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Gesundheitsförderliche Büros: bso-Studie 2015 offenbart großes Verbesserungspotenzial

Trotz deut­li­cher Fort­schrit­te sind vie­le Büros hier­zu­lan­de noch weit von einer gesund­heits­för­der­li­chen Arbeits­ge­stal­tung ent­fernt. Das zeigt eine aktu­el­le Studie.

Die Zahl der Sitz-Steh-Arbeits­ti­sche hat sich in den ver­gan­ge­nen vier bis fünf Jah­ren verdoppelt. 

59 Pro­zent der Büro­dreh­stüh­le in deut­schen Büros ermög­li­chen dyna­mi­ches Sit­zen. Die­ser Wert sta­gniert in den letz­ten Jahren.

Jeder fünf­te Beschäf­tig­te fühlt sich häu­fig durch Lärm beläs­tigt. In Grup­pen- oder Groß­raum­bü­ros steigt der Anteil sogar auf 32 Prozent.

Im Mai die­ses Jah­res fand im Auf­trag des deut­schen Büro­mö­bel­ver­ban­des bso eine reprä­sen­ta­ti­ve For­sa-Umfra­ge zum The­ma Büro­aus­stat­tung statt. Im Fokus der Unter­su­chung stan­den die The­men­fel­der Bewe­gung und Lärm.

Gro­ßer Nachholbedarf 

In bei­den Befra­gungs­be­rei­chen offen­bart die Umfra­ge Nachholbedarf:

– Ein Drit­tel aller Beschäf­tig­ten im Büro­be­reich ver­fügt weder über einen geeig­ne­ten Büro­stuhl noch einen Schreib­tisch, der gute Vor­aus­set­zun­gen für gele­gent­li­ches Arbei­ten im Ste­hen bietet.

– Jeder fünf­te Beschäf­tig­te fühlt sich häu­fig durch Lärm beläs­tigt. Bei Arbeit­neh­mern, die in einem Grup­pen­bü­ro oder Groß­raum­bü­ro arbei­ten, liegt der Anteil der Beläs­tig­ten sogar bei 32 Prozent.

– Acht Pro­zent aller Beschäf­tig­ten gel­ten im Hin­blick auf Stress und Bewe­gungs­man­gel als hoch­ge­fähr­det. Sie pla­gen sich sowohl mit Lärm als auch mit ver­al­te­ten Möbeln.

 Tische und Stühle

Es gibt aber auch gute Nach­rich­ten. So hat sich die Zahl der Sitz-Steh-Arbeits­ti­sche in den ver­gan­ge­nen vier bis fünf Jah­ren ver­dop­pelt. Aktu­ell kann jeder vier­te Arbeit­neh­mer an einem Tisch arbei­ten, des­sen Arbeits­flä­che sich von der Sitz- auf Steh­hö­he brin­gen lässt. Weil bei die­ser Art von Schreib­ti­schen mit der Tisch­flä­che auch Bild­schirm, Tas­ta­tur und alle ande­ren Unter­la­gen in die Höhe fah­ren, wer­den sie wäh­rend des Arbeits­all­tags deut­lich inten­si­ver für die Arbeit im Ste­hen genutzt als Schreib­pul­te und ande­re nicht ver­stell­ba­re Alternativen.

Bei den Büro­dreh­stüh­len liegt der Anteil der Pro­duk­te, die durch einen beweg­li­chen Sitz und eine beweg­li­che Rücken­leh­ne soge­nann­tes „dyna­mi­sches Sit­zen“ zulas­sen, der­zeit bei 59 Pro­zent. Obwohl somit mehr Büros mit guten Sitz­mö­beln aus­ge­stat­tet sind als mit Tischen für Sitz-Steh-Arbeit, sieht man beim Bran­chen­ver­band der deut­schen Büro­ein­rich­ter gera­de die­se Zahl beson­ders kri­tisch. Denn sie weist dar­auf hin, dass die Zahl der Büros, die mit bewe­gungs­för­der­li­chen Sitz­mö­beln aus­ge­stat­tet sind, in den letz­ten Jah­ren nur wenig gestie­gen ist. Der bso geht davon aus, dass es noch eini­ger Anstren­gun­gen bedarf, bis deut­sche Büros wirk­lich gesund­heits­för­der­lich aus­ge­stat­tet sind.

 

Mehr zum The­ma Bewegt­sit­zen erfah­ren Sie auf der Web­site der Akti­on „Bewe­gung im Büro“ unter www.büro-bewegung.de.

Mehr zum The­ma Sitz-Steh-Arbeits­plät­ze erfah­ren Sie auf der Web­site der Akti­on „Auf­stand im Büro“ unter www.büro-bewegung.de.

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