Bei­spiel Zei­len­hö­he) im Ver­gleich zu ande­ren Text­tei­len nicht ver­än­dern.

Die Abbil­dung soll­te pas­send zum Kon­text gewählt wer­den.

Urhe­ber­rech­te sind zu berück­sich­ti­gen. Die Quel­le ist anzu­ge­ben, kann bei umfang­rei­chen Schrift­stü­cken aber auch in einem Abbil­dungs­ver­zeich­nis ange­ge­ben wer­den.

Abbil­dun­gen soll­ten eine ent­spre­chen­de Qua­li­tät und Grö­ße auf­wei­sen.

Ände­run­gen der Grö­ße soll­ten nur pro­por­ti­ons­ge­recht erfol­gen.

Inhalt­lich rele­van­te Bil­der, die nicht nur zu Design­zwe­cken ver­wen­det wer­den, besit­zen eine Bild­un­ter­schrift. Bild­un­ter­schrif­ten wer­den her­vor­ge­ho­ben, um die Auf­merk­sam­keit auf das Bild zu len­ken. Als mög­li­che For­ma­tie­rung gibt die DIN 5008 zum Bei­spiel klei­ne­re Schrift, kur­siv oder zen­triert an. Bild­un­ter­schrif­ten müs­sen pas­send gewählt wer­den und die Inhal­te des Bil­des beschrei­ben.

Per­so­nen auf Bil­dern soll­ten immer von links nach rechts genannt wer­den.

D: Doktoren, Professoren und andere Titelträger gemäß DIN 5008

Der aka­de­mi­sche Grad steht vor dem Namen, Dipl o. Ä. kann weg­fal­len.

Der aka­de­mi­sche Titel steht vor dem Namen, bei zwei Dr.-Titeln erschei­nen bei­de im Anschrif­ten­feld, aber nur einer in der Anre­de. Der „Pro­fes­sor“ wird zwar laut DIN in der Anschrift abge­kürzt; bes­ser ist es, ihn aus Höf­lich­keit aus­schrei­ben.

Pro­fes­so­ren- und Dok­tor­ti­tel tau­chen nur in der Anschrift auf, in der Anre­de fällt der Dok­tor­ti­tel weg.

Einen weib­li­chen Pro­fes­sor kön­nen Sie mit „Frau Pro­fes­sor xy“ oder mit „Frau Pro­fes­so­rin xy“ anre­den.

„Herr“ oder “Frau” ist obli­ga­to­risch.

Bache­lor- und Mas­ter­gra­de (wie B. A., B. SC., M. A., M. Sc.) ste­hen hin­ter dem Namen.

Berufs­be­zeich­nung steht hin­ter der Anre­de.

Adels­be­zeich­nun­gen: Rufen Sie im Sekre­ta­ri­at an, um nicht in Fett­näpf­chen zu tre­ten.

E: E-Mails und DIN 5008

Über­tra­gung ist nicht auto­ma­tisch, aber es gibt über­trag­ba­re Emp­feh­lun­gen, die sinn­voll sind:

Glie­de­rung von Tele­fon­num­mern

Kor­rek­te Anre­de

Ver­zich­ten Sie auf Abkür­zun­gen. „Herzl. Grü­ße“ oder „Mfg“ sind schlech­ter Stil.

Begin­nen Sie immer mit einem Gruß und ver­ab­schie­den Sie sich.

Betreff anre­gend for­mu­lie­ren. Auto­ma­tisch erzeug­te Ant­wort-Betreff unver­än­dert über­neh­men.

Recht­schrei­bung, Gram­ma­tik und Klein-/Groß­schrei­bung beach­ten.

F: Firmenanschrift gemäß DIN 5008

Fir­ma – Abtei­lung – Name

Name – Fir­ma – Abtei­lung

Per­sön­lich / Ver­trau­lich

G: Gruß und Unterschrift gemäß DIN 5008

Wie­der­ho­len Sie unter­halb der Unter­schrift den (aus­ge­schrie­be­nen!) Vor- und Nach­na­men des Unter­zeich­ners (ohne Klam­mern, ohne Bin­de­strich).

Die Fir­men­be­zeich­nung ist nicht unbe­dingt not­wen­dig.

Zusät­ze (i. A., i. V., ppa.) kön­nen vor dem hand­schrift­li­chen oder maschi­nen­schrift­li­chen Namen ste­hen.

Bei mehr Unter­schrif­ten folgt die Hier­ar­chie von links nach rechts.

Jeder Brief mit Außen­wir­kung muss mit einer Unter­schrifts­voll­macht unter­zeich­net sein. Also ent­we­der „i. A.“, „i. V.“ oder „ppa.“. Ist eine die­ser Voll­mach­ten nicht vor­han­den, kann der Unter­zeich­ner nur der Geschäfts­füh­rer oder der Vor­stand sein. Des­halb ist für Sekre­tä­rin­nen, die nicht über eine Unter­schrifts­voll­macht wie zum Bei­spiel „i. A.“ ver­fü­gen, „nach Dik­tat ver­reist“ häu­fig die ein­zi­ge Mög­lich­keit, einen Brief in Abwe­sen­heit ihres Chefs zu unter­zeich­nen. Ergänzt wer­den müss­te die­ser Zusatz um die For­mu­lie­rung „für die Rich­tig­keit“, wenn Sie nicht über eine Unter­schrifts­voll­macht ver­fü­gen. Doch die­se Rege­lung ist auf gar kei­nen Fall emp­feh­lens­wert, da kaum jemand sie kennt und sie sehr alt­mo­disch wirkt. Aber auch der Zusatz „nach Dik­tat ver­reist“ ist kei­ne emp­feh­lens­wer­te Art zu unter­schrei­ben. Ein sol­cher Brief wirkt unper­sön­lich. Der Ver­fas­ser hat es nicht ein­mal für nötig gehal­ten, selbst zu unter­schrei­ben. War­um nicht? Das könn­te sich der Emp­fän­ger fra­gen – zu recht. Außer­dem: Taucht häu­fi­ger ein „nach Dik­tat ver­reist“ auf, könn­te man sich eben­falls fra­gen, wann der Betref­fen­de über­haupt ein­mal in sei­nem Büro ist.

Wenn kei­ne ande­re Mög­lich­keit: ohne Namen.

H: Hervorhebungen gemäß DIN 5008

Zen­trie­ren

Ein­rü­cken

Wech­sel der Schrift­grö­ße

Wech­sel der Schrift­art

Wech­sel der Schrift­far­be

Fett­druck

Anfüh­rungs­zei­chen

Kur­siv­schrift

GROSSBUCHSTABEN (Ver­sa­li­en)

Unter­strei­chen. Das Unter­strei­chen beginnt unter dem ers­ten und endet unter dem letz­ten Zei­chen des her­vor­zu­he­ben­den Teils. Die­se Her­vor­he­bungs­art wur­de an der Schreib­ma­schi­ne bevor­zugt. Anstel­le des Unter­strei­chens soll­ten Sie heu­te ande­re Her­vor­he­bun­gen, zum Bei­spiel Fett­schrift, Kur­siv­schrift oder Far­be, bevor­zu­gen, weil die Unter­län­gen, zum Bei­spiel bei g, q, p, weder gestreift noch geschnit­ten wer­den soll­ten. Das gilt aber nicht für Hyper­links.

I: IBAN und BIC gemäß DIN 5008

Bank­leit­zahl, natio­nal (BLZ): Glie­de­rung von links nach rechts: zwei Drei­er- und eine Zwei­er­grup­pe:

BLZ 343 565 20

Bank­leit­zahl, inter­na­tio­nal (BIC): wird nicht geglie­dert.

Kon­to­num­mer: Glie­de­rung von rechts nach links: Drei­er­grup­pen, Rest in Ein­zel­zif­fern:

Kon­to­num­mer 1 577 383

IBAN (Inter­na­tio­na­le Kon­to­num­mer): Glie­de­rung von links nach rechts in Vie­rer­grup­pen:

IBAN DE86 2203 0048 0032 0772 00

IBAN AT61 8803 7756 0027 6811

J: Jahreszahlen und Datumsangaben gemäß DIN 5008

Die Jah­res­zahl soll immer vier­stel­lig geschrie­ben wer­den (also nicht: 12.04.12).

Vier Schreib­wei­sen sind mög­lich:

Nume­risch (natio­nal): 03.04.2012

Alpha­nu­me­risch, Lang­form: 3. April 2012 (ein­stel­li­ge Tag­an­ga­ben ent­hal­ten kei­ne Null vor­weg)

Alpha­nu­me­risch, Kurz­form: 3. Apr. 2011 (nicht im Fließ­text ver­wen­den)

Nume­risch (inter­na­tio­nal): 2012-04-03 (Ach­tung: Miss­ver­ständ­nis­se mög­lich!)

Ort, den ist nicht mehr aktu­ell.

K: Kommas und andere Satzzeichen gemäß DIN 5008

Gene­rell: Vor einem Satz­zei­chen kein Leer­schritt, danach ein Leer­schritt.

Nach „.“, „?“ und „!“ wird groß wei­ter­ge­schrie­ben. Aus­nah­me: Nach einem Dop­pel­punkt wird nur nach einem selbst­stän­di­gen Satz groß wei­ter­ge­schrie­ben.

Der Gedan­ken­strich löst Ein­schü­be aus dem Satz­ge­fü­ge her­aus. Der Leser kann den Ein­schub – zunächst – über­flie­gen und den Satz ohne die­ses Detail erfas­sen.

Klam­mern geben Hin­wei­se auf die Hier­ar­chie: Was in Klam­mern steht, ist für das Ver­ständ­nis (im Moment) zweit­ran­gig.

Das Semi­ko­lon (Strich­punkt) hat eine Mit­tel­stel­lung zwi­schen Punkt und Kom­ma: Der Punkt trennt stär­ker als das Semi­ko­lon; das Kom­ma trennt schwä­cher als das Semi­ko­lon.

Gehen Sie spar­sam mit Fra­ge­zei­chen um, oft wirkt es auf­dring­lich, die Wir­kung nutzt sich ab.

Der Dop­pel­punkt spart Neben­sät­ze und Bin­de­wör­ter und schafft Klar­heit und Über­sicht­lich­keit. Er wirkt als Signal und lenkt die Auf­merk­sam­keit auf das Fol­gen­de.

Das Aus­ru­fe­zei­chen dient zur Bekräf­ti­gung, kann aber schnell aggres­siv wir­ken. Rei­hen Sie auf kei­nen Fall meh­re­re Aus­ru­fe­zei­chen hin­ter­ein­an­der!

L: Leerzeichen gemäß DIN 5008

Das Leer­zei­chen spielt eine gro­ße Rol­le – benut­zen Sie immer das geschütz­te Leer­zei­chen. Das Glei­che gilt für das Tren­nungs­zei­chen, auch wenn sie nicht oft tren­nen sol­len.

M: Mengen- und Maßangaben gemäß DIN 5008

Grund­sätz­lich Leer­schritt vor der Ein­heit.

300 km

4 000 St.

0,123 kg

N: Nummerierungen bei Aufzählungen und Gliederung gemäß DIN 5008

Plat­zie­ren Sie Sei­ten­num­me­rie­run­gen zen­triert in der Kopf­zei­le. In der Fuß­zei­le wei­sen Sie durch „…“, also drei Punk­te, dar­auf hin, dass noch eine wei­te­re Sei­te folgt (rechts­bün­di­ge Plat­zie­rung). Zwi­schen Text und Sei­ten­kenn­zeich­nung steht min­des­tens eine Leer­zei­le.

Vor einer Auf­zäh­lung und nach einer Auf­zäh­lung ist eine Leer­zei­le (Auf­zäh­lungs­zei­chen aus einem Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gramm kön­nen ver­wen­det wer­den). Mehr­zei­li­ge Auf­zäh­lungs­glie­der soll man durch Leer­zei­len tren­nen. Auf­zäh­lun­gen kön­nen auch mehr­stu­fig sein.

Bei Inhalts­ver­zeich­nis­sen und Über­schrif­ten begin­nen alle Abschnitts­num­mern an der­sel­ben Flucht­li­nie; die Abschnitts­über­schrif­ten fol­gen nach min­des­tens zwei Leer­zei­chen an einer wei­te­ren Flucht­li­nie.

O: Optik – Blocksatz oder Flattersatz gemäß DIN 5008

Ver­wen­den Sie in Ihrer Kor­re­spon­denz nie den Block­satz. Er ist den Print­me­di­en vor­be­hal­ten und eig­net sich eher für Bücher und Zei­tun­gen als für Ihre täg­li­che Kor­re­spon­denz.

Der Grund: Ein Block­satz ist durch sein ein­heit­li­ches Schrift­bild wesent­lich schlech­ter zu lesen als der Flat­ter­satz.

P: PS gemäß DIN 5008

PS = Post­skrip­tum

PS + Dop­pel­punkt (Ach­tung: NICHT P.S.)

Werb­li­che Ele­men­te, zum Bei­spiel „PS:“ oder „Übri­gens:“ füh­ren Sie nach min­des­tens einer Leer­zei­le unter dem Ende des Geschäfts­brie­fes auf.

Q: Quellen und Zitate gemäß DIN 5008

Regeln für Quel­len und Zita­te wer­den nicht in der 5008 gere­gelt, son­dern in der DIN 1505 …

R: Rechen- und Sonderzeichen gemäß DIN 5008

Rechen­zei­chen: Vor und hin­ter jedem Rechen­zei­chen ist ein Leer­schritt.

333 + 50 = 385

x · y > 300

Maß­stab: 1 : 10 000

Der Bruch­strich bil­det eine Aus­nah­me:

5/4 = 1 1/4

Anfüh­rungs­zei­chen: Hier ist ein Leer­schritt vor und nach dem Block ein­zu­fü­gen.

Die Sport­grup­pe „Fit durch Trai­ning“ trifft sich jeden Frei­tag.

Anfüh­rungs­zei­chen, hal­be: Sie wer­den inner­halb von Anfüh­rungs­zei­chen ver­wen­det:

Er zitier­te den Trai­ner: „Die Sport­grup­pe ‚Fit durch Trai­ning‘ trifft sich jeden Frei­tag.“

Unter­füh­rungs­zei­chen bei Wort­wie­der­ho­lun­gen: Sie sind unter den ers­ten Buch­sta­ben jedes Wor­tes zu set­zen.

Zei­chen für geboren/gestorben:

Wolf­gang Theo­phi­lus Mozart: * 27.01.1756, † 05.12.1971

Grad­zei­chen:

Tem­pe­ra­tu­ren im Win­ter: zwi­schen -25 °C und -10 °C

Aber: ein Win­kel von 90°

S: Layout – Schriftgröße und Schriftart gemäß DIN 5008

Schrift­art: Ver­wen­den Sie kei­ne aus­ge­fal­le­ne Schrift­art, son­dern kla­re, gut les­ba­re Schrif­ten (abhän­gig von CI).

Schrift­grö­ße: Ver­wen­den Sie kei­ne Schrift klei­ner als zehn Punkt. Für das Anschrif­ten­feld erlaubt die DIN auch acht Punkt.  Zwölf-Punkt-Schrift ist eine emp­feh­lens­wer­te Grö­ße. Ver­grö­ßern Sie die Schrift nicht. Bei Platz­pro­ble­men: aus­nahms­wei­se elf Punkt.

T: Telefonnummern gemäß DIN 5008

Tele­fon­num­mern sind nach Funk­tio­nen mit einem (geschütz­ten) Leer­schritt getrennt:

Lan­des­vor­wahl, Orts­netz­kenn­zahl, Anschluss

Die Durch­wahl­num­mer wird mit einem „-“ ange­fügt:

089 5023788-12

Vor der Lan­des­vor­wahl steht ein „+“:

+49 89 5023788-12

U: Uhrzeit gemäß DIN 5008

Jeweils zwei­stel­lig, Dop­pel­punkt ohne Leer­schritt, abschlie­ßend ein Leer­schritt und “Uhr”.

16:00 Uhr

16:20:23 Uhr

„Uhr“ wird nicht durch „h“ ersetzt!

V: Verteiler und Anlagenvermerk gemäß DIN 5008

Anlage/Anlagen

Zwei Leer­zei­len zur Unter­schrift

Kein Dop­pel­punkt

Her­vor­he­bung mit Fett­druck mög­lich

Auf­zäh­lung nicht not­wen­dig, aber kun­den­ori­en­tiert (dann Fett­druck)

Ver­tei­ler: Gele­gent­lich ist es erfor­der­lich, am Ende eines Schrei­bens einen Ver­tei­ler auf­zu­füh­ren. Außer den gestal­te­ri­schen Aspek­ten, die in der DIN gere­gelt sind, steht häu­fig fol­gen­de Fra­ge im Vor­der­grund: In wel­cher Rei­hen­fol­ge führt man die Damen und Her­ren des Ver­tei­lers auf?

Ent­schei­den Sie sich für eine rein alpha­be­ti­sche Rei­hen­fol­ge – auch wenn der Vor­stands­vor­sit­zen­de und eine Dame mit zum Ver­tei­ler gehö­ren. Das Alpha­bet ent­schei­det über die Rei­hen­fol­ge der auf­ge­führ­ten Namen, weil das für jeden Leser am über­sicht­lichs­ten ist. Nen­nen Sie im Ver­tei­ler jeweils die Vor- und Zuna­men. Das wirkt per­sön­li­cher. Die alpha­be­ti­sche Rei­hen­fol­ge rich­tet sich nach dem Nach­na­men.

W: Word – Professionelle Briefe nach DIN erstellen

Selbst­ver­ständ­lich gibt es auch Vor­la­gen für Word.

X: XXL: Was die DIN nicht verrät – Einige Zusatztipps

Ste­hen oben jeweils an der ent­spre­chen­den Stel­le (zum Bei­spiel Anre­de von Herr/Herrn, …)

Y: Youtube & Co. – Online-Anleitungen zur DIN 5008

Z: Zahlen und Ziffern gemäß DIN 5008

Dezi­ma­le Tei­lun­gen wer­den mit einem Kom­ma gekenn­zeich­net.

Zah­len im Fließ­text: bis Zwölf mit Buch­sta­be; ab 13 mit Zif­fern (kei­ne Norm!).

Gro­ße Zah­len: drei­stel­li­ge Glie­de­rung mit Leer­schritt.

0,343 99

22 878

Geld­be­trä­ge: drei­stel­li­ge Glie­de­rung mit Punkt. Wäh­rungs­be­zeich­nun­gen vor und hin­ter dem Betrag erlaubt.

3.879,50 € (im Text bes­ser) oder

€ 20,00 (bei unter­schied­li­chen Wäh­run­gen)

23,00 EUR oder EUR 33,50