99chairs ist ein Start-up par excel­len­ce. 2014 mit einer Mil­lio­nen­fi­nan­zie­rung an den Start gegan­gen, fei­er­te das jun­ge Team Anfang des Jah­res in Ber­lin-Mit­te bereits den Bre­ak-even. Viel­leicht bestellt man Büro­pla­nung und -ein­rich­tung künf­tig nur noch im Web. Mit­grün­der Juli­an Rie­dels­hei­mer im Inter­view.

Gründer und Geschäftsführer von 99chairs: Julian Riedelsheimer und Frank Stegert.

Grün­der und Geschäfts­füh­rer von 99chairs: Juli­an Rie­dels­hei­mer und Frank Ste­gert.

Bürokonzept mit Start-up-Feeling – von 99chairs.

Büro­kon­zept mit Start-up-Fee­ling – von 99chairs.

Einrichtungsbeispiel von 99chairs für eine kommunikative Kaffeeküche.

Ein­rich­tungs­bei­spiel von 99chairs für eine kom­mu­ni­ka­ti­ve Kaf­fee­kü­che.

OFFICE ROXX: Herr Riedelsheimer, herzlichen Glückwunsch zur Platzierung unter den 300 jungen Innovatoren der aktuellen Forbes-Liste Europa. Welche Idee steckt hinter 99chairs?

Juli­an Rie­dels­hei­mer: Vie­len Dank. 99chairs ist kein her­kömm­li­cher Online­shop. Egal ob es dar­um geht, das neue Office, den krea­ti­ven Cowor­king-Space, geräu­mi­ge Groß­stadt­lofts oder das Zuhau­se ein­zu­rich­ten – wir bie­ten pro­fes­sio­nel­le Bera­tung von Inte­rior­de­si­gnern, zeit­spa­rend und güns­tig.

Wie funktioniert das konkret?

Auf unse­rer Web­site kann man schnell und ein­fach sei­nen per­sön­li­chen Stil defi­nie­ren und aus ver­schie­de­nen Ser­vice­pa­ke­ten aus­wäh­len. Mit einem geschul­ten Gespür für Trends wäh­len dann per­sön­li­che Desi­gner zwi­schen über einer Mil­lion Pro­duk­ten aus und pas­sen jedes Kon­zept indi­vi­du­ell die jewei­li­gen Kun­den­be­dürf­nis­se und Bud­gets an. Anschlie­ßend kön­nen die aus­ge­such­ten Pro­duk­te direkt ins Büro gelie­fert und auch kom­plett auf­ge­baut wer­den.

Worauf wird bei einer Büroplanung besonders viel Wert gelegt?

Uns ist wich­tig, die Mit­ar­bei­ter glück­li­ch zu machen und somit auch das Unter­neh­men zu stär­ken. Die per­fek­te Mischung setzt den Grund­bau­stein: Ruhe­räu­me, Thinktanks, offe­ne Räu­me, Chill-out- und Active-Reco­very-Berei­che – jeder hat sei­nen eige­nen Arbeits­stil und holt sich sei­ne Ener­gie und Krea­ti­vi­tät aus unter­schied­li­chen Quel­len. Auch die Gesund­heit ist ein Fak­tor, der essen­zi­ell ist für das Wohl­be­fin­den. Gesund­heits­ori­en­tiert heißt aber in kei­nem Fall „kli­ni­sch“, son­dern emo­tio­nal ori­en­tiert. Ein Bei­spiel ist Son­ne. Das Licht­kon­zept soll­te am bes­ten einen son­ni­gen Som­mer­tag abbil­den.

Was kostet ein komplettes Einrichtungskonzept bei Ihnen beispielsweise?

Wir haben für jedes Bud­get ein pas­sen­des Ange­bot. Vor allem dank unse­res Markt­plat­zes, auf dem wir die Pro­duk­te unse­rer Part­ner und Händ­ler für die Kon­zep­te unse­rer Desi­gner bereit­stel­len. Von Ikea bis zum jun­gen Desi­gner­la­bel ist alles dabei. Dar­aus ergibt sich ein schö­ner Stil­mix oder ein beson­de­res Desi­gn­kon­zept zum klei­nen Preis.

Ihr Berliner Start-up gibt es seit 2014. Wie war der Start und wie läuft es heute?

Am Anfang haben wir eine sie­ben­stel­li­ge Finan­zie­rung von ver­schie­de­nen Inves­to­ren der Möbel­bran­che erhal­ten, unter ande­rem von Angel Invest­ment, Ven­tu­re Capi­tals und High­tech Grün­der­fonds. Wir sind mit 800.000 Euro und zusätz­li­chem Eigen­ka­pi­tal gestar­tet. Anfang 2017, grob drei Jah­re nach der Grün­dung von 99chairs, haben wir den Bre­ak-even-Point erreicht.

Wo wollen Sie 2020 mit 99chairs sein?

Wir wol­len den Men­schen in Deutsch­land, Euro­pa und dann dar­über hin­aus zei­gen, wie wich­tig die Aus­wir­kung der Räu­me auf unser Emp­fin­den, unse­re Stim­mung und unser Lebens­ge­fühl ist. Auch die Tech­no­lo­gie, mit der wir und unse­re Desi­gner arbei­ten, soll noch wei­ter opti­miert wer­den. Vir­tual Rea­li­ty und A. I. kön­nen unser Tool sicher noch wei­ter vor­an­brin­gen.

Vie­len Dank für das Gespräch.

Die Fra­gen stell­te Dr. Robert Neh­ring.