Der Gebäu­de­so­li­tär des Kon­tor 19 steht in direk­ter Nach­bar­schaft zum pro­mi­nen­ten Ensem­ble der drei Kran­häu­ser am Köl­ner Rhein­au­ha­fen. In die­ser bin­nen­ma­ri­tim gepräg­ten Lage hat sich die Ber­ner Group eine ganz beson­de­re Büro­land­schaft gestal­ten las­sen.

Die Glasrahmen erinnern an klassische Stahlfenster der Industriearchitektur. Fotos: hell und freundlich/Lukas Palik Fotografie

Die Glas­rah­men erin­nern an klas­si­sche Stahl­fens­ter der Indus­trie­ar­chi­tek­tur. Foto: hell und freundlich/Lukas Palik Foto­gra­fie

Die Y-förmige Unterkonstruktion von unit betont den Werkbankcharakter des Tischs. Fotos: hell und freundlich/Lukas Palik Fotografie

Die Y-för­mi­ge Unter­kon­struk­ti­on von unit betont den Werk­bank­cha­rak­ter des Tischs. Foto: hell und freundlich/Lukas Palik Foto­gra­fie

Konstruktionen aus Vierkantstahl unterstützen die Leuchtenaufhängung und sind Rahmen für Zonierungsmodule sowie Regale. Fotos: hell und freundlich/Lukas Palik Fotografie

Kon­struk­tio­nen aus Vier­kant­stahl unter­stüt­zen die Leuch­ten­auf­hän­gung und sind Rah­men für Zonie­rungs­mo­du­le sowie Rega­le. Foto: hell und freundlich/Lukas Palik Foto­gra­fie

Die Schreibtische lassen sich von Sitz- auf Stehhöhe bringen. Fotos: hell und freundlich/Lukas Palik Fotografie

Die Schreib­ti­sche las­sen sich von Sitz- auf Steh­hö­he brin­gen. Foto: hell und freundlich/Lukas Palik Foto­gra­fie

Zwei Stock­wer­ke und 1.500 m² ste­hen den rund 100 Mit­ar­bei­tern des Kün­zel­sau­er Han­dels­un­ter­neh­mens an ihrem neu­en Stand­ort zur Ver­fü­gung. Die vor­mals durch enge Flu­re und klei­ne Räu­me zer­glie­der­te Gewer­be­e­ta­ge wur­de radi­kal ent­kernt. Nun stel­len Glas­trenn­wän­de Sicht­ach­sen zwi­schen den ein­zel­nen Funk­ti­ons­be­rei­chen her und sepa­rie­ren die Mit­ar­bei­ter akus­tisch, aber nicht visu­ell. „80 Pro­zent Raum und 20 Pro­zent Möbel“, beschreibt das Köl­ner Pla­nungs­bü­ro hell und freund­lich das Mischungs­ver­hält­nis sei­nes Flä­chen­re­zep­tes.

Ehrliche Materialien

Ästhe­tisch ist die beson­de­re Büro­land­schaft von einer Werk­statt inspi­riert. Damit wird Bezug auf das Geschäfts­feld des Auf­trag­ge­bers genom­men, der als klei­ne Schrau­ben­hand­lung begann. Die Glas­rah­men, die mit haus­ei­ge­ner Befes­ti­gungs­tech­nik mon­tiert wur­den, erin­nern an klas­si­sche Stahl­fens­ter der Indus­trie­ar­chi­tek­tur. Über den Tischen sei­len sich Leuch­ten an Ket­ten ab, in der Kaf­fee­kü­che ste­hen Werk­bank­ho­cker. Dabei stellt das weit­läu­fig ange­leg­te Inte­ri­eur eine Balan­ce zwi­schen indus­tri­el­ler Ästhe­tik und ein­la­den­der Ele­ganz her. Ein kon­se­quen­tes Farb­kon­zept aus Schwarz, Weiß und Natur­tö­nen hebt die Gerad­li­nig­keit des Lay­outs her­vor und ver­zich­tet bewusst auf lau­te Akzen­te. Im Vor­der­grund steht Authen­ti­zi­tät, die sich in ehr­li­chen Mate­ria­li­en und natür­lich belas­se­nen Ober­flä­chen zeigt: Brü­nier­ter Schwarz­stahl trifft auf Eiche, Glas, Leder und Beton. Die Böden sind mit Eichen­par­kett belegt.

Anklang an Werkbänke

Im modu­la­ren Möbel­sys­tem unit von plan­mö­bel (Design: Kin­zo) fin­det die­ses Gestal­tungs­kon­zept sei­ne Ent­spre­chung: Über die mar­kan­te Y-Form des Gestells des höhen­ver­stell­ba­ren Schreib­ti­sches wird eine bewuss­te Asso­zia­ti­on zur Werk­bank her­ge­stellt. Die Ent­schei­dung der Archi­tek­ten für die Aus­füh­rungs­va­ri­an­te raw, bei der die Alu­mi­ni­um­ele­men­te farb­los pul­ver­be­schich­tet sind, sowie die Wahl eines Echt­holz­fur­niers für die Tisch­plat­te unter­strei­chen die gestal­te­ri­sche Kon­sis­tenz.

Besondere Bürolandschaft mit vielfältigem Flächenkonzept

Die fle­xi­ble und kom­mu­ni­ka­ti­ve Raum­struk­tur bie­tet Pro­jekt­räu­me, Kon­fe­renz­be­rei­che, stil­le Rück­zugs­area­le, eine Cafe­te­ria mit ange­schlos­se­nem Meet-Eat- und Work-Raum sowie nicht per­so­ni­fi­zier­te Arbeits­plät­ze in offe­nen und abge­schirm­ten Berei­chen. Jeder Mit­ar­bei­ter erhält einen Cad­dy als Stau­raum für Per­sön­li­ches und eine Schreib­tisch­auf­la­ge aus Leder mit sei­nen Initia­len, die er mit Inbe­sitz­nah­me eines Arbeits­plat­zes aus­le­gen kann. So lässt sich das Büro gleich­zei­tig als gestal­te­ri­sche Ein­heit und per­so­na­li­sier­ba­rer Arbeits­raum erle­ben.