TOP Das Team-Office-Prinzip, #3/6 Spaß

In sei­ner Bei­trags­rei­he wid­met sich der New-Work-Exper­te Jørn Rings, Geschäfts­füh­rer von NEU, inter­es­san­ten Aspek­ten moder­ner Büro­ar­beit. Dies­mal geht es um das The­ma Spaß.

Spielerisches Basteln ist hilfreicher Bestandteil der Prototyping-Phase im Design Thinking Foto: New Work Lab Düsseldorf / NEU – Gesellschaft für Innovation mbH

Spie­le­ri­sches Bas­teln ist hilf­rei­cher Bestand­teil der Pro­to­typ­ing-Pha­se im Design Thin­king. Abbil­dung: New-Work-Lab Düs­sel­dorf, NEU – Gesell­schaft für Inno­va­ti­on mbH

Wann haben Sie das letz­te Mal im Büro einen Lach-Flash bekom­men? So, dass Ihnen am Ende die Trä­nen in den Augen stan­den und die Kol­le­gen ein­fach mit­la­chen muss­ten. Wenn das mehr als 14 Tage her ist, soll­ten Sie drin­gend schau­en, wor­an das liegt. Home­of­fice? Urlaub? Krank­heit? Lach-All­er­gie? Alles ande­re wäre nicht gut. Das soll­ten Sie drin­gend prü­fen lassen.

Meist lachen wir im Büro über ganz zwi­schen­mensch­li­che Din­ge oder alber­nen Kram, den jemand auf dem Bild­schirm hat. Mit dem Job sel­ber hat das sel­ten zu tun. Es zahlt aller­dings mas­siv auf das Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl und das Wohl­füh­len ein. Denn mit­ein­an­der lachen ver­bin­det und sagt „du gehörst zu unse­rem Team“. Allein aus die­sem Grund ist die Team-Office-Eigen­schaft „Spaß“ im Büro schon unver­zicht­bar. Doch kann Spaß noch mehr: Er hilft uns Stress abzu­bau­en, ent­spannt zwi­schen Pha­sen der Anspan­nung und för­dert gute Ideen. Und was wir alle sowie­so wis­sen: Mit guter Lau­ne läuft es viel bes­ser. Denn Spaß motiviert.

Zum Ein­fluss von Spaß im Job gibt es mitt­ler­wei­le vie­le Stu­di­en. Sie alle bele­gen den hohen Nutz­wert und wider­le­gen das alte Bild vom Ange­stell­ten, der sei­ne Arbeit nur gut macht, wenn er kon­zen­triert und ernst bei der Sache ist. Ja, Spaß kann auch zu Feh­lern und dem Über­se­hen wich­ti­ger Details füh­ren. Und ja, er kann auch manch­mal fehl am Plat­ze sein. Doch nein, es gibt kei­nen Grund, dass Spaß nicht aktiv geför­der­ter Teil der Arbeit sein darf. Denn die Vor­tei­le über­wie­gen die Nach­tei­le. Und zwar so deut­lich, dass Unter­neh­men, die ein­mal auf for­mal geför­der­ten Spaß set­zen, das Rad nie wie­der zurückdrehen.

Das Prinzip Spaß als Werkzeug im Unternehmen

Die geziel­te Ein­bin­dung von Spaß in den Arbeits­all­tag nennt sich „Gami­fi­ca­ti­on“. Der Begriff meint nichts anders, als dass man spie­le­ri­sche Ele­men­te in einer Nicht-Spiel-Umge­bung nutzt. In die­sem Zusam­men­hang trifft man oft auf einen wei­te­ren Angli­zis­mus: Serious Games. Gemeint sind Spie­le, die sich mit der Ernst­haf­tig­keit des Arbeits­all­tags beschäf­ti­gen und die­sen unter­stüt­zen. Das alles klingt so, als wenn man sich dafür ent­schul­di­gen muss, dass man Spaß im Job hat. Viel­leicht liegt es auch ein­fach dar­an, dass Gami­fi­ca­ti­on eine noch sehr jun­ge Tech­nik ist. Erst seit weni­gen Jah­ren ver­brei­tet sich das The­ma vor­wie­gend über die Per­so­nal- und Innovationsabteilungen.

Eine simp­le Form von Gami­fi­ca­ti­on ist bei­spiels­wei­se die Wahl zum Team­play­er der Woche (mit for­mell über­ge­be­nem, hand­ge­schnitz­tem Wan­der­po­kal). Oder ein Ideen-Wett­sam­meln zwi­schen Abtei­lun­gen. Wel­ches Team in einer Woche die meis­ten Ver­bes­se­rungs­ideen ein­reicht, gewinnt einen gemein­sa­men Koch­kurs. Der Clou dabei: Jede noch so abwe­gi­ge Idee zählt. Da sta­tis­tisch nur jede 200ste Idee her­aus­ra­gend ist, för­dert der Spiel­cha­rak­ter so die Chan­ce auf ech­te Geistesblitze.

Spaß auch in der Lehre

Gami­fi­ca­ti­on ist mitt­ler­wei­le auch in der aka­de­mi­schen Leh­re ange­kom­men. Vie­le Pro­fes­so­ren und Dozen­ten nut­zen spie­le­ri­sche Ele­men­te zur Stei­ge­rung der Moti­va­ti­on und des Lern­er­fol­ges. So nut­ze ich sel­ber bei­spiels­wei­se ein Kahoot!-Quiz am Ende jeder mei­ner Vor­le­sun­gen. Im Wer-wird-Mil­lio­när-For­mat gepaart mit lus­ti­ger Musik beant­wor­ten die Stu­die­ren­den zehn Fra­gen zum bis­he­ri­gen Stoff. Der Gewin­ner oder die Gewin­ne­rin wird sym­bo­lisch gefei­ert und erhält eine Tafel Scho­ko­la­de. Die­ses klei­ne Abschluss­ri­tu­al jeder Ver­an­stal­tung ern­tet von den Stu­die­ren­den stets Top-Noten und zeigt mir neben­bei, was im Kopf mei­ner Schü­ler hän­gen geblie­ben ist und wo ich noch mal nach­ar­bei­ten muss.

Übri­gens gehö­ren neben dem Fak­tor „Spaß“ auch Pau­sen zu guter Arbeit. Wie die­se die Pro­duk­ti­vi­tät stei­gern, erfah­ren Sie in der nächs­ten Fol­ge die­ser Serie zum Team-Office-Prin­zip.

Jørn Rings, Geschäftsführer, NEU – Gesellschaft für Innovation mbH. Abbildung: NEU – Gesellschaft für Innovation mbH

Jørn Rings,

Geschäfts­füh­rer,
NEU – Gesell­schaft für Inno­va­ti­on mbH.

neu-innovation.de

 

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