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Smarte Office-Hacks #6: Tipps für eine entspannte Rückkehr ins Büro nach dem Urlaub

Gut erholt aus dem Urlaub zurück ins Büro. Doch wie gelingt der Wie­der­ein­stieg ohne E-Mail-Cha­os, Ter­min­flut und den gefürch­te­ten „Post-Urlaubs-Stress“? Die­ser Fra­ge geht Office­ma­nage­ment-Exper­tin Mela­nie Habel im sechs­ten Teil ihrer Kolum­ne nach.

Melanie Habel ist Officemanagement-Enthusiast und virtuelle Assistentin mit über 20 Jahren Erfahrung, davon viele Jahre in unterschiedlichen Assistenzrollen. Mit Organisationstalent, Diskretion und einem feinen Menschengespür unterstützte Teams und Führungskräfte. Heute begleitet sie Unternehmen bei ihren Office-Herausforderungen und begeistert in Seminaren mit praxisnahen Tipps zu Office-Hacks, Selbstmanagement und KI-Tools. Abbildung: Romy S Fotografie

Die Office­ma­nage­ment-Enthu­si­as­tin Mela­nie Habel ist mit über 20 Jah­ren Erfah­rung als vir­tu­el­le Assis­ten­tin tätig und gibt Semi­na­re zum Ein­satz von KI im Assis­tenz­be­ruf. Abbil­dung: Romy S Fotografie

Die Erho­lung aus dem Urlaub hält oft nur bis zum ers­ten Blick in den Kalen­der oder ins E-Mail-Post­fach. Ter­mi­ne, Rück­fra­gen und auf­ge­lau­fe­ne Auf­ga­ben sor­gen schnell dafür, dass der Arbeits­all­tag mit vol­ler Wucht zurück­kehrt. Dabei muss der Wie­der­ein­stieg kei­nes­wegs im Cha­os enden. Ent­schei­dend ist, die Rück­kehr nicht erst nach dem Urlaub zu orga­ni­sie­ren, son­dern bereits meh­re­re Wochen vor der Abreise.

#1 Standard statt Improvisation

Eine struk­tu­rier­te Urlaubs­rück­kehr beginnt idea­ler­wei­se etwa vier Wochen vor Urlaubs­be­ginn. Wer wie­der­keh­ren­de Vor­be­rei­tungs­schrit­te in einer fes­ten Check­lis­te bün­delt, muss nicht jedes Mal neu über­le­gen, wel­che Auf­ga­ben noch zu erle­di­gen sind. Digi­ta­le Auf­ga­ben­ma­nage­ment-Sys­te­me wie Asa­na oder ver­gleich­ba­re Lösun­gen eig­nen sich dafür eben­so wie klas­si­sche Checklisten.

Der eigent­li­che Mehr­wert liegt dabei weni­ger im ein­ge­setz­ten Werk­zeug als in der Stan­dar­di­sie­rung. Sind alle Vor­be­rei­tungs­schrit­te ein­mal defi­niert, las­sen sie sich vor jeder Aus­zeit zuver­läs­sig wie­der­ver­wen­den. Das redu­ziert Pla­nungs­auf­wand und mini­miert das Risi­ko, wich­ti­ge Details zu vergessen.

#2 Erwartungen bewusst steuern

Zur Vor­be­rei­tung gehört auch eine trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on. Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen soll­ten das tat­säch­li­che Rück­kehr­da­tum ken­nen. Eben­so sinn­voll kann es sein, die auto­ma­ti­sche Abwe­sen­heits­no­tiz ein oder zwei Tage über den ers­ten Arbeits­tag hin­aus aktiv zu las­sen. Dadurch ent­steht zusätz­li­cher Hand­lungs­spiel­raum, ohne unmit­tel­bar neue Erwar­tun­gen an die Erreich­bar­keit zu wecken.

Eben­so emp­fiehlt es sich, regu­lä­re Auf­ga­ben und Wie­der­vor­la­gen bewusst erst ab dem drit­ten Arbeits­tag ein­zu­pla­nen. Die ers­ten bei­den Tage blei­ben dadurch frei für The­men, die sich wäh­rend der Abwe­sen­heit ent­wi­ckelt haben und nun kurz­fris­tig Auf­merk­sam­keit erfordern.

#3 Puffer schaffen statt den Kalender füllen

Ein vol­ler Kalen­der signa­li­siert zwar Beschäf­ti­gung, ver­hin­dert jedoch häu­fig einen geord­ne­ten Wie­der­ein­stieg. Des­halb lohnt es sich, die ers­ten bei­den Arbeits­ta­ge bereits vor dem Urlaub mit ganz­tä­gi­gen Kalen­der­ein­trä­gen zu blo­ckie­ren. Ste­hen die­se auf „Gebucht“, sinkt die Wahr­schein­lich­keit, dass sich kurz­fris­tig Bespre­chun­gen oder fremd­be­stimm­te Ter­mi­ne einschleichen.

Bleibt mehr Zeit als erwar­tet, kön­nen vor­be­rei­te­te Auf­ga­ben jeder­zeit vor­ge­zo­gen wer­den. Die bewusst geschaf­fe­nen Frei­räu­me füh­ren also kei­nes­wegs zu Leer­lauf, son­dern ermög­li­chen fle­xi­bles Arbei­ten ent­spre­chend der tat­säch­li­chen Situa­ti­on nach der Rückkehr.

#4 Wissen in Etappen übernehmen

Eben­so wich­tig wie freie Zeit ist eine struk­tu­rier­te Über­ga­be. Statt sämt­li­che Infor­ma­tio­nen in einem ein­zi­gen Gespräch auf­zu­neh­men, kön­nen bereits vor dem Urlaub zwei fes­te Aus­tausch­ter­mi­ne mit der Ver­tre­tung ver­ein­bart wer­den – jeweils am ers­ten und zwei­ten Arbeits­tag. Der ers­te Ter­min dient dem Über­blick über die wich­tigs­ten Ent­wick­lun­gen, der zwei­te ermög­licht Ver­tie­fung, Rück­fra­gen und eine gemein­sa­me Priorisierung.

Eine stan­dar­di­sier­te Über­ga­be­struk­tur erleich­tert die­sen Pro­zess zusätz­lich. Wer­den Auf­ga­ben, Ent­schei­dun­gen und offe­ne Punk­te kon­se­quent doku­men­tiert, ver­kürzt sich die Ein­ar­bei­tungs­zeit nach dem Urlaub erheb­lich und wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen gehen sel­te­ner verloren.

#5 Erholung bewusst erhalten

Eine gut vor­be­rei­te­te Rück­kehr ver­folgt nicht das Ziel, mög­lichst vie­le Auf­ga­ben am ers­ten Arbeits­tag zu erle­di­gen. Viel­mehr geht es dar­um, den Erho­lungs­ef­fekt des Urlaubs mög­lichst lan­ge zu bewah­ren und den Wie­der­ein­stieg rea­lis­tisch zu gestal­ten. Nie­mand kann sämt­li­che Ent­wick­lun­gen einer mehr­tä­gi­gen Abwe­sen­heit inner­halb weni­ger Stun­den aufarbeiten.

Wer Prio­ri­tä­ten neu bewer­tet, aus­rei­chend Puf­fer ein­plant und Rou­ti­nen eta­bliert, star­tet ent­spann­ter in den Arbeits­all­tag. Häu­fig ent­steht dadurch sogar die Mög­lich­keit, den Lap­top an den ers­ten Tagen wie­der etwas frü­her zu schlie­ßen – ein klei­ner, aber wir­kungs­vol­ler Bei­trag, um die Erho­lung nicht unmit­tel­bar wie­der zu verlieren.

Erst wenn die­ser orga­ni­sa­to­ri­sche Über­blick geschaf­fen ist, lohnt sich der Blick auf das E-Mail-Post­fach. Doch auch dort ent­schei­det nicht Geschwin­dig­keit über den Erfolg, son­dern die rich­ti­ge Stra­te­gie. Wel­che Vor­ge­hens­wei­sen sich für eine effi­zi­en­te E-Mail-Sich­tung nach län­ge­rer Abwe­sen­heit bewährt haben, ist The­ma einer wei­te­ren Fol­ge die­ser Serie.

Check-Box: Fünf Prin­zi­pi­en für eine gelun­ge­ne Urlaubsrückkehr

#1: Die Vor­be­rei­tung beginnt idea­ler­wei­se bereits vier Wochen vor dem Urlaub.
#2: Wie­der­keh­ren­de Auf­ga­ben in einer fes­ten Urlaubs-Check­lis­te dokumentieren.
#3: Das tat­säch­li­che Rück­kehr­da­tum kom­mu­ni­zie­ren und die Abwe­sen­heits­no­tiz ein bis zwei Tage län­ger aktiv lassen.
#4: Die ers­ten bei­den Arbeits­ta­ge als Puf­fer reser­vie­ren und mög­lichst frei von Mee­tings halten.
#5: Wie­der­vor­la­gen erst ab dem drit­ten Arbeits­tag ter­mi­nie­ren und die Über­ga­be mit der Ver­tre­tung struk­tu­riert in zwei Etap­pen gestalten.


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