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Bitkom-Umfrage zu KI und Nachhaltigkeit

Laut Bit­kom soll sich KI zu einem Haupt­fak­tor für mehr Kli­ma­schutz in der deut­schen Wirt­schaft ent­wi­ckeln. Dabei gibt es dem Digi­tal­ver­band zufol­ge gro­ße Beden­ken in Bezug auf den Ener­gie­ver­brauch von KI-Modellen.

52 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass KI klimaschonende Geschäftsmodelle ermöglicht. Abbildung: HayDimitry, Depositphotos

52 Pro­zent der Befrag­ten gehen davon aus, dass KI kli­ma­scho­nen­de Geschäfts­mo­del­le ermög­licht. Abbil­dung: Hay­Di­mit­ry, Depositphotos

Befragt wur­den über 600 Unter­neh­men in Deutsch­land mit mehr als 20 Mit­ar­bei­ten­den im Zeit­raum Ende Sep­tem­ber bis Ende Okto­ber 2025. Die Umfra­ge wur­de von Bit­kom Rese­arch im Auf­trag des Digi­tal­ver­ban­des Bit­kom durch­ge­führt. Laut den Stu­di­en­ergeb­nis­sen erwar­ten aktu­ell zwei Drit­tel der Unter­neh­men in Deutsch­land (67 Pro­zent), dass KI einen Bei­trag zur Reduk­ti­on von CO2-Emis­sio­nen leis­ten wird. Mehr als die Hälf­te (52 Pro­zent) geht davon aus, dass KI neue, kli­ma­scho­nen­de Geschäfts­mo­del­le ermög­licht, und 84 Pro­zent der Unter­neh­men sehen KI als Chan­ce für Kli­ma­schutz und Nachhaltigkeit.

Dem steht der hohe Ener­gie­ver­brauch der KI gegen­über, den 83 Pro­zent als pro­ble­ma­tisch anse­hen. Fast eben­so vie­le Befrag­te (82 Pro­zent) mah­nen, Unter­neh­men soll­ten beim Ein­satz von KI immer auch die The­men Res­sour­cen­scho­nung und Ener­gie­ver­brauch im Blick haben. Ent­spre­chend hoch sind die Erwar­tun­gen an KI auch über den kon­kre­ten Ein­satz in den Unter­neh­men hin­aus. 85 Pro­zent gehen davon aus, dass KI hel­fen wird, Kli­ma­ri­si­ken bes­ser vorherzusagen.

Konferenz statt Reisen

Unter­neh­men set­zen digi­ta­le Maß­nah­men ein, um Ener­gie zu spa­ren und nach­hal­ti­ger zu wirt­schaf­ten, so der Bit­kom. Am wei­tes­ten ver­brei­tet sind der weit­ge­hen­de Papier­ver­zicht so­wie das Anschaf­fen ener­gie­ef­fi­zi­en­ter Hard­ware (59 Pro­zent). 54 Pro­zent set­zen auf Video­kon­fe­ren­zen statt Dienst­rei­sen und 47 Pro­zent berück­sich­ti­gen Nach­hal­tig­keits­kri­te­ri­en beim Ein­kauf digi­ta­ler Pro­duk­te und Ser­vices. Auch Arbeits­mo­del­le tra­gen zur Reduk­ti­on von Emis­sio­nen bei, so der Bit­kom. 44 Pro­zent der befrag­ten Unter­neh­men erlau­ben die pri­va­te Nut­zung von Dienst­geräten, um Res­sour­cen ein­zu­spa­ren, und 40 Pro­zent ermög­li­chen Home­of­fice. Dar­über hin­aus inves­tie­ren Unter­neh­men ver­stärkt in digi­ta­le Lösun­gen zum Sen­ken des Ener­gie­ver­brauchs: 57 Pro­zent set­zen eine der gän­gi­gen digi­ta­len Effi­zi­enz­maß­nah­men ein – am häu­figs­ten intel­li­gen­te Beleuch­tung (37 Pro­zent), gefolgt von smar­ter Hei­zungs­steue­rung (21 Pro­zent) und digi­ta­len Verbrauchs­auswertungen wie Strom- oder Heiz­kos­ten-Apps (20 Prozent).

Zukunft Refurbished-IT

Ein Nach­hal­tig­keits­he­bel in Unter­neh­men ist dem Bit­kom zufol­ge der Ein­satz von Refur­bis­hed-IT, also wie­der­auf­be­rei­te­ter Hard­ware. Noch zei­ge sich die Wirt­schaft hier zurück­hal­tend. 60 Pro­zent der Unter­neh­men haben den Ein­satz gebrauch­ter Gerä­te bis­lang nicht in Erwä­gung gezo­gen oder nicht dar­über nach­ge­dacht. Wei­te­re 21 Pro­zent zie­hen den Ein­satz zwar in Betracht, nut­zen sie aber der­zeit nicht. Nur zehn Pro­zent set­zen bereits in Ein­zel­fäl­len auf wie­der­auf­be­rei­te­te Gerä­te und sechs Pro­zent nut­zen sie in vie­len Bereichen.

82 Pro­zent derer, die bis­lang kei­ne Refur­bis­hed-IT nut­zen, wür­den sie ein­set­zen, wenn aus­rei­chend lan­ge Garan­tien bestehen wür­den. 80 Pro­zent wür­den sie nut­zen, wenn sie lang­fris­tig mit Soft­ware- Updates ver­sorgt wer­den, und 70 Pro­zent, wenn dies steu­er­li­che oder finan­zi­el­le Vor­tei­le brin­gen wür­de. Den­noch sind 76 Pro­zent der Befrag­ten über­zeugt, dass Refur­bis­hed-IT einen wich­ti­gen Bei­trag zum Ein­spa­ren von Res­sour­cen und Roh­stof­fen leis­tet. 52 Pro­zent sehen sie als wich­ti­ges Zukunftsthema.

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