Manchmal beginnt Transformation mit einer simplen Frage: Ist ein Umzug wirklich notwendig? Die Frankfurter Wirtschaftskanzlei Linklaters hat diese Frage zusammen mit den Experten von CSMM mit „Nein“ beantwortet und sich für eine Modernisierung der bestehenden Büroflächen entschieden.

Neue Elemente greifen die architektonische Identität des Hauses auf, ohne sie zu kopieren. Abbildung: Fabian Gruber
Bei der Neugestaltung lag der Fokus insbesondere auf den Mandanten- und Konferenzbereichen der Kanzlei. Denn die Art, wie Mandantengespräche, Workshops und interne Abstimmungen stattfinden, hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Digitale Formate, hybride Meetings und projektbezogene Zusammenarbeit erfordern andere Raumangebote als klassische Konferenzstrukturen. Herzstück ist der flexibel nutzbare Multifunktionsraum mit direktem Terrassenzugang. Mobile Trennwände und variabel einsetzbare Möbel ermöglichen unterschiedliche Nutzungsszenarien – von Mandantengesprächen und Meetings über Seminare bis zu Veranstaltungen. Für die Mitarbeitenden von Linklaters blieb die Grundstruktur des Arbeitsalltags weitgehend erhalten: keine grundlegende Neuorganisation, sondern gezielte Eingriffe nur dort, wo sie funktional und atmosphärisch Wirkung entfalten.

Herzstück ist der vielseitig nutzbare „Multi-Purpose-Raum“ mit direktem Zugang zur Terrasse. Abbildung: Fabian Gruber
Ein zentrales Leitmotiv des CSMM-Projekts war der verantwortungsvolle Umgang mit dem Bestand. Bestehende Möbel, Materialien und Oberflächen wurden bewusst integriert. Neue Elemente greifen die architektonische Identität des Gebäudes aus dem Jahr 2016 auf, ohne sie zu kopieren. So entstand kein Bruch, sondern ein präziser „Refresh“.
Das Ergebnis ist kein neues Büro, sondern ein verbessertes: ein Bestand, der mit gezielten Maßnahmen sichtbar in die 2020er-Jahre transformiert wurde – ökonomisch sinnvoll, nachhaltig und architektonisch klar.





























































