Der zum Ricoh-Konzern gehörende Dokumentenscanner-Spezialist PFU (EMEA) Limited hat auf einem Medien-Event in Rom neue Scannerlösungen vorgestellt. Mit diesen und weiteren Innovationen stellt sich das Unternehmen für das KI-Zeitalter auf, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Vatikan setzt seit Jahren auf PFU-Technik, um historische Dokumente zu erfassen und digital zugänglich zu machen. Abbildung: PFU
Bei einer Presseveranstaltung im Vatikan hat PFU, ein Unternehmen der Ricoh-Gruppe und weltweiter Spezialist für Dokumentenerfassung und Informationsmanagement, zwei neue Dokumentenscanner der Ricoh SP-Serie vorgestellt. Zudem skizzierte das Unternehmen dort seinen Wandel vom reinen Scannerhersteller zum Anbieter durchgängiger Capture-Lösungen. Die Wahl des Vatikans als Veranstaltungsort passte zur Botschaft: Seit Jahren werden dort Dokumente von unschätzbarem historischem Wert mit Technologie von PFU erfasst und digital zugänglich gemacht.
Bewährte Scanqualität dank zuverlässiger Technik
Die Modellen Ricoh SP-2240N und Ricoh SP-2230N, mit denen PFU seine Position bei Dokumentenscannern in Westeuropa weiter ausbauen will, arbeiten mit bis zu 40 bzw. 30 Seiten pro Minute und verbinden Wirtschaftlichkeit mit gleichbleibender Qualität. Beide Modelle nutzen einige Technologien der FI-Serie wie beispielsweise „Image Monitoring Paper Protection“ und „Clear Image Capture“ und liefern konsistente Ergebnisse für OCR und nachgelagerte Workflows. Über die erweiterte DirectScan-Funktion des neuen iiGA-SoC gelingt zudem PC-loses Scannen direkt am Gerät.

Brian Fortune, General Manager Sales bei PFU (EMEA) Limited: Die Qualität der Datenerfassung entscheidet über den Erfolg. Abbildung: PFU
Bei der Präsentation rückte Brian Fortune, General Manager Sales bei PFU (EMEA) Limited, die Frage in den Mittelpunkt, wie vertrauenswürdige Informationen das Zeitalter der künstlichen Intelligenz tragen können. „Wir sind längst nicht mehr nur Hersteller von Scannern, sondern begleiten den gesamten Weg einer Information, von ihrer ersten Erfassung bis zur Nutzung in den nachgelagerten digitalen Prozessen. Automatisierung, KI und Compliance mit den Regularien des ‚EU AI Act‘ sind dabei immer nur so verlässlich wie die Daten, die am Anfang erfasst werden, weshalb schon der erste Erfassungsschritt über die Qualität von allem entscheidet, was danach folgt“, so Fortune.
Schneller erfassen, besser kontrollieren, nahtlos integrieren
Ebenso wichtig wie die Hardware ist die Software, welche die erfassten Dokumente weiterverarbeitet und die von PFU kontinuierlich weiterentwickelt wird. So hat das Unternehmen die Version 6.0 seiner Suite „PaperStream Capture“ veröffentlicht. Das Update bringt Verbesserungen für PaperStream Capture Pro und Capture Pro Premium in drei zentralen Bereichen: Integration mit Drittanbieterlösungen, Qualitätskontrolle nach dem Scannen und Effizienz im täglichen Betrieb.
Im Bereich Integration erweitert die Version 6.0 die Release-API um Formular-OCR für die strukturierte Erfassung von Formulardaten, während eine neue Validierungs-API erfasste Daten mit externen Datenbanken abgleicht und so die Genauigkeit erhöht. Neu ist zudem ein „Custom Connector“, mit dem sich Digitalisierungsworkflows ohne Programmierkenntnisse über Konfigurationsdateien anstatt per Code einrichten lassen.

Die Scanlösung Ricoh SP-2240N ermöglicht effizientes und zuverlässiges Scannen für den täglichen Geschäftsbetrieb. Abbildung: PFU
Bei der Qualitätskontrolle lässt sich die zonale OCR (optische Zeichenerkennung) nun feiner steuern. Anwender können für einzelne Felder Konfidenzschwellenwerte festlegen und ihre Prüfaufwände gezielt auf Felder mit geringerer Erkennungssicherheit konzentrieren, während ein überarbeitetes QC-Fenster Verarbeitungsfortschritt und Feldstatus in einer Ansicht bündelt.
Für den täglichen Betrieb bringt die Version 6.0 eine Outlook-Integration, die per E-Mail empfangene Bilddateien mit einem Klick an PaperStream Capture Pro Premium übergibt. Beim Dateiimport gibt es nun zwei Wege: den bisherigen TWAIN-basierten Import, der unterschiedliche Dateitypen in einheitliche Bilder umwandelt, oder einen neuen direkten Import, der Originaldateien samt Bildstruktur und Metadaten ohne Neuverarbeitung übernimmt. Zudem lässt sich die umschlagbasierte Dokumententrennung nun vor oder nach dem Inhalt konfigurieren, und in Multi-Station-Umgebungen zeigt die KI-gestützte OCR-Verarbeitung die Ergebnisse bereits seitenweise an, sodass die Verifikation beginnen kann, während der übrige Batch noch läuft.
Mehr Marge für den Channel
Auf der Vertriebsseite öffnet PFU seinen Vertriebspartnern mit dem PaperStream- Solution-Partnerprogramm einen Weg über die reine Hardwaremarge hinaus, indem Scan-Hardware, PaperStream Capture Pro und integrierte Workflow-Funktionen zu einsatzbereiten Komplettlösungen gebündelt werden. Zu den Angeboten zählen eine E-Signatur-Lösung auf Basis von Namirial sowie Dokumentenmanagement über den DocuWare- und den Zeendoc-Connector. Für registrierte Imaging-Channel-Partner entstehen so planbare, wiederkehrende Umsätze.

Seit Mai 2026 führt Yasunari Shimizu als Präsident und CEO das Unternehmen PFU (EMEA) Limited. Abbildung: PFU
Neuer CEO für die Region EMEA
Über diese Produkt- und Programmneuheiten hinaus hat PFU auch seine Führung neu aufgestellt. Seit Mai 2026 führt Yasunari Shimizu als Präsident und CEO das Unternehmen. „Ich fühle mich geehrt, PFU (EMEA) Limited als Präsident und CEO beizutreten, und freue mich darauf, eng mit dem Team zusammenzuarbeiten, um auf den Stärken des Unternehmens aufzubauen und die Organisation in ihr nächstes Kapitel zu führen“, so Shimizu.





























































