Fünf klei­ne Häu­ser, alle unter­schied­lich alt, wur­den in Lon­dons Wes­ten zu einem Cowor­king-Space ver­eint. Knal­li­ge Far­ben, viel Tages­licht und ein Wald aus Pflan­zen prä­gen die 800 m² Arbeits­flä­che im Second Home Hol­land Park.

Fast wie draußen: Arbeitsplätze zwischen Pflanzen.

Fast wie drau­ßen: Arbeits­plät­ze zwi­schen Pflan­zen. Abbil­dung: Iwan Baan

Transparente Minibüros innerhalb der Coworking-Fläche. Und natürlich Bäume.

Trans­pa­ren­te Mini­bü­ros inner­halb der Cowor­king-Flä­che. Und natür­lich Bäu­me. Abbil­dung: Iwan Baan

Der überdachte Innenhof. Mit Seifenblasen im Dach und Richard Rogers‘ Weinstock.

Der über­dach­te Innen­hof. Mit Sei­fen­bla­sen im Dach und Richard Rogers‘ Wein­stock. Abbil­dung: Iwan Baan

Modernes Arbeitskonzept in altem Gemäuer.

Moder­nes Arbeits­kon­zept in altem Gemäu­er. Abbil­dung: Iwan Baan

Viel Tageslicht von oben. Für Coworker und Pflanzen.

Viel Tages­licht von oben. Für Cowor­ker und Pflan­zen. Abbil­dung: Iwan Baan

Der Cowor­king-Space ist an einem kunst­ge­schichts­träch­ti­gen Ort ent­stan­den. In den 1960ern hat­te der bri­ti­sche Mode­fo­to­graf John Antho­ny Cowan sein Stu­dio in einem der Gebäu­de. In ihm dreh­te der Regis­seur Michel­an­ge­lo Anto­nio­ni Mit­te der 1960er Jah­re vie­le Sze­nen sei­nes Film­klas­si­kers „Blow up“. Ein paar Jah­re spä­ter hat­te der Archi­tekt Richard Rogers sei­ne Arbeits­räu­me in dem Haus. Es war sein ers­tes eige­nes Büro, kurz nach­dem er 1971 gemein­sam mit Ren­zo Pia­no den Wett­be­werb für den Bau des Cent­re Pom­pi­dou gewon­nen hat­te. Von Rogers stam­men unter ande­rem noch die Trep­pen und die Ober­lich­ter. Auch der Wein­stock, der bis heu­te im Innen­hof steht, wur­de von ihm gepflanzt.

Wäh­rend des Umbaus für Second Home erwei­ter­ten die Archi­tek­ten vom spa­ni­schen Stu­dio Sel­gasCa­no das bestehen­de Zwi­schen­ge­schoss. Außer­dem lie­ßen sie zusätz­li­che Ober­lich­ter ein­bau­en, um mehr Tages­licht ins Inne­re zu brin­gen – für die Cowor­ker und für die 18 ech­ten Bäu­me, die im Gebäu­de gepflanzt wur­den. Im Außen­be­reich wur­de ein Groß­teil des Innen­ho­fes über­dacht, wobei dar­auf geach­tet wur­de, Rogers Wein­stock unbe­rührt zu las­sen. Die Kon­struk­ti­on die­ses Daches ist aus­ge­fal­len: Es besteht aus zwei durch­sich­ti­gen Schich­ten, zwi­schen denen Sei­fen­bla­sen für zusätz­li­che Iso­lie­rung sor­gen. 20 Minu­ten dau­ert es, den Zwi­schen­raum mit ihnen zu fül­len, ihr Effekt hält dann den gan­zen Tag über an.