Wir sind fast schon süch­tig nach Sit­zen: im Büro, wäh­rend der Auto­fahrt, vor dem Fern­se­her oder in der Knei­pe. War­um das vie­le Sit­zen nicht gesund ist und was dage­gen unter­nom­men wer­den kann, steht in die­sem Buch.

Die Auto­rin Vivi­en Suchert beschreibt in einem his­to­ri­schen Abriss, wie und war­um wir uns von stein­zeit­li­chen Jägern und Samm­lern hin zum Homo seden­ta­ri­us (dem im Sit­zen arbei­ten­den Men­schen) ent­wi­ckelt haben, unter­mau­ert mit Zah­len und Fak­ten. Die Sitz­fal­len der moder­nen Gesell­schaft wer­den ana­ly­siert: Arbeits­platz, digi­ta­le Medi­en und (auto­ma­ti­sier­te) Fort­be­we­gung, inklu­si­ve dahin­ter­ste­cken­der psy­cho­lo­gi­scher Mecha­nis­men. Auch die dra­ma­ti­schen Fol­gen des zu vie­len Sit­zens für unse­re Gesund­heit wer­den aus­führ­lich auf­ge­zeigt. Die Lek­tü­re endet ver­söhn­lich, mit einer umfang­rei­chen Anlei­tung für einen Weg raus aus der Sitz­fal­le. Der locke­re Schreib­stil mit wis­sen­schaft­li­chem Unter­bau ani­miert zu mehr Bewe­gung im All­tag.

Dr. Vivi­en Suchert: „Sit­zen ist fürn Arsch. War­um die sit­zen­de Lebens­wei­se unse­re Gesund­heit gefähr­det und was wir dage­gen tun kön­nen“, Heyne, 256 S., 9,99 €.