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Orgatec 2026: Die Zukunft von Arbeits- und Contract-Welten erleben. Abbildung Orgatec

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Inwerk: Starte das neue Jahr mit top ergonomischen Büromöbeln. Sonderaktion vom 08.01.–28.01.2024.

Mehr als vier Wände: Was gute Büros heute leisten müssen

Sven Myli­us, Asso­cia­te Part­ner bei Drees & Som­mer, zeigt auf, wie sich die Anfor­de­run­gen an moder­ne Büro­wel­ten ver­än­dern und was Unter­neh­men dar­aus ablei­ten kön­nen. Der Workspace Bench­mark Report 2026 von Drees & Som­mer wird im Okto­ber die­ses Jah­res auf dem Work Cul­tu­re Fes­ti­val in der Mes­se Orga­tec vorgestellt.

Das Büro wird zum Magneten für Mitarbeitende, die sich nach persönlichem Austausch sehnen. Abbildung: Peter Neusser, Drees & Sommer SE

Das Büro wird zum Magne­ten für Mit­ar­bei­ten­de, die sich nach per­sön­li­chem Aus­tausch seh­nen. Abbil­dung: Peter Neus­ser, Drees & Som­mer SE

Lan­ge Zeit war das Büro der zen­tra­le Ort der Wis­sens­ar­beit. Heu­te ist mobi­les Arbei­ten für vie­le Beschäf­tig­te zur Norm gewor­den. Mit­ar­bei­ten­de schät­zen die Fle­xi­bi­li­tät und die ver­bes­ser­te Ver­ein­bar­keit von Beruf und Pri­vat­le­ben. Die Schat­ten­sei­te sind Leer­stän­de in Büros, unge­nutz­te Arbeits­plät­ze und Schreib­ti­sche. Im Drees & Som­mer Workspace Bench­mark Report 2023 gaben mehr als die Hälf­te der Befrag­ten die Aus­las­tung ihrer Arbeits­plät­ze mit 50 Pro­zent oder weni­ger an, 63 Pro­zent erwar­te­ten zukünf­tig eine Flä­chen­re­duk­ti­on. Bei der Flä­chen­kon­so­li­die­rung treibt vie­le Unter­neh­men die Fra­ge um: Wie schaf­fe ich ein Büro, das wie ein Mit­ar­bei­ter­ma­gnet funktioniert?

Weniger Fläche, mehr Flexibilität

Laut einer Kon­junk­tur­um­fra­ge des Ifo-Insti­tuts arbei­te­ten im Febru­ar 2026 rund 24 Pro­zent der Beschäf­tig­ten in Deutsch­land min­des­tens teil­wei­se von zu Hau­se. In man­chen Tätig­keits­fel­dern des Dienst­leis­tungs­sek­tors, etwa bei IT-Dienst­leis­tern, sind es sogar über 75 Pro­zent. Dass mobi­les Arbei­ten ein fes­ter Bestand­teil der Arbeits­welt blei­ben wird, dar­über waren sich bereits 98 Pro­zent der Befrag­ten des Drees & Som­mer Workspace Bench­mark Report 2023 einig. 63 Pro­zent gin­gen davon aus, dass der Flä­chen­be­darf pro Arbeits­platz sin­ken wird, die Mehr­heit dar­un­ter erwar­te­te eine Flä­chen­re­duk­ti­on von 21 bis 30 Pro­zent. 82 Pro­zent nutz­ten bereits ein Desk-Sha­ring-Prin­zip im Unter­neh­men – das waren 16 Pro­zent mehr als in der Vor­jah­res-Umfra­ge und ein deut­li­cher Anstieg zu 2021, wo die Nut­zung ledig­lich bei 52 Pro­zent lag.

82 Prozent der Befragten nutzten bereits ein Desk-Sharing-Prinzip. Davon wollten mehr als die Hälfte dieses zukünftig im Unternehmen intensivieren. Abbildung: Drees & Sommer SE, Quelle: Workspace Benchmark Report 2023.

82 Pro­zent der Befrag­ten nutz­ten bereits 2023 ein Desk-Sha­ring-Prin­zip. Davon woll­ten mehr als die Hälf­te die­ses zukünf­tig im Unter­neh­men inten­si­vie­ren. Abbil­dung: Drees & Som­mer SE, Quel­le: Workspace Bench­mark Report 2023.

Tausche Fläche gegen Qualität

Unge­nutz­te Büro­flä­chen sind teu­er – zahl­rei­che Unter­neh­men haben des­halb bereits reagiert: Bei­spiels­wei­se wer­den zwei oder mehr sepa­ra­te B-Lagen auf­ge­ge­ben und an einer klei­ne­ren A-Lage zusam­men­ge­führt, um einen attrak­ti­ve­ren Stand­ort zu schaf­fen. Die Umfra­ge­er­geb­nis­se bekräf­tig­ten die Rele­vanz des Büros als moder­ne Arbeits­um­ge­bung, die nicht nur funk­tio­nal gestal­tet ist, son­dern vor allem sozia­le Begeg­nun­gen und kol­la­bo­ra­ti­ves Arbei­ten unter­stützt. Anläs­se für den Gang ins Büro sind ins­be­son­de­re die direk­te Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Kun­den und Kol­le­gen, for­mel­le und infor­mel­le Bespre­chun­gen sowie Teamarbeit.

63 Prozent gingen davon aus, dass der Flächenbedarf pro Arbeitsplatz sinken wird. Abbildung: Drees & Sommer SE, Quelle: Workspace Benchmark Report 2023

63 Pro­zent gin­gen 2023 davon aus, dass der Flä­chen­be­darf pro Arbeits­platz sin­ken wird. Abbil­dung: Drees & Som­mer SE, Quel­le: Workspace Bench­mark Report 2023

Menschen gehen wegen Menschen ins Büro

Wie sich bereits in den Umfra­ge­er­geb­nis­sen im Jahr 2022 her­aus­kris­tal­li­siert hat, nutz­ten Mit­ar­bei­ten­de, die zwei bis drei Tage pro Woche mobil arbei­ten konn­ten, die­se Mög­lich­keit auch. Mit­ar­bei­ten­de, die die­se Mög­lich­keit an vier bis fünf Tagen pro Woche hat­ten, arbei­te­ten in der Regel jedoch trotz­dem nur an drei Tagen pro Woche mobil – sie gin­gen also frei­wil­lig ins Büro. Eine gute Balan­ce zwi­schen per­sön­li­chem Aus­tausch im Büro und der Fle­xi­bi­li­tät von Remo­te Work ermög­licht es Mit­ar­bei­ten­den, ihre Zeit selbst ein­zu­tei­len und dort zu arbei­ten, wo sie am pro­duk­tivs­ten sind.

Zwei bis drei mobile Arbeitstage pro Woche nahmen Mitarbeitende gern in Anspruch – auch diejenigen, die an vier bis fünf Tagen mobil Arbeiten dürften. Abbildung: Drees & Sommer SE, Quelle: Workspace Benchmark Report 2023.

Zwei bis drei mobi­le Arbeits­ta­ge pro Woche nah­men Mit­ar­bei­ten­de gern in Anspruch. Wer die Mög­lich­keit an vier bis fünf Tagen pro Woche hat­ten, arbei­te­te trotz­dem nur an drei Tagen pro Woche mobil – sie gin­gen also frei­wil­lig ins Büro. Abbil­dung: Drees & Som­mer SE, Quel­le: Workspace Bench­mark Report 2023.

Neue Flächenangebote durch künstliche Intelligenz

Damit das gelingt, müs­sen Arbeits­um­ge­bun­gen unter­schied­li­che Tätig­kei­ten opti­mal unter­stüt­zen und sich kon­ti­nu­ier­lich an neue For­men der Zusam­men­ar­beit anpas­sen. Dazu tra­gen nicht nur hybri­de Arbeits­mo­del­le bei, son­dern zuneh­mend auch digi­ta­le Tech­no­lo­gien und künst­li­che Intel­li­genz. Wer im Büro­all­tag ver­stärkt Sprach­as­sis­ten­ten, KI-Anwen­dun­gen oder vir­tu­el­le Mee­ting-Tools nutzt, benö­tigt geeig­ne­te Rück­zugs­or­te, um kon­zen­triert arbei­ten zu kön­nen, sowie Räu­me mit anders ver­stan­de­ner und vor allem guter Akus­tik für unge­stör­te Inter­ak­tio­nen. Bei­spiels­wei­se kön­nen soge­nann­te Promp­ting Zones in den Flä­chen Ein­zug erhal­ten, die für Nut­zer der Sprach­ein­ga­ben rele­vant sind, um hier unter Gleich­ge­sinn­ten zu prompten.

Drees & Sommer auf dem Work Culture Festival 2026 im Rahmen der Messe Orgatec. Abbildung: IBA

Drees & Som­mer auf dem Work Cul­tu­re Fes­ti­val 2026 im Rah­men der Mes­se Orga­tec. Abbil­dung: IBA

In Zukunft immer wichtiger: Health and Wellbeing

Zudem gewinnt das The­ma Gesund­heit und Wohl­be­fin­den (eng­lisch „Health and Well­be­ing“) an Rele­vanz. Arbeit­neh­men­de suchen ein Arbeits­um­feld, das ihre Gesund­heit und ihr Wohl­be­fin­den för­dert – ange­fan­gen bei der Fle­xi­bi­li­tät des Arbeits­mo­dells, über Archi­tek­tur und Gestal­tung der Räum­lich­kei­ten bis hin zu Füh­rung, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Unter­neh­mens­kul­tur. Die­se The­men sind eng mit­ein­an­der ver­knüpft und bil­den die Grund­la­ge für ein gesun­des und pro­duk­ti­ves Arbeits­um­feld. 82 Pro­zent der Befrag­ten erach­te­ten das The­ma Health and Well­be­ing zukünf­tig als wich­tig bis sehr wich­tig. Gleich­zei­tig setz­ten die Unter­neh­men das The­ma noch nicht aus­rei­chend in ihrer Füh­rung und Stra­te­gie um. Es bedarf kon­kre­ter Zah­len, um dem Top­ma­nage­ment die Bedeu­tung von Health and Well­be­ing auf­zu­zei­gen. Bei­spiels­wei­se las­sen sich mit­tels eines Health and Well­be­ing Scorings wei­che Fak­to­ren wie Gesund­heit und Wohl­be­fin­den mes­sen und Maß­nah­men zur Stei­ge­rung von Health and Well­be­ing mit wirt­schaft­li­chen Kenn­zah­len wie Pro­duk­ti­vi­tät, Fluk­tua­ti­on oder Mit­ar­bei­ten­den­bin­dung hinterlegen.

Junge Generation fordert Flexibilität, Ausstattung und Kultur

Eine der bemer­kens­wer­tes­ten Ver­än­de­run­gen in der Arbeits­welt ist die Inte­gra­ti­on der nächs­ten Gene­ra­ti­on in das Arbeits­le­ben. Sie bringt eine ein­zig­ar­ti­ge Per­spek­ti­ve und eine Rei­he bestimm­ter Erwar­tun­gen an Arbeit­ge­ber und Büro­kon­zep­te mit. Dazu zäh­len neben mehr Fle­xi­bi­li­tät und Desk-Sha­ring auch die Iden­ti­fi­ka­ti­on mit dem Büro, Diver­si­tät und Team­buil­ding. 38 Pro­zent der Befrag­ten nah­men durch die neue Gene­ra­ti­on bereits eine Ver­än­de­rung in ihren Büro­kon­zep­ten wahr oder erwar­te­ten die­se für die Zukunft. Unter­neh­men, die auf Fle­xi­bi­li­tät, räum­li­che Aus­stat­tung und Kul­tur Wert legen, zäh­len zu den Vor­rei­tern und schaf­fen sich eine hohe Arbeit­ge­ber­at­trak­ti­vi­tät bei jun­gen und zukünf­ti­gen Mitarbeitenden.

Menschen gehen wegen Menschen ins Büro. Abbildung: Peter Neusser, Drees & Sommer SE

Men­schen gehen wegen Men­schen ins Büro. Abbil­dung: Peter Neus­ser, Drees & Som­mer SE

Bewusstsein für New Work wächst

Ins­ge­samt wächst das Bewusst­sein für die Ver­än­de­rung der Arbeits­welt. 91 Pro­zent der Teil­neh­men­den hiel­ten es für sehr rele­vant, eine Stra­te­gie für den zukünf­ti­gen Umgang mit New Work Spaces zu haben. Von die­sen Teil­neh­men­den hat­ten 45 Pro­zent bereits eine fer­ti­ge Stra­te­gie ent­wi­ckelt, die in ihre Unter­neh­mens­stra­te­gie passt.

Auch wenn ande­re Orte das Büro als Arbeits­ort ergän­zen, bleibt es zukunfts­fä­hig. Dabei kommt es nicht auf die Grö­ße der Flä­che, son­dern in ers­ter Linie auf deren Qua­li­tät und Lage an. Das Büro der Zukunft ist ein Mit­ar­bei­ter­ma­gnet durch Mehr­wert, Frei­wil­lig­keit und intrin­si­sche Moti­va­ti­on. Eine attrak­ti­ve, bedarfs­ge­rech­te, tech­nisch opti­mier­te und gesun­de Arbeits­um­ge­bung för­dert die Bin­dung der Mit­ar­bei­ten­den an das Büro und damit an das Unternehmen.

Über den Workspace Benchmark Report 2023

In einer anony­men Umfra­ge wur­den im August und Sep­tem­ber 2023 ins­ge­samt 181 Per­so­nen aus ver­schie­de­nen Unter­neh­men und rund 20 unter­schied­li­chen Bran­chen befragt. 37 Pro­zent davon stam­men aus Unter­neh­men mit mehr als 1.500 Mit­ar­bei­ten­den, 31 Pro­zent aus dem Mit­tel­stand mit 201 bis 1.500 Mit­ar­bei­ten­den und die übri­gen 32 Pro­zent reprä­sen­tie­ren klei­ne Fir­men mit 50 bis 200 Mit­ar­bei­ten­den. 80 Pro­zent der Teil­neh­men­den arbei­ten in den Bran­chen Auto­mo­ti­ve, Indus­trie, Infor­ma­ti­on and Com­mu­ni­ca­ti­on Tech­no­lo­gy (ICT), öffent­li­che Ver­wal­tung und Pro­per­ty Com­pa­nies. Der Workspace Bench­mark Report steht hier zum Down­load bereit:

Neuer Benchmark Report ab Oktober 2026 verfügbar

Die Ergeb­nis­se des neu­en Workspace Bench­mark Reports von Drees & Som­mer erschei­nen im Okto­ber 2026 und wer­den auf dem Work Cul­tu­re Fes­ti­val 2026 im Rah­men der Mes­se Orga­tec vorgestellt.

Sven Mylius, Associate Partner und Experte für moderne Arbeitswelten bei der Drees & Sommer SE. Abbildung: Drees & Sommer SE

Abbil­dung: Drees & Som­mer SE

Sven Myli­us,

Asso­cia­te Part­ner und Exper­te für moder­ne Arbeitswelten,
Drees & Som­mer SE.

dreso.com

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