Das „Wherever Whenever – Work Culture Festival“ kehrt vom 27. bis 30. Oktober 2026 auf die Orgatec zurück. Es verbindet Architektur, Design, Technologie und Unternehmenskultur zu einem Festival, das die Zukunft der Arbeit in all ihren Facetten erlebbar macht. Von Stefan Kokkes, Geschäftsführer IBA.

Die Orgatec bringt Entscheidungsträger und Visionäre aus aller Welt auf dem „Wherever Whenever – Work Culture Festival 2026” in Köln zusammen. Abbildung: IBA
Das Büro muss seinen Mehrwert neu beweisen. Es konkurriert heute nicht mehr nur mit dem Homeoffice, sondern auch mit digitalen Arbeitsmöglichkeiten und neuen Formen der Zusammenarbeit. Seine Qualität bemisst sich längst nicht mehr allein an Flächeneffizienz oder Ausstattung. Vielmehr ist entscheidend, welchen Beitrag Arbeitsumgebungen zu Innovation, Unternehmenskultur und Zusammenarbeit leisten können.
Hier setzt das „Wherever Whenever – Work Culture Festival“ an. Gemeinsam mit den Kuratoren Wolfram Sauer (Leading Minds) und Robert Thiemann (Betterness) hat der Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) ein Format konzipiert, das bewusst andere Wege geht. Für Wolfram Sauer entwickelt sich das Büro zum sozialen Mittelpunkt moderner Organisationen, zu einem Marktplatz für Ideen, Begegnungen und gemeinsames Lernen. Robert Thiemann ergänzt diese Perspektive um den Blick auf Architektur und Design. Räume sind für ihn weit mehr als funktionale Hüllen. Sie prägen die Unternehmenskultur, fördern Zusammenarbeit und schaffen Identifikation.

Festival und Ausstellungsflächen erzeugen eine starke Verbindung von theoretischen Impulsen und praktischer Anwendung. Abbildung: IBA
Diese Haltung spiegelt sich auch im Festivalformat wider. Keynotes, Panels und Workshops stehen gleichberechtigt neben begehbaren Arbeitswelten, Rauminstallationen, einem Podcast-Studio, einem Bookshop sowie Kunst, Musik und Streetfood. Denn Arbeitskultur entsteht nicht allein auf der Bühne. Sie entwickelt sich in Räumen, in Begegnungen und dort, wo Ideen auf konkrete Anwendungen treffen.
Drei Perspektiven
Das Festival orientiert sich an drei Leitgedanken, die den inhaltlichen Rahmen für das Programm bilden:
- Empowered Experience stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Wie können Arbeitsumgebungen Motivation, Gesundheit und Identifikation fördern? Welche Rolle spielen Hospitality, Workplace Experience und eine Gestaltung, die Menschen stärkt?
- Connected Cultures beschäftigt sich mit der Frage, wie Zusammenarbeit und Führung in hybriden Organisationen gelingen können. Wie entsteht Gemeinschaft, wenn Teams verteilt arbeiten? Und welche Bedeutung haben Räume für Vertrauen, Austausch und gemeinsames Lernen?
- Radical Impact richtet den Blick auf die großen Transformationsprozesse unserer Zeit. Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, Datenkompetenz und künstliche Intelligenz verändern Unternehmen ebenso wie Gebäude und Arbeitsplätze.
Aus vielen Blickwinkeln
Was haben ein Stararchitekt, eine Hotelière, eine Spitzensportlerin, ein Formel-1-Experte, eine Transformationsforscherin und ein Designer aus dem Silicon Valley gemeinsam? Sie alle beschäftigen sich mit der Frage, wie Räume, Führung, Technologie und Unternehmenskultur zusammenwirken müssen, damit Arbeit künftig erfolgreich gelingt. Diese unterschiedlichen Perspektiven vereint das „Wherever Whenever – Work Culture Festival“.

Das „Wherever Whenever – Work Culture Festival“ orientiert sich an drei Leitgedanken. Abbildung: IBA
International bekannte Architekten wie Ole Scheeren und Carlo Ratti sprechen über Gebäude als soziale Infrastruktur und darüber, wie Architektur Begegnung, Identität und Innovation fördern kann. Julia Hobsbawm und Prof. Miriam Meckel analysieren die Auswirkungen von Hybrid Work und künstlicher Intelligenz auf Organisationen und Wissensarbeit. Primo Orpilla, Peter Ippolito, Philip Tidd und Dr. Guzmán de Yarza Blache zeigen anhand internationaler Workplace-Projekte, wie sich Unternehmenskultur räumlich übersetzen lässt. Mit Dr. Caroline von Kretschmann, Cornelia Poletto, Angelique Kerber, Ralf Schumacher, Dr. Anne Latz, Toan Nguyen und Maja Göpel erweitern Persönlichkeiten aus Hotellerie, Gastronomie, Spitzensport, Gesundheit und Innovation den Blick auf die Arbeitswelt.
Einen weiteren inhaltlichen Höhepunkt setzt Trendforscherin Birgit Gebhardt. Mit ihrer neuen „New Work Order“-Studie zum Thema „Kollaboration mit KI“, die vom IBA in Auftrag gegeben wurde, liefert sie den wissenschaftlichen Impuls für eine der zentralen Debatten des Festivals: Wie verändert künstliche Intelligenz unsere Arbeitskultur?
Ideen treffen auf Praxis
Seine Stärke gewinnt das „Wherever Whenever – Work Culture Festival“ aus der Verbindung mit der Orgatec. Anders als bei klassischen Konferenzen endet die Diskussion nicht mit dem letzten Vortrag. Die Themen setzen sich unmittelbar auf der Messe fort. Dort, wo neue Arbeitswelten geplant, gestaltet und bereits umgesetzt werden. Direkt neben den Festivalbühnen in Halle 6 präsentieren zahlreiche Mitgliedsunternehmen des IBA ihre Lösungen für die Arbeitswelt von morgen. Mit dabei sind Actiu, Bene, Bimos, BuzziSpace, Extremis, Forma 5, Goconut, Haworth, Interstuhl, JAB Anstoetz, Inclass, Intensor, Kinnarps, Mara, Mikomax, Nowy Styl und Kusch+Co, Nurus, Palmberg, Pedrali, Sedus, Thonet, Viasit und VS.
Besucher erleben den unmittelbaren Wechsel zwischen Diskussion und Anwendung: Sie hören zunächst, wie sich Themen wie Workplace Experience, Hospitality, künstliche Intelligenz oder Kreislaufwirtschaft verändern. Anschließend sehen sie auf der Ausstellungsfläche, wie diese Entwicklungen in Raumkonzepte, Produkte und Services übersetzt werden. Entscheidend für den besonderen Charakter des Festivals ist jedoch die Atmosphäre, die bewusst Raum für Austausch schafft, zwischen den Vorträgen, auf den Ausstellungsflächen und bei den zahlreichen informellen Begegnungen.
Ergänzt wird das Festival durch die Partner Drees & Sommer, Egym, Haufe, newen und TÜV Rheinland, die ihre Expertise in zentrale Zukunftsthemen einbringen und das Programm mit Fachwissen und Praxisbeispielen ergänzen.
Arbeit: Mehr als ein Ort
Die Zukunft der Arbeit entsteht dort, wo Räume, Kultur und Menschen zusammenwirken. Diesen Zusammenhang macht das Wherever Whenever – Work Culture Festival sichtbar. Vom 27. bis 30. Oktober 2026 wird Köln erneut zum Treffpunkt für Architekten, Designer, Planer, Workplace- und Corporate-Real-Estate-Verantwortliche, HR-Experten sowie Unternehmensentscheider, die Arbeitswelten aktiv weiterentwickeln möchten. Weitere Informationen zum Festival, den Speakern und dem Programm finden sich auf: iba.online/festival.
![]() Abbildung: IBA Stefan Kokkes, Geschäftsführer, |












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