Gestaltung und Ausstattung moderner Arbeitswelten müssen Kollaboration, Kommunikation und Konzentration gleichermaßen ermöglichen, um effektives Arbeiten zu ermöglichen. Gregor Knipper von Jabra beschreibt, was nötig ist, damit Menschen gern ins Büro kommen.

Kleine Meetingräume werden zu den eigentlichen Zentren der Zusammenarbeit. Abbildung: Jabra
Das Büro hat ein Imageproblem. Zumindest das Büro, wie wir es aus vorpandemischen Zeiten kennen: lange Flure, offene Großraumflächen, repräsentative Konferenzräume mit Glastüren. Ein Ort, der vor allem deshalb existierte, weil man irgendwo hingehen musste, um zu arbeiten. Heute konkurriert dieses Büro mit einem überraschend starken Gegner: dem eigenen Zuhause. Wer dort ungestört arbeiten, in Ruhe telefonieren und nebenbei die Wäsche aufhängen kann, hat wenig Anreiz, sich morgens in eine volle S-Bahn zu setzen.
Fünf Jahre nach etabliertem Hybridbetrieb stellt sich deshalb die Frage neu: Wofür ist das Büro eigentlich noch da? Anwesenheitsmandate sind ein viel diskutiertes Mittel, um die unternehmerischen Schreibtische zu füllen. Sie beantworten allerdings nicht die eigentliche Frage: Wie muss ein Büro aussehen und welche Funktionen muss es bieten, damit Menschen gerne zurückkommen?
Warum kleine Meetingräume jetzt groß rauskommen
Heute bedeutet das offene Großraumbüro für viele Beschäftigte vor allem eines: Reizüberflutung. Dauergeräuschkulisse, ständige Sichtkontakte, keine Rückzugsorte. Wer konzentriert arbeiten will, flüchtet ins Homeoffice. Wer ein hybrides Meeting hat, sucht nach einem leeren Raum. Parallel hat sich die Art, wie wir zusammenarbeiten verändert. Meetings finden seltener in großer Runde statt, dafür häufiger spontan, in kleinen Konstellationen und fast immer hybrid. Drei Leute vor Ort, zwei aus dem Homeoffice, einer im Zug. Für solche Situationen ist der klassische Konferenzraum für zwölf Personen überdimensioniert.
Die Konsequenz: Kleine Meetingräume werden zu den eigentlichen Zentren der Zusammenarbeit. Denn sie bieten, was im modernen Büroalltag oftmals fehlt – einen klar abgegrenzten Ort für fokussierten Austausch.
Raum für Fokus
Die Gestaltung von Räumen prägt, wie Menschen miteinander arbeiten. Ein kleiner, ruhiger Besprechungsraum ist kein architektonischer Lückenfüller, sondern ein Statement: Hier darf man nachdenken, zuhören, sich einbringen. Besonders deutlich wird das, wenn man Arbeitsumgebungen aus der Perspektive neurodivergenter Menschen betrachtet: Für Beschäftigte mit sensorischer Sensibilität ist das durchschnittliche Großraumbüro ein dauerhafter Energiefresser. Kleine, akustisch geschützte Räume entlasten diese kognitive Dauerbelastung.

Meetings finden seltener in großer Runde statt, dafür häufiger spontan, in kleinen Konstellationen und fast immer hybrid. Abbildung: Jabra
Wenn Technik zum Enabler wird
So wichtig die kulturelle Dimension ist, ohne funktionierende Technik wird auch der durchdachteste Huddle Room zur Frustfalle. Laut einer aktuellen Studie von Jabra verlieren Beschäftigte elf Minuten pro hybridem Meeting aufgrund von technischen Schwierigkeiten. Hochgerechnet entspricht das in Deutschland 3,25 verlorenen Arbeitstagen pro Mitarbeitendem und Jahr.
Unternehmen versuchen deshalb, die Technik im Besprechungsraum so weit wie möglich zu vereinfachen. Statt separater Kameras, Mikrofone, Lautsprecher und zusätzlicher Steuerungstechnik kommen zunehmend integrierte Systeme zum Einsatz. Kompakte Videobars wie die neue Jabra PanaCast U30 vereinen Kamera, Mikrofone und Lautsprecher in einem Gehäuse und lassen sich per Plug-and-Play via USB-C direkt mit dem Notebook verbinden. Um typische Startschwierigkeiten zu vermeiden, geht die PanaCast U30 noch weiter: Sie aktiviert sich automatisch beim Betreten des Raums und zeigt die nächsten Schritte auf dem Startbildschirm an. So lassen sich Meetings schnell und unkompliziert starten.
Im Meeting selbst übernimmt die Technik weitere Aufgaben im Hintergrund. Die Bildregie folgt automatisch der sprechenden Person. Mikrofone nehmen Stimmen aus dem ganzen Raum gleichmäßig auf, statt vor allem die lauteste zu verstärken. Wer ruhiger spricht oder sich Zeit für eine Antwort nimmt, bekommt dadurch denselben Platz im Gespräch wie alle anderen. Ein vermeintlich kleines Detail, das im hybriden Arbeitsalltag einen Unterschied macht.

Kompakte Videobars wie die neue Jabra PanaCast U30 vereinen Kamera, Mikrofone und Lautsprecher in einem Gehäuse und lassen sich per Plug-and-Play verbinden. Abbildung: Jabra
Die Individualisierung des Arbeitsplatzes
Das Büro wird bleiben. Allerdings nicht als Ort, zu dem Mitarbeitende verpflichtet werden. Erfolgreich werden vielmehr jene Arbeitsumgebungen sein, die so gestaltet sind, dass Menschen dort gerne und produktiv arbeiten. Damit das funktioniert, braucht es Meetingtechnologie, die sich den Nutzern anpasst und mit den Anforderungen mitwächst – statt umgekehrt. Die Jabra PanaCast Room Kits etwa lassen sich in Konfigurationen mit einer, drei oder fünf Kameras einrichten und um zusätzliche Mikrofone erweitern, ohne dass die Grundinstallation getauscht werden müsste.
Kleine Meetingräume sind dabei mehr als ein Einrichtungstrend. Sie stehen für ein neues Verständnis von Arbeit: weniger laut, weniger standardisiert, dafür anpassungsfähiger an die Realität moderner Teams. Das moderne Büro ist nicht ein Büro, das für Durchschnittsmenschen geplant ist, sondern für die vielen verschiedenen Menschen, die darin tatsächlich arbeiten.
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Gregor Knipper, President Central Region, Jabra. |






























































