Wir spra­chen mit Prof. Dr. Peter Zec, Initia­tor und CEO des Red Dot Awards, über Design, Anmel­de­kos­ten und ob es nicht mitt­ler­wei­le zu vie­le Design­prei­se gibt. Außer­dem zei­gen wir prä­mier­te Lösun­gen.

Prof. Dr. Peter Zec, Initiator und CEO des Red Dot Awards.

Prof. Dr. Peter Zec, Initia­tor und CEO des Red Dot Awards.

<b>Adapt 560 von Epos:</b> Das kabellose Design des Headsets ermöglicht bewegtes Arbeiten zu Hause oder im Büro. Der diskret designte Mikrofonarm verfügt über zwei Mikrofone, die speziell für die Aufnahme von Sprache ausgelegt sind. Vier weitere Mikrofone reduzieren Hintergrundgeräusche dank Active Noise Cancellation. Durch UC-Optimierung sowie Mehrpunkt-Konnektivität lassen sich zwei Bluetooth-Geräte koppeln und zwischen diesen wechseln.

Adapt 560 von Epos: Das kabel­lo­se Design des Head­sets ermög­licht beweg­tes Arbei­ten zu Hau­se oder im Büro. Der dis­kret design­te Mikro­fon­arm ver­fügt über zwei Mikro­fo­ne, die spe­zi­ell für die Auf­nah­me von Spra­che aus­ge­legt sind. Vier wei­te­re Mikro­fo­ne redu­zie­ren Hin­ter­grund­ge­räu­sche dank Active Noi­se Can­cel­la­ti­on. Durch UC-Opti­mie­rung sowie Mehr­punkt-Kon­nek­ti­vi­tät las­sen sich zwei Blue­tooth-Gerä­te kop­peln und zwi­schen die­sen wech­seln.

<b>Flex Collection von Steelcase: </b>Hier ist der Name Programm. Zentrales Element dieser flexiblen Kollektion sind attraktive Sitz-Steh-Tische. Dazu passend sind Stellwände, Whiteboards, Wagen und mehr erhältlich. Die einzelnen Lösungen besitzen Rollen oder sind so leicht, dass sie getragen werden können. Design trifft Flexibilität.

Flex Collec­tion von Steel­ca­se: Hier ist der Name Pro­gramm. Zen­tra­les Ele­ment die­ser fle­xi­blen Kol­lek­ti­on sind attrak­ti­ve Sitz-Steh-Tische. Dazu pas­send sind Stell­wän­de, White­boards, Wagen und mehr erhält­lich. Die ein­zel­nen Lösun­gen besit­zen Rol­len oder sind so leicht, dass sie getra­gen wer­den kön­nen. Design trifft Fle­xi­bi­li­tät.

<b>Forum von Object Carpet: </b>Die von Kathrin und Mark Patel entworfene Bodenbelagsserie bietet eine Auswahl an 18 verschiedenen Designs, deren optische Bandbreite von klassisch elegant bis zu ausgefallenen organischen Formen reicht. Es stehen vier Qualitätsstufen zur Auswahl: Strukturschlinge, Webware, Velours und Glanz Velours. Alle Forum-Qualitäten sind mit Welltex-Akustik-Plus ausgerüstet.

Forum von Object Car­pet: Die von Kath­rin und Mark Patel ent­wor­fe­ne Boden­be­lags­se­rie bie­tet eine Aus­wahl an 18 ver­schie­de­nen Designs, deren opti­sche Band­brei­te von klas­sisch ele­gant bis zu aus­ge­fal­le­nen orga­ni­schen For­men reicht. Es ste­hen vier Qua­li­täts­stu­fen zur Aus­wahl: Struk­tur­sch­lin­ge, Web­wa­re, Velours und Glanz Velours. Alle Forum-Qua­li­tä­ten sind mit Well­tex-Akus­tik-Plus aus­ge­rüs­tet.

<b>Wooom von Klöber: </b>Bereits auf der Orgatec 2018 hat er die Blicke auf sich gezogen. Der Sessel begeisterte vor allem durch Gadgets wie Massagefunktion, Sitzheizung und integrierte Beleuchtung. In diesem Jahr wurde der kleine Wooom gelauncht – und gleich mit dem Red Dot prämiert. Er überzeugt durch sein Design und den Einsatz nachhaltiger Materialien.

Wooom von Klöb­er: Bereits auf der Orga­tec 2018 hat er die Bli­cke auf sich gezo­gen. Der Ses­sel begeis­ter­te vor allem durch Gad­gets wie Mas­sa­ge­funk­ti­on, Sitz­hei­zung und inte­grier­te Beleuch­tung. In die­sem Jahr wur­de der klei­ne Wooom gelauncht – und gleich mit dem Red Dot prä­miert. Er über­zeugt durch sein Design und den Ein­satz nach­hal­ti­ger Mate­ria­li­en.

OFFICE ROXX: Herr Professor Zec, was macht gutes Design für Sie aus?

Prof. Dr. Peter Zec: Gutes Design defi­niert sich durch vier ver­schie­de­ne Fak­to­ren: Neben der pri­mä­ren Qua­li­tät des Gebrauchs spie­len die Qua­li­tä­ten der Funk­ti­on, der Ver­füh­rung und der Ver­ant­wor­tung eine bestim­men­de Rol­le für die Ent­wick­lung und Beur­tei­lung von gutem Design. Aus den genann­ten vier Aspek­ten bil­det sich bei jedem Pro­dukt eine gewis­se Form der Sym­bio­se mit unter­schied­li­chen Gewichts­an­tei­len. Bei Büro­mö­beln bei­spiels­wei­se spielt die Qua­li­tät des Gebrauchs eine wesent­li­che Rol­le. Den­noch darf die Ver­füh­rung, also der ästhe­ti­sche Aspekt, nicht ver­nach­läs­sigt wer­den. Nur so fühlt sich der Nut­zer wohl, was beim Arbei­ten ent­schei­dend für die Pro­duk­ti­vi­tät und die Kon­zen­tra­ti­on ist.

deddot award product design

Welche Designtrends zeichnen sich für Sie gerade vor allem ab?

Die Ein­fach­heit ist für mich einer der zen­trals­ten und bedeut­sams­ten Trends der Zeit. Im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung und der fort­schrei­ten­den tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lung wird es immer rele­van­ter, ein­fa­che Pro­duk­te zu schaf­fen, die trotz ihrer Kom­ple­xi­tät leicht zu bedie­nen sind. Dies lässt sich nicht nur im Tech­nik-Bereich fest­stel­len. Auch im Büro wird die schlich­te, redu­zier­te Gestal­tung von Pro­duk­ten zuneh­mend wich­ti­ger, denn sie for­ciert die Kon­zen­tra­ti­on auf die Arbeit. So wur­den 2019 bei­spiels­wei­se die Besu­cher- und Kon­fe­renz­stüh­le der WELL COLLECTION von Ahrend mit dem Red Dot: Best of the Best, der höchs­ten Aus­zeich­nung im Red Dot Award: Pro­duct Design, aus­ge­zeich­net. Das Pro­dukt hat die Jury und eben­so mich ins­be­son­de­re durch sei­ne sub­ti­le und ele­gan­te Lini­en­füh­rung begeis­tert.

Wei­ter­hin steigt die Bedeu­tung von inno­va­ti­ven und nach­hal­ti­gen Mate­ria­li­en, denn ihr Ein­satz kann tech­no­lo­gi­sche und gesell­schaft­li­che Pro­ble­me lösen. Auch im Büro­be­reich lässt sich die­ser Trend erken­nen. So erhielt der Loun­ge­ses­sel „Col­lo­di“, her­ge­stellt von Donar und gestal­tet von Andraž Šapec, einen Red Dot. Der Stuhl besteht zu 100 Pro­zent aus recy­cel­ba­ren Mate­ria­li­en. Der Rah­men ist aus lokal ange­bau­tem Buchen­holz gefer­tigt und wird mit einer Scha­le aus Filz ver­bun­den, wobei die Form aus­schließ­lich mit­hil­fe von Wär­me und Druck ent­steht. Auf Kleb­stoff wird gänz­lich ver­zich­tet.

Was im Büro­be­reich eben­so häu­fig zu beob­ach­ten ist, sind neue, inno­va­ti­ve Kon­zep­te zur För­de­rung der Ergo­no­mie. Der Büro­stuhl „ing“ von KOKUYO bei­spiels­wei­se unter­stützt den Nut­zer dabei, sich zu bewe­gen. Mit­tels eines aus­ge­klü­gel­ten Mecha­nis­mus folgt der Sitz jeder sei­ner Bewe­gun­gen, wobei sich die Gelen­ke des Stuhls ent­spre­chend anpas­sen – ähn­lich wie beim Sit­zen auf einem Gym­nas­tik­ball. So nimmt der Kör­per auf natür­li­che Art und Wei­se eine auf­rech­te Hal­tung ein. Dane­ben über­zeugt der Stuhl, der einen Red Dot: Best of the Best erhielt, durch sei­ne Redu­ziert­heit.

Wie viele Einreichungen und wie viele Auszeichnungen gab es bei Ihrem aktuellen Award?

In die­sem Jahr reich­ten Desi­gner und Her­stel­ler aus 60 Natio­nen mehr als 6.500 Pro­duk­te zum Red Dot Award: Pro­duct Design ein – so vie­le wie noch nie. Von den ange­mel­de­ten Objek­ten erhiel­ten ledig­lich 1,2 Pro­zent einen Red Dot: Best of the Best, die höchs­te Aus­zeich­nung des Wett­be­werbs. Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, dass Gestal­ter und Her­stel­ler uns, unse­rer hoch­ka­rä­ti­gen Jury und ihrem Urteil ver­trau­en.

Welche Kosten fallen für eine Anmeldung und welche bei einer Prämierung an?

Je nach Anmel­de­zeit­punkt lie­gen die Gebüh­ren für die Teil­nah­me am Red Dot Award: Pro­duct Design der­zeit zwi­schen 300 und 510 Euro. Sie wer­den erho­ben, da jedes Pro­dukt im Ori­gi­nal ange­lie­fert und für die Prä­sen­ta­ti­on im Bewer­tungs­pro­zess best­mög­lich auf­be­rei­tet wird. Wird ein Objekt aus­ge­zeich­net, so zah­len die Preis­trä­ger für das soge­nann­te „Win­ner Packa­ge“. Das Basis-Paket kos­tet dabei 3.950 Euro, falls das Pro­dukt mit einem Red Dot aus­ge­zeich­net wird. Es ermög­licht unse­ren Preis­trä­gern, ihren Erfolg inter­na­tio­nal sicht­bar zu kom­mu­ni­zie­ren und umfasst unter ande­rem die Nut­zung des Red Dot-Sie­ger­la­bels sowie die Prä­sen­ta­ti­on des Pro­dukts im Red Dot Design Year­book, online und in inter­na­tio­na­len Aus­stel­lun­gen.

Es gibt mittlerweile viele Designpreise – zu viele?

Dass es vie­le ver­schie­de­ne Wett­be­wer­be gibt, ist dar­auf zurück­zu­füh­ren, dass Design einen zuneh­mend wich­ti­ge­ren Stel­len­wert in unse­rer Gesell­schaft ein­nimmt und in immer mehr Bran­chen erfolg­reich zur Anwen­dung kommt. Durch die Viel­falt im Design haben sich berech­tig­ter­wei­se teil­wei­se stark spe­zia­li­sier­te Awards ent­wi­ckelt. Über die Aus­sa­ge­kraft und Rele­vanz der Aus­zeich­nung ent­schei­den ver­schie­de­ne Kri­te­ri­en, wie bei­spiels­wei­se die Exper­ti­se und Erfah­rung der Juro­ren, die Art und Wei­se der Bewer­tung oder die Repu­ta­ti­on und Bekannt­heit des Wett­be­werbs.

Nach dem Award ist vor dem Award: Wer kann sich bis wann zum Red Dot Award: Product Design 2021 anmelden?

Desi­gner und Her­stel­ler aus aller Welt kön­nen ihre bes­ten Pro­duk­te von Okto­ber 2020 bis Febru­ar 2021 zum Red Dot Award: Pro­duct Design 2021 anmel­den. Sowohl New­co­mer als auch mit­tel­stän­di­sche und eta­blier­te Unter­neh­men sind herz­lich zur Teil­nah­me ein­ge­la­den! Zwei Vor­aus­set­zun­gen gibt es für die Anmel­dung: Das ein­ge­reich­te Pro­dukt muss in einem indus­tri­el­len Fer­ti­gungs­pro­zess her­ge­stellt wer­den und die Markt­ein­füh­rung darf zum Zeit­punkt der Anmel­dung nicht län­ger als zwei Jah­re zurück­lie­gen.

Vie­len Dank.

Die Fra­gen stell­te Robert Nehring.