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Twin Cubes Düsseldorf: Projektsteuerung als Schlüssel zur Umsetzung

Die Twin Cubes im Düs­sel­dor­fer Stadt­teil Heerdt sind ein Bei­spiel für eine neue Gene­ra­ti­on von Büro­pro­jek­ten. Von der Pla­nung bis zur Fer­tig­stel­lung steckt dahin­ter ein kom­ple­xer Steue­rungs­pro­zess, den Drees & Som­mer mit Cars­ten Faust ver­ant­wor­tet hat.

Auffällig: die helle Natursteinfassade der Twin Cubes mit ihren Lochfenstern und Pfostenriegeln. Abbildung: Drees & Sommer/HG Esch

Auf­fäl­lig: die hel­le Natur­stein­fas­sa­de der Twin Cubes mit ihren Loch­fens­tern und Pfos­ten­rie­geln. Abbil­dung: Drees & Sommer/HG Esch

Hohe Nach­hal­tig­keits­zie­le, digi­ta­le Pla­nung, fle­xi­ble Nut­zungs­kon­zep­te und ein anspruchs­vol­les wirt­schaft­li­ches Umfeld: All das spie­gelt sich in den bei­den Büro­ge­bäu­den Twin Cubes mit einer Brut­to­grund­flä­che von rund 40.000 m2 wider. Ursprüng­lich war näm­lich nur ein ein­zel­ner Bau­kör­per geplant. Im Pro­jekt­ver­lauf ent­stand jedoch ein Ensem­ble aus zwei Gebäu­den mit unter­schied­li­chen Nut­zungs­stra­te­gien. Dies erfor­der­te eine neue Pro­jekt­lo­gik und deut­lich höhe­re Anfor­de­run­gen an Koor­di­na­ti­on und Pro­zess­si­cher­heit – von der Pla­nung bis in den Betrieb.

Carsten Faust, Senior Teamleiter bei Drees & Sommer SE, verantwortete den Steuerungsprozess der Twin Cubes. Abbildung: Drees & Sommer

Cars­ten Faust, Seni­or Team­lei­ter bei Drees & Som­mer SE, ver­ant­wor­te­te den Steue­rungs­pro­zess der Twin Cubes. Abbil­dung: Drees & Sommer

Drees & Som­mer über­nahm die Pro­jekt­steue­rung, das Manage­ment des Buil­ding Infor­ma­ti­on Mode­ling (BIM) sowie die Nach­hal­tig­keits­be­ra­tung im Rah­men der ange­streb­ten DGNB-Zer­ti­fi­zie­rung (Deut­sche Gesell­schaft für Nach­hal­ti­ges Bau­en). Im Mit­tel­punkt der Arbeit von Cars­ten Faust stand das Zusam­men­spiel die­ser Leis­tun­gen, mit dem Ziel, tech­ni­sche, wirt­schaft­li­che und funk­tio­na­le Anfor­de­run­gen so zu ver­bin­den, dass sie im Pla­nungs- und Bau­ab­lauf rea­li­sier­bar blei­ben. Fast jede Ent­schei­dung wirkt gleich­zei­tig auf Kos­ten, Ter­mi­ne, Qua­li­tät und Nut­zung. Anpas­sun­gen im Ent­wurf ver­än­dern die Kal­ku­la­ti­on. Tech­ni­sche Vor­ga­ben beein­flus­sen Betrieb und Fle­xi­bi­li­tät. Ambi­tio­nier­te Nach­hal­tig­keits­zie­le grei­fen tief in die Pla­nung ein. Die Pro­jekt­steue­rung macht die­se Wech­sel­wir­kun­gen trans­pa­rent, bewer­tet sie und führt die Pro­jekt­be­tei­lig­ten zu belast­ba­ren Entscheidungen.

BIM ist ein zentrales Werkzeug

Die Pla­nungs­teams füh­ren ihre Fach­mo­del­le in einem gemein­sa­men, modell­ba­sier­ten Daten­raum zusam­men. Abhän­gig­kei­ten und Kol­li­sio­nen wer­den früh sicht­bar. So las­sen sich Kon­flik­te in einer Pha­se lösen, in der noch ech­te Hand­lungs­spiel­räu­me bestehen – und nicht erst auf der Bau­stel­le unter Zeit- und Kos­ten­druck. Die geplan­te DGNB-Zer­ti­fi­zie­rung gibt zusätz­lich einen kla­ren Ori­en­tie­rungs­rah­men vor. Jede wesent­li­che Ent­schei­dung wird par­al­lel unter ener­ge­ti­schen, öko­no­mi­schen und nut­zungs­be­zo­ge­nen Gesichts­punk­ten betrach­tet. Ziel­kon­flik­te wer­den aktiv gesteu­ert und doku­men­tiert, damit sie über den Pro­jekt­ver­lauf hin­weg nach­voll­zieh­bar bleiben.

Die Innenhöfe bieten mit ihren Terrassen- und Grünflächen angenehme Aufenthaltsbereiche. Abbildung: Drees & Sommer/HG Esch

Die Innen­hö­fe bie­ten mit ihren Ter­ras­sen- und Grün­flä­chen ange­neh­me Auf­ent­halts­be­rei­che. Abbil­dung: Drees & Sommer/HG Esch

Das Gebäude umfasst fünf Regelgeschosse, in denen flexibel gestaltbare Büroflächen zur Verfügung stehen. Abbildung: Drees & Sommer/HG Esch

Das Gebäu­de umfasst fünf Regel­ge­schos­se, in denen fle­xi­bel gestalt­ba­re Büro­flä­chen zur Ver­fü­gung ste­hen. Abbil­dung: Drees & Sommer/HG Esch

Die große Dachterrasse bietet eine tolle Aussicht auf die Umgebung. Abbildung: Drees & Sommer/HG Esch

Die gro­ße Dach­ter­ras­se bie­tet eine tol­le Aus­sicht auf die Umge­bung. Abbil­dung: Drees & Sommer/HG Esch

Mit dem Start der Bau­pha­se ver­schiebt sich der Fokus: von der kon­zep­tio­nel­len Pla­nung hin zur Umsetz­bar­keit auf der Bau­stel­le. Die Ein­bin­dung eines Gene­ral­un­ter­neh­mers und eine part­ner­schaft­li­che Struk­tur rücken die Schnitt­stel­le zwi­schen Pla­nung und Aus­füh­rung in den Mit­tel­punkt. Hier zeigt sich, ob die gemein­sam ent­wi­ckel­ten Kon­zep­te robust genug sind, um den Rea­li­tä­ten des Bau­ab­laufs standzuhalten.

Strukturierte Prozesssteuerung in allen Phasen

Die Twin Cubes zei­gen exem­pla­risch, wie sich der Anspruch an Büro­pro­jek­te ver­än­dert hat. Gebäu­de ent­ste­hen nicht mehr line­ar von der Idee zur Fer­tig­stel­lung, son­dern in einem dyna­mi­schen Zusam­men­spiel aus Anfor­de­run­gen, Abhän­gig­kei­ten und Anpas­sun­gen. Aus Sicht von Drees & Som­mer und Cars­ten Faust liegt die Qua­li­tät eines Pro­jekts daher nicht allein im fer­ti­gen Gebäu­de. Ent­schei­dend ist die Fähig­keit, die­sen Pro­zess über alle Pha­sen hin­weg struk­tu­riert zu steu­ern – genau das ist die zen­tra­le Erfah­rung aus den Twin Cubes.

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