Holz ist das prä­gen­de Mate­ri­al im Gemein­schafts­bü­ro Para­mount by The Office Space in Syd­ney. Die sanft geschwun­ge­nen Büro­sui­ten wur­den aus ame­ri­ka­ni­scher Schwarz­kir­sche model­liert.

Blick in eine der 22 Bürosuiten.

Blick in eine der 22 Büro­sui­ten.
Foto: Tre­vor Mein

Die warme Ausstrahlung des dunklen Holzes sorgt für Behaglichkeit.

Die war­me Aus­strah­lung des dunk­len Hol­zes sorgt für Behag­lich­keit.
Foto: Tre­vor Mein

Amerikanische Schwarzkirsche prägt auch den Konferenzraum.

Ame­ri­ka­ni­sche Schwarz­kir­sche prägt auch den Kon­fe­renz­raum.
Foto: Tre­vor Mein

Die meisten Konstruktionen aus Holz wurden in der eigenen Werkstatt hergestellt.

Die meis­ten Holz­kon­struk­tio­nen wur­den in der eige­nen Werk­statt her­ge­stellt.
Foto: Tre­vor Mein

Neben Holz wurden die natürlichen Materialien Kalkstein, Leder und Marmor eingesetzt.

Neben Holz wur­den die natür­li­chen Mate­ria­li­en Kalk­stein, Leder und Mar­mor ein­ge­setzt.
Foto: Tre­vor Mein

Para­mount by The Office Space besteht aus 22 pri­va­ten Büro­sui­ten, einem Kon­fe­renz­raum, einer Vor­stands­eta­ge, einem Küchen­be­reich und einer maß­ge­fer­tig­ten Bar aus Mes­sing. Desi­gner­stü­cke aus den 1950er Jah­ren von Wal­ter Knoll und Mol­te­ni & C sowie indi­vi­du­ell kon­stru­ier­te Möbel gehen mit den tech­ni­schen Anfor­de­run­gen moder­ner Geschäfts­tä­tig­keit eine har­mo­ni­sche Liai­son ein.

Denkmalgerechter Umbau

Das denk­mal­ge­schütz­te Para­mount House gab dem Archi­tek­tur- und Design­bü­ro Woods Bagot sowie dem Bau­un­ter­neh­men Elan Con­struct die Geo­me­trie für das Design des Innen­be­reichs vor. Die mar­kant geschwun­ge­ne Art-Déco-Gebäu­de­hül­le bil­de­te den Aus­gangs­punkt für die ele­gan­te Gestal­tung, die das Ori­gi­nal­de­sign respek­tiert und ein­be­zieht. Die ver­wen­de­ten natür­li­chen Mate­ria­li­en wie Kalk­stein, Leder und Mar­mor tra­gen in Ver­bin­dung mit dem brü­nier­ten Mes­sing der Arma­tu­ren zum exklu­si­ven Look bei, der durch den umfang­rei­chen Ein­satz ame­ri­ka­ni­scher Schwarz­kir­sche vom Ame­ri­can Hard­wood Export Coun­cil (AHEC) als Mas­siv­holz und Fur­nier erzielt wird.

Frank Lloyd Wright als Ideengeber

Die geschwun­ge­nen Büro­sui­ten wur­den aus ame­ri­ka­ni­scher Schwarz­kir­sche kon­stru­iert. Laut Todd Ham­mond, Bereichs­lei­ter Innen­raum­ge­stal­tung bei Woods Bagot, soll­te ein Raum geschaf­fen wer­den, der „den Ein­druck erweckt, aus dem Holz her­aus­ge­fräst wor­den zu sein, um die Ästhe­tik von damals zu rekon­stru­ie­ren und zeit­ge­nös­sisch zu prä­sen­tie­ren.“ Ham­mond ließ sich durch japa­ni­sche Hand­wer­ker und in der Mit­te des 20. Jahr­hun­derts akti­ve Archi­tek­ten wie Frank Lloyd Wright inspi­rie­ren, die ame­ri­ka­ni­sches Kirsch­holz ver­wen­de­ten. Er ist über­zeugt, dass die­ses Holz „ein eigen­stän­di­ges Leben führt. Es ent­wi­ckelt sich, durch­läuft ver­schie­de­ne Pha­sen, die mit einem fri­schen, fast jugend­li­chen Sta­di­um begin­nen. Danach folgt ein Alte­rungs­pro­zess, der sein gan­zes Leben lang zu beob­ach­ten ist.“ Die Türen zu den Büro­sui­ten wur­den mit Zap­fen­ver­bin­dun­gen her­ge­stellt, wie sie seit Jahr­hun­der­ten üblich sind, um eine star­ke und fugen­lo­se Ver­ar­bei­tung zu erzie­len. Das 45 mm dicke Holz wur­de von Hand geschnit­ten, geschlif­fen und geölt; Glas­ein­la­gen opti­mie­ren die Beleuch­tung der Arbeits­plät­ze mit natür­li­chem Licht.

Customization mit Holz

Im Gegen­satz zu ande­ren Pro­jek­ten die­ser Art, die von der Decke abwärts abge­wi­ckelt wer­den, beschloss Boris Tosic, Direk­tor von Elan Con­struct, das Gebäu­de als Schrei­ner­übung anzu­ge­hen. Das bedeu­te­te, Design­fra­gen selbst zu lösen und die meis­ten Kon­struk­tio­nen in der eige­nen Werk­statt her­zu­stel­len. „Wir haben die Uneben­hei­ten im Boden aus­ge­gli­chen und das Objekt mit Holz­scha­blo­nen und in ver­schie­de­nen Höhen wie auf einer Büh­ne mil­li­me­ter­ge­nau nach­ge­baut, um dar­zu­stel­len, wo sich die Sui­ten befin­den wür­den. Dann wur­den die geschwun­ge­nen Sui­ten kom­plett von Hand in unse­rer Werk­statt ange­fer­tigt, ehe sie trans­por­tiert und an Ort und Stel­le auf­ge­baut wur­den. Im Prin­zip ist es ein rie­si­ges 3-D-Puz­zle.“