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Gamification im Arbeitsalltag: Wie spielerische Elemente Teams motivieren

Wie kön­nen im Arbeits­all­tag spie­le­ri­sche Ele­men­te Ori­en­tie­rung geben? Und wie unter­stüt­zen sie Lern­pro­zes­se und moti­vie­ren Teams, ohne dass die Arbeit künst­lich insze­niert wer­den muss? Chris­toph Lab­renz erläu­tert dies.

Wie lässt sich der Arbeitsalltag durch Gamification verbessern und wie sieht am Ende eine sinnvolle Umsetzung aus? Abbildung: Arlington Research, Unsplash

Wie lässt sich der Arbeits­all­tag durch Gami­fi­ca­ti­on ver­bes­sern und wie sieht am Ende eine sinn­vol­le Umset­zung aus? Abbil­dung: Arling­ton Rese­arch, Unsplash

Gami­fi­ca­ti­on bedeu­tet nicht, dass aus Arbeit ein Spiel wird. Gemeint ist der geziel­te Ein­satz spiel­ty­pi­scher Ele­men­te in einem beruf­li­chen Kon­text. Dazu zäh­len etwa sicht­ba­re Fort­schrit­te, Etap­pen­zie­le, Feed­back, klei­ne Her­aus­for­de­run­gen oder For­men der Anerkennung.

Gamification ist mehr als Punkte und Ranglisten

Der Nut­zen liegt vor allem dar­in, Auf­ga­ben greif­ba­rer zu machen. Gera­de im Arbeits­all­tag fehlt oft ein direk­tes Erfolgs­er­leb­nis. Wer vie­le klei­ne Auf­ga­ben erle­digt oder an lang­fris­ti­gen Pro­jek­ten arbei­tet, nimmt Fort­schritt nicht immer bewusst wahr. Genau hier kann Gami­fi­ca­ti­on hel­fen. Sie macht Ent­wick­lung sicht­bar und gibt Teams häu­fi­ger das Gefühl, voranzukommen.

Wo der Ansatz im Team sinnvoll ist

Beson­ders geeig­net ist Gami­fi­ca­ti­on dort, wo Ler­nen, Ein­ar­bei­tung oder wie­der­keh­ren­de Abläu­fe eine wich­ti­ge Rol­le spie­len. Im Onboar­ding kön­nen neue Mit­ar­bei­ten­de Schritt für Schritt durch Pro­zes­se geführt wer­den. In der Wei­ter­bil­dung hel­fen klei­ne Lern­zie­le oder kur­ze Wis­sen­schecks dabei, Inhal­te bes­ser zu verankern.

Auch in Teams mit vie­len Rou­ti­ne­auf­ga­ben kann der Ansatz sinn­voll sein. Klei­ne Zwi­schen­zie­le machen Erfol­ge sicht­bar. Gemein­sa­me von iGam­ing-Chal­lenges kön­nen zudem das Wir-Gefühl stär­ken. Das gilt vor allem dann, wenn nicht ein­zel­ne Beschäf­tig­te gegen­ein­an­der antre­ten, son­dern das Team als Gan­zes auf ein Ziel hin­ar­bei­tet. Typi­sche Ein­satz­fel­der sind zum Beispiel:

  • Onboar­ding neu­er Mitarbeitender
  • inter­ne Weiterbildung
  • Wis­sens­aus­tausch im Team
  • Gesund­heits- und Bewegungsimpulse
  • Beglei­tung von Veränderungsprozessen
  • Sicht­bar­ma­chung von Projektfortschritten

Was in der Praxis wirklich motiviert

Ent­schei­dend ist nicht der spie­le­ri­sche Effekt an sich. Es kommt viel mehr dar­auf an, dass die gewähl­ten Ele­men­te zum Arbeits­all­tag pas­sen. Nicht jede Maß­nah­me moti­viert näm­lich auto­ma­tisch: Rei­ne Punk­te­sys­te­me oder per­ma­nen­te Ran­kings wir­ken schnell ober­fläch­lich. Im schlimms­ten Fall för­dern sie nur kurz­fris­ti­gen Ehr­geiz, aber kei­ne nach­hal­ti­ge Beteiligung.

Oft funk­tio­nie­ren vor allem Mecha­ni­ken, die Ori­en­tie­rung schaf­fen. Dazu gehö­ren sicht­ba­rer Fort­schritt, kla­re Etap­pen­zie­le, kur­ze Feed­back­schlei­fen und Aner­ken­nung für Bei­trä­ge im Team. Sol­che Ele­men­te stär­ken eher das Gefühl von Kon­trol­le und Betei­li­gung als blo­ße Wett­be­werbs­lo­gik. Ein kur­zer Über­blick zeigt, wor­auf es ankommt:

Eher moti­vie­rend Eher pro­ble­ma­tisch
kla­re Zwischenziele stän­di­ger Leistungsvergleich
sicht­ba­rer Fortschritt dau­er­haf­te Ranglisten
Team-Chal­lenges Beloh­nun­gen ohne Sinn
direk­tes Feedback künst­li­cher Spieldruck
Aner­ken­nung von Lernfortschritten rei­ne Punktejagd

Wo die Risiken liegen

Gami­fi­ca­ti­on hat auch Gren­zen. Pro­ble­ma­tisch wird es immer dann, wenn aus Moti­va­ti­on stil­ler Druck wird. Wer stän­dig mit ande­ren ver­gli­chen wird, emp­fin­det ein Sys­tem schnell als Kon­trol­le. In einem sol­chen Fall ent­steht nicht mehr Betei­li­gung, son­dern eher Widerstand.

Vor allem ein zu star­ker Fokus auf Wett­be­werb kann Teams belas­ten. Wenn nur Leis­tung zählt, gera­ten Zusam­men­ar­beit und Fair­ness leicht in den Hin­ter­grund. Auch künst­lich wir­ken­de Beloh­nun­gen ver­lie­ren sehr schnell ihren Reiz. Mit­ar­bei­ten­de mer­ken meist sehr genau, ob ein Sys­tem ihnen den All­tag erleich­tert oder nur moder­ner aus­se­hen soll.

Worauf Unternehmen achten sollten

Damit Gami­fi­ca­ti­on im Arbeits­all­tag funk­tio­niert, braucht es einen kla­ren Zweck. Es reicht nicht, Punk­te, Abzei­chen oder Chal­lenges ein­zu­füh­ren. Die Maß­nah­men müs­sen ein ech­tes Pro­blem lösen oder einen kon­kre­ten Nut­zen schaf­fen. Wich­ti­ge Leit­fra­gen sind dabei:

  • Was soll sich kon­kret verbessern?
  • Hilft das Sys­tem dem Team wirk­lich im Alltag?
  • Ist die Teil­nah­me nach­voll­zieh­bar und fair?
  • Stärkt der Ansatz Zusam­men­ar­beit oder nur Konkurrenz?
  • Bleibt die Mecha­nik ein­fach und verständlich?

Je kla­rer die­se Fra­gen beant­wor­tet wer­den, des­to grö­ßer ist die Chan­ce auf Akzep­tanz. Gute Gami­fi­ca­ti­on macht Arbeit nicht bun­ter, son­dern kla­rer. Sie schafft Ori­en­tie­rung, unter­stützt Lern­pro­zes­se und kann Teams hel­fen, Rou­ti­nen struk­tu­rier­ter zu bewältigen.

Fazit: Gute Gamification unterstützt statt zu inszenieren

Gami­fi­ca­ti­on ist kein Selbst­zweck. Rich­tig ein­ge­setzt kann sie aller­dings durch­aus Teams moti­vie­ren, Lern­pro­zes­se struk­tu­rie­ren und Fort­schrit­te sicht­bar machen. Schlecht umge­setzt bleibt sie nur eine deko­ra­ti­ve Hül­le mit zusätz­li­chem Druck, die sich am Ende viel­leicht sogar nega­tiv auswirkt.

Der ent­schei­den­de Punkt ist des­halb nicht die Spiel­me­cha­nik. Viel wich­ti­ger ist, ob sie den Arbeits­all­tag wirk­lich ver­bes­sert. Genau dann kann aus einem spie­le­ri­schen Ele­ment ein prak­ti­sches Werk­zeug für den geschäft­li­chen All­tag werden.

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