Jun­ge Arbeit­neh­mer wol­len orts­un­ge­bun­den und selbst­be­stimmt arbei­ten. Im Pro­jekt „Work to Go“ haben Stu­die­ren­de der AMD Aka­de­mie Mode & Design zu die­ser The­se Arbeits­um­ge­bun­gen ent­wor­fen. Das Ergeb­nis war auf der Orga­tec 2018 zu sehen.

Jedem Arbeitsbereich wurde eine Farbe zugeordnet: Office (Rosa), Home (Blau) und Freespace (Gelb). Abbildung: Brandherm + Krumrey/Joachim Grothus

Jedem Arbeits­be­reich wur­de eine Far­be zuge­ord­net: Office (Rosa), Home (Blau) und Free­space (Gelb). Abbil­dung: Brandherm + Krumrey/Joachim Gro­t­hus

Das Konzept scheint aufzugehen: flexibles Arbeiten am Messestand.  Abbildung: Brandherm + Krumrey/Joachim Grothus

Das Kon­zept scheint auf­zu­ge­hen: fle­xi­bles Arbei­ten am Mes­se­stand. Abbil­dung: Brandherm + Krumrey/Joachim Gro­t­hus

„Work to Go steht für Frei­heit und die Mög­lich­keit zu arbei­ten, wann und wo man möch­te. Work to Go bil­det eine Schnitt­stel­le zwi­schen dem, was getan wer­den muss, und dem, was wir als Indi­vi­du­um dar­aus machen. Mit Work to Go bewe­gen wir uns in die Rich­tung einer Zukunft, in der nicht mehr die Arbeit unse­ren All­tag bestimmt, son­dern unser All­tag die Arbeit.“ So haben die Stu­die­ren­den des Stu­di­en­gangs Raum­kon­zept & Design an der AMD Aka­de­mie Mode & Design ihre Visi­on umris­sen. Aus ihrer Sicht möch­ten jün­ge­re Arbeit­neh­mer Beruf und Pri­vat­le­ben ver­ei­nen, fle­xi­bel, frei und eigen­ver­ant­wort­lich arbei­ten – und das alles in einem tole­ran­ten und offe­nen Arbeits­um­feld mit fla­chen Hier­ar­chi­en. Krea­ti­vi­tät und Freu­de bei der Arbeit sei­en ihnen wich­tig, sta­tio­nä­re Struk­tu­ren möch­ten sie auf­lo­ckern und ver­netzt sowie inter­dis­zi­pli­när arbei­ten.

Bereiche für die Arbeit

Wie sich die­se Wün­sche in der Gestal­tung von Arbeits­räu­men umset­zen las­sen, zeig­ten die Stu­die­ren­den gemein­sam mit Brandherm + Krum­rey Inte­rior Archi­tec­tu­re auf einer rund 400 m² gro­ßen Flä­che auf der Orga­tec. Sie glie­der­te sich in die drei Berei­che Office, Home und Free­space. Jedem wur­de eine eige­ne Far­be zuge­ord­net. Im Zen­trum der drei Berei­che befand sich eine kreis­för­mi­ge Flä­che – der soge­nann­te Min­droom – als Raum zum Aus­tausch, für Work­shops, Vor­trä­ge und Dis­kus­sio­nen.

Das moderne Büro

Der Bereich Office soll­te eine per­fek­te Arbeits­si­tua­ti­on zei­gen – eine Umge­bung, in der die jun­ge Genera­ti­on ger­ne arbei­ten wür­de. Statt in Rei­he gestell­ter Schreib­ti­sche und Büro­stüh­le gab es ver­schie­de­ne Flä­chen, die für ver­schie­de­ne For­men der Arbeit gedacht waren: ein hoher Tisch für Grup­pen­mee­tings, Cowor­king oder Pro­jek­te; ein Schreib­tisch, an dem im Wech­sel ste­hend und sit­zend kon­zen­triert gear­bei­tet wer­den kann; eine Sitz­ecke für den ent­spann­ten Aus­tausch, dazu moder­ne Tech­nik, die die Arbeit und Prä­sen­ta­tio­nen erleich­tert. Dem Office-Bereich wur­de ein auf­ge­weck­tes Rosa zuge­ord­net, das Auf­merk­sam­keit erre­gen und auf­fal­len soll­te.

Arbeit von überall aus

Der Home-Bereich wur­de modern und gemüt­lich gestal­tet. Er soll­te bes­te Vor­aus­set­zun­gen bie­ten, um zu ent­span­nen. Dank moder­ner Tech­nik eig­net er sich zugleich für die Arbeit von zu Hau­se aus. Bestand­tei­le des Home-Bereichs waren ein Bett, eine Wohn­zim­mer­sitz­ecke mit gemüt­li­chen Sofas und Ses­seln und eine Küche. Um ein ent­spann­tes Ambi­en­te zu schaf­fen, wur­de für den Home-Bereich ein dunk­les Blau gewählt. Es soll­te gleich­zei­tig ele­gant und beru­hi­gend wir­ken. Der Free­space-Bereich schließ­lich soll­te für alles ste­hen, was nicht Büro und nicht Zuhau­se ist: ein Tag am Strand, ein Nach­mit­tag im Café oder Sport in der Frei­zeit. Zeit, die man mit sei­nen Kin­dern auf dem Spiel­platz oder im Park ver­bringt. Auch im Free­space kann dank moder­ner Tech­nik gear­bei­tet wer­den. Er leuch­tet in freund­li­chem Gelb, das anre­gend und auf­hei­ternd wir­ken soll­te.