Sonne satt, aber trotzdem drinnen? Wer arbeitet, tut dies meist unter Kunstlicht. Dabei zeigen Studien: Draußen ticken Gehirn und Körper anders – wacher, kreativer, gesünder. Beim Büroneubau Hammerschmidt wurde daraus ein Konzept.

Begegnungs- und Arbeitszone mit Ausblick: Dachterrasse und Skydeck inszenieren Freiluftarbeit als Teil der Architektur. Abbildung: Real-Treuhand Immobilien
Laut Deutschem Wetterdienst gab es im Jahr 2024 in Deutschland durchschnittlich knapp 1.700 Stunden Sonnenschein. Die meisten Angestellten hatten davon jedoch wenig – sie verbrachten ihre Arbeitszeit oft drinnen. Dabei ist wissenschaftlich belegt: Wer draußen arbeitet, fördert Kreativität und mentale Gesundheit. Doch die Realität sieht anders aus: Bürogebäude sind meist nicht für die Wissensarbeit im Freien ausgelegt. Der sechsgeschossige Büroneubau Hammerschmidt hingegen schon.

Durchgehende Balkone für durchgehende Gedankenfreiheit: Jeder Arbeitsplatz ist nur wenige Schritte vom Draußen entfernt. Abbildung: Real-Treuhand Immobilien
Gelegen im Businesspark ExpoGate Munich-Dornach an der östlichen Münchner Stadtgrenze wird hier Outdoor-Work ermöglicht: Freitreppen, Balkone, eine Dachterrasse und ein Skydeck bieten Begegnungs- und Arbeitszonen unter freiem Himmel. So setzt die Büroimmobilie, die seit Februar 2025 von der Real-Treuhand Immobilien Bayern als Asset-Manager betreut wird, nicht nur ein architektonisches Statement, sondern fördert auch die Kreativität, Gesundheit und Produktivität der Mitarbeitenden.
Weniger Neon, mehr Natur
Damit das Arbeiten im Freien funktioniert, muss auch das Gebäude mitspielen. Neben einer ruhigen Lage sind vor allem zwei Dinge wichtig: durchdachte Technik und durchdachte Architektur. Das bedeutet, es braucht ausreichend Zugänge zu Freiflächen, genügend Stromanschlüsse, starkes WLAN – sowie Schutz vor Sonne, Wind und Regen.

Vorgelagerte Vorhänge für kontrolliertes Sonnenlicht: Sichtschutz und Gestaltung im Einklang mit der Architektur. Abbildung: Real-Treuhand Immobilien
Treppen, die verbinden
Die durchgehenden Balkone entlang der 130 m langen Südfassade sowie der Ost- und Westseiten sind von allen Büros aus direkt zugänglich. Vorgelagerte Vorhänge schützen bei Bedarf vor Sonne, der Schutz vor Regen wird durch übereinanderliegende Balkone gewährleistet. Dieses Prinzip gilt auch für die Vorzonen zu den Mietbereichen auf der Nordseite, die sich auf sechs Ebenen anordnen. Sie entstehen durch eine vor der Fassade inszenierte Kaskadentreppe, die alle Stockwerke von außen verbindet. Das schafft nicht nur ein architektonisches Statement, sondern setzt auch einen Motor für Teambildung in Gang. Fest installierte Sitzmöbel und Pflanzkübel sowie Platz für individuelle Möbelstücke schaffen Räume für Sichtbarkeit, spontane Begegnungen und nonverbale Kommunikation.
Open-Air-Office
In den beiden obersten Etagen – dem 1.400 m2 großen Skydeck mit Fitnessarea und Alpenblick sowie der 550 m2 großen Dachterrasse – laden die ikonischen Enzi-Sitzmöbel der Wiener Architektengruppe PPAG zum formellen oder lockeren Austausch ein. Die leuchtend blauen oder orangen Sitzmöbel aus Polyethylen sind robust und mobil. Je nach Bedarf lassen sie sich zu kleinen Inseln zusammenstellen oder einzeln verteilen. In beiden Bereichen ist flächendeckendes WLAN vorgesehen, zudem gibt es dort Toiletten. So sind die Open-Air-Flächen ideal für kreative Ideensessions und konzentrierte Einzelarbeit geeignet.






























































