Unabhängig von persönlichen Vorlieben lässt sich über guten oder schlechten Kaffee nicht streiten. Die Experten des Kaffeeblogs Coffeeness nennen Faktoren, die bei der Zubereitung des beliebten Heißgetränks den entscheidenden Unterschied in Bezug auf den Geschmack ausmachen.

Für konstant leckeren Kaffee sollten ein paar einfache Regeln beachtet werden, sagen die Experten des Kaffeeblogs Coffeeness. Abbildung: Hay Dmitriy, Depositphotos
Um die Grundsätze für leckeren Kaffee zu verstehen, sollte die 5-M-Regel, die von italienischen Baristi entwickelt wurde, bekannt sein. Die fünf Faktoren Mischung, Mahlgrad, Menge, Maschine und Mensch müssen zusammenspielen, um einen gut schmeckenden Kaffee zuzubereiten. Dem Faktor Mensch kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, da er für alle anderen Faktoren verantwortlich ist und diese beeinflusst: von der Auswahl der Bohnen über die Brühtemperatur bis hin zur Pflege der Maschine.
Bohnen und Wasser
Für den Geschmack des Kaffees ist in erster Linie die verwendete Bohne ausschlaggebend. Erst danach kommt die Maschine. Selbst in Premium-Geräten lässt sich aus Billigbohnen kein guter Kaffee aufbrühen. Unerfahrene Genießer sollten nicht gleich mit der Dunkelsten Espresso-Röstung beginnen, sondern mit milden bis mittleren Röstungen, da diese nur wenig Säure und zarte Bitterstoffe enthalten.
Kaffee besteht zu mehr als 95 Prozent aus Wasser. Ist es zu hart, zu weich oder geschmacklich auffällig, leidet das Ergebnis in der Tasse. Die Wasserhärte – der Kalkanteil im Wasser – sollte idealerweise einen pH-Wert zwischen drei und sechs haben. Denn in der richtigen Menge ist Kalk buchstäblich das Salz in der Suppe, das die Kaffeearomen deutlicher herausarbeitet. Zu kalkhaltiges Wasser ist jedoch problematisch, da es einen stark kreidigen Eigengeschmack hat, der den Kaffee sauer werden lässt und die Crema-Bildung behindert.
Lagerung und Temperatur
Luft, Licht und Feuchtigkeit wirken sich negativ auf das Aroma des Kaffees aus und lassen ihn in der Tasse flach schmecken. Trocken gelagert ist er sehr lange haltbar. Zu beachten ist jedoch, dass viele der über 800 Aromen von Kaffee stark flüchtig sind. Bohnen verlieren rund sechs Wochen nach der Röstung deutlich an Aroma, bei Filterkaffee geht es schneller.
Die Extraktion der Aromen wird auch durch die Zubereitungstemperatur erheblich beeinflusst. Ist das Wasser zu kalt, gelangen hauptsächlich Säuren und nur wenige Aromen in die Tasse. Ist es zu heiß, schmeckt der Kaffee unangenehm bitter. Bei Espresso sollte die Temperatur höchstens 94 Grad, bei Filterkaffee maximal 96 Grad betragen.
Sauberkeit
Der wichtigste Punkt für guten Kaffee ist, die Maschine regelmäßig und gründlich zu reinigen. Besonders wichtig sind die nicht wasserführenden Teile. Denn Kaffeebohnen enthalten zahlreiche Öle und Fette, die mit der Zeit ranzig werden und unangenehm riechen. Das betrifft den Bohnenbehälter, das Mahlwerk und vor allem die Brühgruppe. Für ein lang anhaltendes und gutes Geschmackserlebnis wird für diese eine tägliche manuelle Reinigung empfohlen, sofern eine Entnahme möglich ist. Ebenso wichtig ist das regelmäßige Entkalken der Maschine. Denn Kalk beeinflusst nicht nur den Geschmack des Kaffees, sondern verstopft auch die Leitungen und Düsen, steigert den Stromverbrauch und macht die Geräte ineffizienter.





























































