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Was macht ein gesundes Büroklima aus?

Ein ange­neh­mes Arbeits­um­feld ent­steht nicht von selbst, son­dern erfor­dert bewuss­te Pla­nung und geziel­te Maß­nah­men. Die Exper­ten von Seton beleuch­ten wich­ti­ge Fak­to­ren rund um das Raum­kli­ma in Büro­um­ge­bun­gen und lie­fern kon­kre­te Handlungsempfehlungen.

Temperatur, Luftqualität, Lärmpegel und Lichtverhältnisse beeinflussen zusammen das Wohlbefinden aller Beschäftigten. Abbildung: Monkeybusiness, Depositphotos

Tem­pe­ra­tur, Luft­qua­li­tät, Lärm­pe­gel und Licht­ver­hält­nis­se beein­flus­sen zusam­men das Wohl­be­fin­den aller Beschäf­tig­ten. Abbil­dung: Mon­key­busi­ness, Depositphotos

Sti­cki­ge Luft, grel­les Licht oder dau­er­haf­tes Stim­men­ge­wirr beim Betre­ten des Büros sor­gen gleich mor­gens für einen schlech­ten Start. In deut­schen Büros mit viel Wis­sens­ar­beit ver­dient das Raum­kli­ma beson­de­re Beach­tung. Mess­ba­re Fak­to­ren wie CO2 und Lärm beein­flus­sen die Leis­tung direkt.

Welche Faktoren ein gesundes Büroklima wirklich beeinflussen

Die CO2-Kon­zen­tra­ti­on in geschlos­se­nen Räu­men steigt schnell an, sobald meh­re­re Per­so­nen auf begrenz­tem Raum arbei­ten. Ab einem Wert von etwa 1.000 ppm berich­ten vie­le Beschäf­tig­te über Kopf­schmer­zen, Müdig­keit und nach­las­sen­de Kon­zen­tra­ti­on. Regel­mä­ßi­ges Stoß­lüf­ten – idea­ler­wei­se alle 60 bis 90 Minu­ten für fünf Minu­ten – senkt den CO2-Gehalt wirk­sam. In Groß­raum­bü­ros, in denen manu­el­les Lüf­ten kaum prak­ti­ka­bel ist, leis­ten raum­luft­tech­ni­sche Anla­gen mit Frisch­luft­an­teil wert­vol­le Diens­te. Ergän­zend emp­fiehlt es sich, auf schad­stoff­ar­me Möbel und Boden­be­lä­ge zu ach­ten, da flüch­ti­ge orga­ni­sche Ver­bin­dun­gen (VOC) die Raum­luft zusätz­lich belas­ten kön­nen. Wer sich inten­si­ver mit allen Aspek­ten eines guten Raum­kli­mas im Büro beschäf­ti­gen möch­te, fin­det dort zahl­rei­che pra­xis­na­he Hinweise.

Licht und Temperatur als Taktgeber für das Wohlbefinden

Die Arbeits­stät­ten­ver­ord­nung emp­fiehlt für Büro­ar­beits­plät­ze eine Raum­tem­pe­ra­tur zwi­schen 20 und 22 Grad Cel­si­us. Schon ein Tem­pe­ra­tur­an­stieg auf 26 Grad kann die geis­ti­ge Leis­tungs­fä­hig­keit um bis zu 15 Pro­zent ver­rin­gern. Neben der Tem­pe­ra­tur spielt auch die Beleuch­tung am Arbeits­platz eine ent­schei­den­de Rol­le für die Leis­tungs­fä­hig­keit. Tages­licht för­dert den natür­li­chen Bio­rhyth­mus, wohin­ge­gen rein künst­li­ches Licht mit ungüns­ti­gem Farb­ton die gegen­tei­li­ge Wir­kung haben kann. Am Schreib­tisch soll­te die Beleuch­tungs­stär­ke min­des­tens 500 Lux betra­gen, was als all­ge­mei­ner Richt­wert gilt. Tisch­leuch­ten mit ein­stell­ba­rer Farb­tem­pe­ra­tur ergän­zen die Decken­be­leuch­tung und pas­sen sich ver­schie­de­nen Tätig­kei­ten an.

So wirken Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Akustik auf die Produktivität

Eine rela­ti­ve Luft­feuch­tig­keit zwi­schen 40 und 60 Pro­zent wird als behag­li­ches Fens­ter betrach­tet. Liegt der Wert dar­un­ter, trock­nen Schleim­häu­te aus, die Anfäl­lig­keit für Atem­wegs­in­fek­tio­nen steigt, und Kon­takt­lin­sen­trä­ger kla­gen über Rei­zun­gen. Über­schrei­tet die Feuch­te 60 Pro­zent, dro­hen Schim­mel­bil­dung und ein schwü­les Raum­ge­fühl. Hygro­me­ter an zen­tra­len Stel­len im Büro hel­fen, den Ist-Zustand zu erfas­sen. Im Win­ter, wenn Hei­zungs­luft die Feuch­te stark absenkt, schaf­fen Luft­be­feuch­ter oder Zim­mer­pflan­zen wie Zypern­gras und Grün­li­lie Abhil­fe. Die­se Gewäch­se ver­duns­ten über ihre Blät­ter Was­ser und ver­bes­sern gleich­zei­tig die Luft­qua­li­tät. Wer Stra­te­gien zur Redu­zie­rung von Arbeits­ge­räu­schen sucht, stößt auf einen wei­te­ren bedeu­ten­den Kli­ma­fak­tor – denn Akus­tik und Raum­kli­ma hän­gen eng zusammen.

Im Som­mer hal­ten Außen­ja­lou­sien und Nacht­aus­küh­lung die Tem­pe­ra­tu­ren sta­bil, sodass eine strom­fres­sen­de Kli­ma­an­la­ge nicht dau­er­haft lau­fen muss. Klei­ne orga­ni­sa­to­ri­sche Maß­nah­men wie das Ver­le­gen rechen­in­ten­si­ver Ser­ver in sepa­ra­te Tech­nik­räu­me ver­rin­gern eben­falls die Wär­me­last im Büro.

Fünf konkrete Maßnahmen für ein besseres Arbeitsumfeld

Theo­rie allein ver­än­dert kein Büro­kli­ma. Die fol­gen­de Über­sicht stellt fünf kon­kre­te Schrit­te vor, mit denen sich rasch sicht­ba­re Ver­än­de­run­gen erzie­len lassen:

  1. Lüf­tungs­plan erstel­len: Fes­te Stoß­lüft­zei­ten im Team­ka­len­der ver­an­kern und Bespre­chungs­räu­me nach jedem Mee­ting lüften.
  2. Mess­ge­rä­te instal­lie­ren: CO2-Ampeln und Hygro­me­ter (30–80 €) machen Raum­kli­ma sicht­bar und redu­zie­ren Krankheitstage.
  3. Schall­ab­sor­ber ein­set­zen: Akus­tik­pa­nee­le, tex­ti­le Raum­tei­ler und Tep­pich­bö­den sen­ken die Nach­hall­zeit unter 0,6 Sekun­den und ver­bes­sern die Sprachverständlichkeit.
  4. Arbeits­platz­be­leuch­tung indi­vi­dua­li­sie­ren: Dimm­ba­re LED-Panels und Tisch­leuch­ten mit Tages­licht­sen­sor erlau­ben per­sön­li­che Licht­steue­rung ohne Raumeinfluss.
  5. Pflan­zen gezielt plat­zie­ren: Bogen­hanf, Efeu­tu­te oder Ein­blatt fil­tern Schad­stof­fe und regu­lie­ren die Luftfeuchte.

Bereits die Umset­zung von zwei oder drei die­ser Punk­te führt in vie­len Fäl­len zu einer spür­ba­ren Ver­bes­se­rung des Wohl­be­fin­dens. Wei­ter­füh­ren­de Anre­gun­gen rund um Gesund­heit und Wohl­be­fin­den am Arbeits­platz lie­fern zusätz­li­che Impul­se für den Büroalltag.

Warum Lärmbelastung im Büro oft unterschätzt wird

Büro­lärm erzeugt mess­ba­ren Stress, der sel­ten bewusst wahr­ge­nom­men wird. Schon ein Dau­er­pe­gel von 55 Dezi­bel stei­gert die Feh­ler­quo­te bei Denk­auf­ga­ben um bis zu 30 Pro­zent. Beson­ders kri­tisch ist der soge­nann­te Lom­bard-Effekt: Wenn der Geräusch­pe­gel steigt, spre­chen Men­schen auto­ma­tisch lau­ter, was den Lärm­pe­gel wei­ter nach oben treibt.

Abhil­fe schaf­fen zonier­te Grund­ris­se mit klar getrenn­ten Berei­chen für kon­zen­trier­te Arbeit, Tele­fo­na­te und infor­mel­le Gesprä­che. Akus­ti­k­el­e­men­te und gepols­ter­te Möbel ver­rin­gern den Nach­hall deut­lich. Auch orga­ni­sa­to­ri­sche Regeln, zu denen bei­spiels­wei­se fest ein­ge­plan­te stil­le Stun­den am Vor­mit­tag oder die ver­bind­li­che Nut­zung von Head­sets bei sämt­li­chen Tele­fo­na­ten gehö­ren, tra­gen wesent­lich dazu bei, den stö­ren­den Geräusch­pe­gel im Groß­raum­bü­ro auf ein erträg­li­ches Maß zu sen­ken. Unter­neh­men wie bei­spiel­wei­se Seton bie­ten dar­über hin­aus prak­ti­sche Kenn­zeich­nungs­lö­sun­gen an, mit denen sich Ruhe­zo­nen und Lärm­be­rei­che im Büro deut­lich sicht­bar mar­kie­ren las­sen, wobei das Sor­ti­ment von gut les­ba­ren Hin­weis­schil­dern bis hin zu far­bi­gen Boden­mar­kie­run­gen reicht.

Gesundes Büroklima als Führungsaufgabe: Verantwortung im Alltag

Das Raum­kli­ma ist kei­nes­wegs eine rei­ne Faci­li­ty-Manage­ment-Fra­ge, son­dern betrifft unmit­tel­bar das Wohl­be­fin­den und die Leis­tungs­fä­hig­keit aller Beschäf­tig­ten, die täg­lich in die­sen Räu­men arbei­ten. Füh­rungs­kräf­te ver­ant­wor­ten ein kör­per­lich und psy­chisch zumut­ba­res Arbeits­um­feld. Ein ers­ter Schritt besteht dar­in, das The­ma auf die Agen­da regel­mä­ßi­ger Team­mee­tings zu set­zen. Kur­ze Befra­gun­gen, die etwa ein­mal pro Quar­tal durch­ge­führt wer­den, machen sub­jek­ti­ve Beschwer­den früh­zei­tig sicht­bar und hel­fen dabei, recht­zei­tig gegen­zu­steu­ern, bevor sich die­se Beschwer­den zu chro­ni­schen und schwer lös­ba­ren Pro­ble­men auswachsen.

Auch bau­li­che Inves­ti­tio­nen loh­nen sich: Laut Berech­nun­gen der Bun­des­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin ver­ur­sacht jeder Krank­heits­tag eines Büro­be­schäf­tig­ten in Deutsch­land durch­schnitt­lich rund 250 Euro an direk­ten und indi­rek­ten Kos­ten. Wer in bes­se­re Lüf­tung, Akus­tik und Beleuch­tung inves­tiert, senkt lang­fris­tig den Kran­ken­stand. Inter­na­tio­na­le Initia­ti­ven beschäf­ti­gen sich zuneh­mend mit dem Wohl­be­fin­den am Arbeitsplatz.

Im Kern zeigt sich, dass ein gesun­des Büro­kli­ma kei­nes­wegs als Luxus betrach­tet wer­den darf, son­dern viel­mehr eine betriebs­wirt­schaft­li­che Not­wen­dig­keit dar­stellt, die den Unter­neh­mens­er­folg unmit­tel­bar beein­flusst. Die Kom­bi­na­ti­on aus tech­ni­schen Lösun­gen, orga­ni­sa­to­ri­schen Regeln und einer auf­merk­sa­men Füh­rungs­kul­tur bil­det das Fun­da­ment für pro­duk­ti­ve, moti­vier­te und zufrie­de­ne Teams. Wer heu­te han­delt, bin­det lang­fris­tig Fach­kräf­te und stei­gert sei­ne Arbeitgeberattraktivität.


Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich schlechte Luftqualität im Büro ohne Messgeräte?

Ers­te Warn­si­gna­le sind häu­fi­ge Kopf­schmer­zen nach dem Mit­tag­essen, ver­stärk­te Müdig­keit trotz aus­rei­chend Schlaf und bren­nen­de Augen. Wenn sich meh­re­re Kol­le­gen gleich­zei­tig unwohl füh­len oder die Kon­zen­tra­ti­on nach­mit­tags stark nach­lässt, deu­tet dies auf zu hohe CO2-Wer­te hin. Beschla­ge­ne Fens­ter im Win­ter zei­gen über­höh­te Luft­feuch­tig­keit an.

Wie kann ich störende Geräusche am Arbeitsplatz effektiv reduzieren?

Pro­fes­sio­nel­le Lärm­schutz­maß­nah­men umfas­sen schall­ab­sor­bie­ren­de Mate­ria­li­en, akus­ti­sche Trenn­wän­de und ergo­no­mi­sche Raum­auf­tei­lung. Bei Seton Deutsch­land fin­den Sie bewähr­te Stra­te­gien zur Redu­zie­rung von Arbeits­ge­räu­schen, die auch bei begrenz­tem Bud­get umsetz­bar sind. Zusätz­lich hel­fen Noi­se-Can­cel­ling-Kopf­hö­rer für fokus­sier­tes Arbeiten.

Welche Büropflanzen verbessern das Raumklima am besten?

Grün­li­lie, Bogen­hanf und Gum­mi­baum gel­ten als beson­ders wirk­sa­me Luft­rei­ni­ger für Büro­räu­me. Sie fil­tern Schad­stof­fe aus der Luft und erhö­hen die Luft­feuch­tig­keit auf natür­li­che Wei­se. Pro 10 Qua­drat­me­ter Büro­flä­che emp­feh­len Exper­ten min­des­tens eine mit­tel­gro­ße Pflan­ze für spür­ba­re Effekte.

Was kostet die Optimierung des Büroklimas pro Arbeitsplatz?

Grund­le­gen­de Ver­bes­se­run­gen star­ten bereits ab 50 Euro pro Arbeits­platz für Pflan­zen und ergo­no­mi­sche Hilfs­mit­tel. Pro­fes­sio­nel­le Luft­mess­ge­rä­te kos­ten zwi­schen 150 und 300 Euro, wäh­rend auto­ma­ti­sche Lüf­tungs­sys­te­me mit 500 bis 1.500 Euro pro Raum zu Buche schla­gen. Der Return on Invest­ment zeigt sich meist inner­halb von sechs Mona­ten durch redu­zier­te Krankheitstage.

Welche häufigen Fehler verschlechtern das Büroklima unnötig?

Vie­le Büros wer­den per­ma­nent über­heizt, da ein­zel­ne Per­so­nen frie­ren, wäh­rend die Mehr­heit schwitzt. Ein wei­te­rer Klas­si­ker: Fens­ter blei­ben aus Sicher­heits­grün­den ver­schlos­sen, obwohl kur­zes Stoß­lüf­ten völ­lig aus­reicht. Außer­dem wer­den Arbeits­plät­ze direkt unter Kli­ma­an­la­gen oder neben Heiz­kör­pern ein­ge­rich­tet, was zu extre­men Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen führt.

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