Wie glück­lich sind Arbeit­neh­mer in Deutsch­land und wel­che Fak­to­ren aus den Berei­chen Unter­neh­mens­kul­tur, Ver­gü­tung und Team-Zusam­men­ar­beit sind dafür aus­schlag­ge­bend?

Entscheidend für eine gute Unternehmenskultur: glückliche Mitarbeiter. Abbildung: Pixabay

Ent­schei­dend für eine gute Unter­neh­mens­kul­tur: glück­li­che Mit­ar­bei­ter. Abbil­dung: Pixabay

Der Arbeits­ma­nage­ment-Exper­te Wri­ke hat in sei­nem Hap­pi­ness Index 2019 unter­sucht, wie glück­lich Deut­sche bei der Arbeit sind. Laut der Befra­gung von 1.002 Arbeit­neh­mern ist der Groß­teil der Ange­stell­ten hier­zu­lan­de glück­lich: 89 Pro­zent haben ange­ge­ben, sehr zufrie­den oder über­wie­gend zufrie­den zu sein. Bei einem Ver­gleich der Genera­tio­nen zeigt sich, dass Arbeit­neh­mer aus der Genera­ti­on Z (18 bis 21 Jah­re) am glück­lichs­ten sind. Die Zufrie­den­heits­quo­te liegt dort bei 93 Pro­zent. Das ist bemer­kens­wert, gilt doch die Genera­ti­on Z als anspruchs­voll, was ihre Arbeits­be­din­gun­gen betrifft. Der Hap­pi­ness Index zeigt aber, dass ihr die­sel­ben Din­ge wich­tig sind, wie den übri­gen Alters­grup­pen in der Stu­die: Ver­gü­tung, fle­xi­ble Arbeits­zei­ten und die Sinn­haf­tig­keit der Arbeit.

Glücklich durch Kollaborationssoftware

Noch etwas höher ist das Glücks­ge­fühl, wenn Stu­di­en­teil­neh­mer für ihre täg­li­che Arbeit eine Soft­ware für kol­la­bo­ra­ti­ves Arbeits­ma­nage­ment ver­wen­den. Hier sind rund zwölf Pro­zent „sehr zufrie­den“. Zum Ver­gleich: Nur sie­ben Pro­zent der Mit­ar­bei­ter, die mit kei­ner ent­spre­chen­den Soft­ware arbei­ten, hal­ten sich selbst für sehr zufrie­den.

Gute Beziehung zu Vorgesetzten schafft Zufriedenheit

Evi­dent ist auch der Zusam­men­hang zwi­schen dem Wohl­be­fin­den und der Bezie­hung zum Vor­ge­setz­ten: Fast ein Vier­tel (24 Pro­zent) der Befrag­ten, die im Job unzu­frie­den sind, schät­zen auch die Bezie­hung zu ihrem Mana­ger als „sehr schwach“ ein, wäh­rend bei zufrie­de­nen Mit­ar­bei­tern nur ein Pro­zent eine sehr schwa­che Bezie­hung zur Füh­rungs­kraft hat. Obwohl Mill­en­ni­als als schwie­rig zu füh­ren gel­ten, bewer­ten die­se in der Umfra­ge die Bezie­hung zum Mana­ger am bes­ten: 20 Pro­zent mit „sehr gut“ und 45 Pro­zent mit „gut“.

Die Zufrie­den­heit im Job hängt auch von der Iden­ti­fi­ka­ti­on mit der Unter­neh­mens­phi­lo­so­phie ab: 47 Pro­zent der zufrie­de­nen Mit­ar­bei­ter ste­hen „voll und ganz“ hin­ter der Phi­lo­so­phie ihres Unter­neh­mens, wäh­rend 82 Pro­zent der unzu­frie­de­nen Mit­ar­bei­ter dies „gar nicht“ tun.

Positiv: Mittagspause und Team-Events

Die Deut­schen ver­brin­gen ihre Mit­tags­pau­se am liebs­ten mit ihren Kol­le­gen (36 Pro­zent). Die­se Art der Pau­sen­ge­stal­tung wirkt sich posi­tiv auf die Zufrie­den­heit aus, denn 74 Pro­zent der sehr oder über­wie­gend zufrie­de­nen Stu­di­en­teil­neh­mer ver­brin­gen so ihre Pau­se. Allei­ne essen hat die gegen­tei­li­ge Wir­kung: Von den unzu­frie­de­nen Arbeit­neh­mern nimmt die Mehr­heit (69 Pro­zent) ihr Mit­tag­essen allein am Schreib­tisch zu sich. Die Gestal­tung der Mit­tags­pau­se könn­te sich jedoch in den nächs­ten Jah­ren ändern, denn 22 Pro­zent der Genera­ti­on Z haben ange­ge­ben, sich in der Mit­tags­pau­se lie­ber mit Soci­al Media zu beschäf­ti­gen – bei den Mill­en­ni­als liegt der Wert gera­de mal bei zwölf Pro­zent.

Auch Team-Events erhö­hen das Glücks­ge­fühl: 69 Pro­zent der über­wie­gend zufrie­de­nen Befrag­ten neh­men regel­mä­ßig dar­an teil. Bei den mehr­heit­lich unzu­frie­de­nen Mit­ar­bei­tern geben 68 Pro­zent an, dass sie kei­ne Lust auf Kon­tak­te mit den Kol­le­gen außer­halb der Arbeit haben.