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Die Kam­pa­gne „Gesun­de Arbeits­plät­ze – für jedes Alter“ will dar­an erin­nern, dass die jün­ge­ren Arbeit­neh­mer von heu­te die älte­ren Arbeit­neh­mer von mor­gen sind.

Rund 70 Pro­zent der Berufs­tä­ti­gen in Deutsch­land duzen ihre Kol­le­gen. Gra­fik: obs/Indeed Deutsch­land GmbH/Indeed.com

Gesundheit für alle

Siche­re und gesun­de Arbeits­be­din­gun­gen wäh­rend des gesam­ten Erwerbs­le­bens zah­len sich für Arbeit­neh­mer, Unter­neh­men und die Gesell­schaft aus. So lau­tet die Bot­schaft der nun gestar­te­ten Kam­pa­gne „Gesun­de Arbeits­plät­ze – für jedes Alter“ der Euro­päi­schen Agen­tur für Sicher­heit und Gesund­heit am Arbeits­platz. Sie will dar­an erin­nern, dass die jün­ge­ren Arbeit­neh­mer von heu­te die älte­ren Arbeit­neh­mer von mor­gen sind.

Wer steht, ist produktiver

Sitz-Steh-Tische sind nicht nur gut für den Kör­per, son­dern auch für die Pro­duk­ti­vi­tät. Das hat die Texas A&M Health Sci­ence Cen­ter School of Public Health her­aus­ge­fun­den. Über sechs Mona­te hin­weg wur­den Ange­stell­te in einem Call­cen­ter beob­ach­tet. Ergeb­nis: Die­je­ni­gen, die über einen Sitz-Steh-Arbeits­platz ver­füg­ten, waren um 46 Pro­zent pro­duk­ti­ver als jene an einem nicht höhen­ver­stell­ba­ren, gemes­sen an der Zahl erfolg­rei­cher Tele­fo­na­te pro Stun­de.

E-Mails verboten

Nie wie­der Dienst-E-Mails nach Fei­er­abend? In Frank­reich könn­te es das bald geben. Das Maß­nah­men­pa­ket der hoch umstrit­te­nen geplan­ten Arbeits­markt­re­form sieht vor, dass das Bear­bei­ten von beruf­li­chen E-Mails nach Fei­er­abend und am Wochen­en­de ver­bo­ten wird. Das soll für alle Unter­neh­men mit mehr als 50 Mit­ar­bei­tern gel­ten und die nega­ti­ven gesund­heit­li­chen und psy­chi­schen Aus­wir­kun­gen der stän­di­gen Erreich­bar­keit ein­däm­men.

Berlin ist Spitze, I

Ber­lin ist die Stadt in Deutsch­land mit den meis­ten Büro­ar­beits­plät­zen: 879.000 gibt es dort. Wird die Bevöl­ke­rungs­zahl der Stadt- und Land­krei­se mit ein­be­zo­gen, führt Frank­furt am Main das Ran­king an. Die Anzahl der Büro­ar­beits­plät­ze, die es ins­ge­samt in Deutsch­land gibt, hat sich in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren um knapp 16 Pro­zent erhöht – auf aktu­ell 17,6 Mil­lio­nen. Das hat das Insti­tut für Han­dels­for­schung Köln ver­kün­det.

Berlin ist Spitze, II

Ber­lin ist welt­weit auch die wich­tigs­te Kon­gress­stadt. 195 Kon­gres­se fan­den dort im ver­gan­ge­nen Jahr laut dem jähr­li­chen Ran­king der Inter­na­tio­nal Con­gress and Con­ven­ti­on Asso­cia­ti­on (ICCA) statt. Auf Platz zwei folgt Paris (186 Ver­an­stal­tun­gen), Bar­ce­lo­na mit 180 Ver­an­stal­tun­gen auf Platz drei. Erst auf Rang sie­ben taucht mit Sin­ga­pur eine außer­eu­ro­päi­sche Desti­na­ti­on auf.

Jung – und ausgebrannt

Beschäf­tig­te zwi­schen 15 und 19 Jah­ren feh­len nach Anga­ben der Tech­ni­ker Kran­ken­kas­se mit 11,9 Tagen im Jahr sta­tis­tisch gese­hen deut­lich weni­ger als der Bun­des­durch­schnitt (15,4 Tage). Mit 2,2 Krank­schrei­bun­gen pro Kopf fal­len sie aber dop­pelt so häu­fig wie die über 40-Jäh­ri­gen aus. Mehr als ein Drit­tel (35 Pro­zent) der Jun­gen fühlt sich schon gestresst und aus­ge­brannt. Fast jeder drit­te Berufs­star­ter hat öfter oder stän­dig Rücken­pro­ble­me.

Du, Chef …

Rund 70 Pro­zent der Berufs­tä­ti­gen in Deutsch­land duzen ihre Kol­le­gen. Das ergab eine Befra­gung der Job-Web­sei­te Inde­ed. Ein Vier­tel nutzt unter­schied­li­che Anre­den für Kol­le­gen: Das Du wech­selt sich mit dem Sie ab – je nach­dem, mit wem man spricht. Ledig­lich 3,8 Pro­zent der Befrag­ten sie­zen alle Kol­le­gen. In etwa der Hälf­te der deut­schen Unter­neh­men ent­schei­det die Hier­ar­chie­stu­fe über Du oder Sie.

Hierarchiedenken ist out

Knapp 90 Pro­zent der Arbeit­neh­mer in Deutsch­land sind der Mei­nung, dass die neue digi­ta­le Arbeits­welt mit den bestehen­den Struk­tu­ren des eige­nen Unter­neh­mens nicht zu meis­tern ist. Knapp 60 Pro­zent for­dern, das star­re Hier­ar­chie­den­ken auf­zu­lö­sen. Gut jeder Vier­te stellt sogar die tra­di­tio­nel­le Rol­le der Füh­rungs­kräf­te grund­sätz­lich infra­ge. Das sind Ergeb­nis­se der Stu­die „Digi­ta­le Agen­da 2020 – Human Resour­ces“ des IT-Dienst­leis­ters CSC.

Kühlen Kopf bewahren

Wäh­rend der Som­mer­hit­ze müs­sen bei der Arbeit Schutz­maß­nah­men ergrif­fen wer­den. So ver­lan­gen es Arbeits­schutz­ge­setz und Arbeits­stät­ten­ver­ord­nung. Aber wie? Die Bun­des­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin (BAuA) infor­miert im neu­en Falt­blatt „Som­mer­hit­ze im Büro“, was Arbeit­neh­mer und -geber tun kön­nen: von Son­nen­schutz über locke­re Klei­der­ord­nung und Ven­ti­la­to­ren bis zu fle­xi­blen Arbeits­zei­ten.

Ungesunde Businesstrips

Rund 80 Pro­zent der Geschäfts­rei­sen­den arbei­ten nach ihren Ter­mi­nen noch am Abend. Eben­so vie­le geben an, dass ihnen auf Rei­sen die Zeit für das gewohn­te Sport­pro­gramm fehlt, 77 Pro­zent bekla­gen weni­ger Bewe­gung als üblich. So die Stu­die „Chef­sa­che Busi­ness Tra­vel 2016“ von Tra­vel Manage­ment Com­pa­nies im Deut­schen Rei­se­ver­band. Mit stress­frei­en Rei­se­ver­bin­dun­gen, Hotels mit Fit­ness­räu­men und Leih­rad statt Taxi lie­ße sich ein Aus­gleich schaf­fen.