Das Eventhighlight auf der diesjährigen Orgatec wird die zweite Ausgabe des „Wherever Whenever – Work Culture Festivals“ sein. Die internationale Leitmesse für Workspace und Contract Solutions präsentiert vom 27. bis 30. Oktober aber auch drei Sonderschauen.

Die Sonderschau „Closer“ verbindet Funktionalität und sinnliches Raumerleben in einem multisensorischen Ansatz. Abbildung: Koelnmesse GmbH, Oliver Wachenfeld
Die Orgatec 2026 steht unmittelbar bevor. Es haben sich zwar weniger Aussteller als 2024 angemeldet und es fehlen wieder einige namhafte Unternehmen. Dennoch wird die Messe auch in diesem Jahr mit Sicherheit wieder ein Spektakel werden. Neben zahlreichen Produktinnovationen werden dafür auch wieder Events sorgen.
Das Festival in Halle 6
Das Top-Event der Orgatec ist die zweite Ausgabe des „Wherever Whenever – Work Culture Festivals“, das vom Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA) getragen und organisiert wird. In Halle 6 werden auf mehreren Bühnen namhafte Redner aktuelle Themen der Arbeitswelt vorstellen und diskutieren. Das Programm wird durch Workshops, Panels und Festival-Elemente wie Kunst, Streetfood, Ausstellungen sowie die große Party mit Live-Musik am 28. Oktober ergänzt. Hier lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall.
Oragtec Perspectives
Mit dem neuen Leitthema der Orgatec „From rooms to relationships: designing spaces in an ever-changing world“ wird der Fokus laut Veranstalter Koelnmesse auf den Menschen, seine Beziehungen im Arbeits- und Objektraum sowie den Umgang mit steter Veränderung gerichtet. Zwei Sonderschauen unter dem Motto „Orgatec Perspectives“ übersetzen das Leitthema in konkrete Ansätze für die zukünftige Gestaltung von Arbeits- und Contract-Umgebungen.
Begegnung und Wahrnehmung
Die vom Berliner Studio Hanne Willmann kuratierte Sonderschau im Segment Contract Solutions in Halle 4.2 trägt den Titel „Closer“. Sie widmet sich der Frage, wie Contract Design die Begegnung mit anderen Menschen und auch mit sich selbst fördern kann. Im Mittelpunkt steht ein Ansatz, der Funktionalität und sinnliches Raumerleben miteinander verbindet. Architektur, Materialien, Licht, Klang, Geschmack und Raumduft greifen ineinander und schaffen eine Atmosphäre, die Austausch und Wahrnehmung in den Fokus rückt.
Das Konzept basiert auf vier zentralen Säulen: einer offenen, nestartigen Architektur, multisensorischen Erlebnisräumen, Materialinnovationen in Kooperation mit führenden Herstellern sowie neu gedachten Formaten. Von Bar und Kino über eine Lichtinstallation, die Emotionen spiegelt, bis hin zu einem meditativen Rückzugsort.
Impulse für Kreativität
Im Segment „Workspace Solutions“ stellt das Londoner Designstudio Pearson Lloyd in Halle 7 eine immersive Installation vor, die mit der Vorstellung bricht, Arbeit und Spiel seien zwei strikt voneinander zu trennende Sphären. Historisch betrachtet wurde Spiel vielfach nicht als Ablenkung, sondern als Voraussetzung für das Entstehen von Ideen begriffen, erläutert die Koelnmesse. Dennoch sind viele heutige Arbeitsumgebungen von Systemen geprägt, die auf Routine und Kontrolle statt auf Kreativität ausgerichtet sind. Die Sonderschau „Work–Play“ entwickelt hierzu einen alternativen Ansatz.
Im Mittelpunkt steht eine flexible Raumstruktur, die sich dynamisch an den Tagesablauf anpasst. Besucher sind eingeladen, sich zu beteiligen und zu erkunden, wie Bewegung und gemeinsames Handeln die Entstehung von Ideen beeinflussen. Daraus entwickelt sich eine Umgebung, in der Spiel nicht als Ausbruch aus der Arbeit verstanden wird, sondern als Impulsgeber für Vorstellungskraft und neue Formen der Zusammenarbeit.

In Halle 10.2 finden Besucher die kuratierte Sonderausstellung zum Eames Pavilion System. Abbildung: Salva Lopez, 2026 Eames Office, LLC. 2026 Kettal, SL
Eames Pavilion System in Halle 10.2
In Halle 10.2 wird unter dem Titel „Orgatec 2026 presents the Eames Pavilion System by Kettal in collaboration with the Eames Office“ eine kuratierte Sonderausstellung mit zwei begehbaren Ausführungen des Eames Pavilion Systems zu sehen sein. Das System basiert auf einer kleinen Grundfläche bei maximalem Volumen. Wiederholbare Strukturmodule lassen sich mit unterschiedlichen Dachtypen, Fassadenelementen, Verglasungen, Textilien und Zubehör kombinieren. Zusätzlich gibt die Sonderausstellung Einblicke in das architektonische Werk von Charles und Ray Eames. Unter dem Titel „The Eames Houses“ werden auf Basis umfassender Archivrecherchen bislang weitgehend unbekannte Projekte und Materialien aus dem Bestand des Eames Office präsentiert.





























































