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Vom digitalen Archiv zur KI-Plattform: Interview mit Nils Mosbach von ELO Digital Office

Was zeich­net das digi­ta­le Büro aus? Nils Mos­bach, Geschäfts­füh­rer von ELO Digi­tal Office, gibt Ein­bli­cke, wie sich aus einem Doku­men­ten­ma­nage­ment-Sys­tem eine smar­te Digi­ta­li­sie­rungs­platt­form ent­wi­ckelt hat. Zudem wirft er einen Blick auf aktu­el­le Anfor­de­run­gen und künf­ti­ge Ent­wick­lun­gen des „Digi­tal Office“.

Nils Mosbach, Geschäftsführer von ELO Digital Office GmbH. Abbildung: ELO Digital Office

Nils Mos­bach, Geschäfts­füh­rer von ELO Digi­tal Office GmbH. Abbil­dung: ELO Digi­tal Office

OFFICE ROXX: Herr Mosbach, was genau bietet ELO Digital Office Unternehmen?

Nils Mos­bach: Wir bie­ten Unter­neh­men eine zen­tra­le Platt­form für Doku­men­ten­ma­nage­ment, Pro­zess­op­ti­mie­rung und rechts­kon­for­me Archi­vie­rung. Was unse­re Kun­den von uns erhal­ten, ist kei­ne star­re Soft­ware­lö­sung, son­dern eine Digi­ta­li­sie­rungs­platt­form, die mit­denkt und mit­wächst. Herz­stück ist die Kom­bi­na­ti­on aus Low-Code und inte­grier­ter iPaaS-Tech­no­lo­gie: Anwen­dun­gen, Daten­quel­len und Pro­zes­se lau­fen zen­tral zusam­men. Cloud, hybrid oder On-Pre­mi­ses – das Betriebs­mo­dell wählt der Kun­de, bei glei­cher Kos­ten­ba­sis. Daten­sou­ve­rä­ni­tät und IT-Sicher­heit sind dabei kei­ne Mar­ke­ting­ver­spre­chen, son­dern flie­ßen direkt in die Ent­wick­lungs­ar­beit. Ein umfang­rei­ches Netz­werk von zer­ti­fi­zier­ten Part­nern und Koope­ra­tio­nen mit füh­ren­den ERP- und CRM-Anbie­tern run­den das Öko­sys­tem ab. Unser Anspruch ist klar: Wer sich heu­te für ELO ent­schei­det, soll die­se Wahl auch in fünf oder zehn Jah­ren noch gutheißen.

Seit wann gibt es ELO und wie kam es zur Gründung?

Vor 30 Jah­ren sind wir mit der Visi­on des papier­lo­sen Büros im Hau­se Leitz gestar­tet. Die Idee dahin­ter war so ein­fach wie weg­wei­send: Ord­nung und Struk­tur, wie sie Leitz in der Papier­welt per­fek­tio­niert hat­te, in die digi­ta­le Arbeits­welt zu über­tra­gen. Aus die­sem ers­ten Pro­dukt für digi­ta­les Doku­men­ten­ma­nage­ment und elek­tro­ni­sche Archi­vie­rung ent­stand der Name ELO – und bereits 1998 die ELO Digi­tal Office GmbH als eigen­stän­di­ges Unter­neh­men. Seit­her ver­fol­gen wir die­se Visi­on kon­se­quent und haben ELO zu einer umfang­rei­chen Platt­form ausgebaut.

Wie viele Standorte haben Sie in wie vielen Regionen?

Mit 24 Stand­or­ten in 16 Län­dern haben wir eine soli­de glo­ba­le Basis geschaf­fen. Doch was mich wirk­lich stolz macht, ist die Reich­wei­te, die wir gemein­sam mit unse­ren Part­nern erzie­len: Unse­re Lösun­gen sind heu­te in über 50 Län­dern und rund 20 Spra­chen im Ein­satz. Das ist kein Zufall, son­dern das Ergeb­nis der Arbeit von zer­ti­fi­zier­ten ELO-Busi­ness-Part­nern, die weit mehr ein­brin­gen als rei­ne Ver­triebs­ka­pa­zi­tät: loka­les Know-how, ech­te Kun­den­nä­he und tie­fe Bran­chen­ex­per­ti­se – von Euro­pa über Nord­ame­ri­ka bis nach Asi­en und Australien.

Die Unternehmenszentrale von ELO Digital Office in Stuttgart. Hier entstehen Lösungen, die weltweit wirken. Abbildung: ELO Digital Office

Die Unter­neh­mens­zen­tra­le von ELO Digi­tal Office in Stutt­gart. Hier ent­ste­hen Lösun­gen, die welt­weit wir­ken. Abbil­dung: ELO Digi­tal Office

Welche Rolle nehmen Fachhandel und Systemhäuser bei der Implementierung Ihrer Lösungen ein?

Wir ver­trei­ben unse­re Soft­ware nicht direkt, son­dern fast aus­schließ­lich über unse­re Busi­ness-Part­ner. Die­se decken das gesam­te Spek­trum für unse­re Kun­den ab – von der Bera­tung über die Imple­men­tie­rung bis zum lau­fen­den Sup­port. ELO kon­zen­triert sich auf Pro­dukt­ent­wick­lung und Zer­ti­fi­zie­rung. So ist trotz glo­ba­ler Reich­wei­te stets eine loka­le Betreu­ung sichergestellt.

Was benötigen KMU heute, um beim Dokumentenmanagement „State of the Art“ zu sein?

KMU brau­chen die rich­ti­ge Platt­form: modu­lar, KI-getrie­ben und anpas­sungs­fä­hig – das gilt im Übri­gen auch für gro­ße Kon­zer­ne und den geho­be­nen Mit­tel­stand. Künst­li­che Intel­li­genz ist ein wich­ti­ger Fak­tor – klas­si­sche Archi­vie­rungs­sys­te­me rei­chen schlicht nicht mehr aus. Essen­ti­ell ist die naht­lo­se Inte­gra­ti­on in füh­ren­de ERP- und CRM-Sys­te­me: Unse­re inte­grier­te iPaaS-Tech­no­lo­gie lie­fert dies ohne ver­steck­te Zusatz­kos­ten. Hin­zu kom­men wach­sen­de gesetz­li­che Anfor­de­run­gen – von der E-Rech­nungs­pflicht bis zur rechts­kon­for­men digi­ta­len Per­so­nal­ak­te. Das sind kei­ne fer­nen Zukunfts­the­men, son­dern kon­kre­te Auf­ga­ben von heu­te. Wer jetzt die rich­ti­ge Infra­struk­tur schafft, erfüllt nicht nur Com­pli­ance-Anfor­de­run­gen, son­dern gewinnt gleich­zei­tig an Effi­zi­enz. Eben­so zen­tral sind Daten­sou­ve­rä­ni­tät und IT-Sicher­heit – ange­sichts zuneh­men­der Cyber­an­grif­fe tra­gen Platt­form­an­bie­ter gera­de gegen­über KMU eine beson­de­re Verantwortung.

Welche neuen Möglichkeiten bietet KI schon?

Mit der neu­es­ten Ver­si­on unse­rer ELO ECM Suite haben wir den KI-Ansatz kon­se­quent in die Pra­xis über­führt. Herz­stück ist ein sys­tem­weit inte­grier­ter KI-Assis­tent: Die­ser ana­ly­siert Doku­men­ten­in­hal­te, extra­hiert Daten und beant­wor­tet Fra­gen direkt im Chat. Im Rech­nungs­ma­nage­ment klas­si­fi­ziert KI Bele­ge voll­au­to­ma­tisch und erstellt Buchungs­vor­schlä­ge. Im Ver­trags­ma­nage­ment ent­fällt die manu­el­le Daten­ein­ga­be. Unter­neh­men kön­nen eige­ne Sprach­mo­del­le nut­zen oder einen KI-Anbie­ter ihrer Wahl ein­bin­den – für maxi­ma­le Daten­sou­ve­rä­ni­tät. KI ist bei uns kein Add-on, son­dern tief in die Platt­form inte­griert und dort ver­füg­bar, wo sie im Arbeits­all­tag gebraucht wird.

Wohin könnte die Reise beim digitalen Büro in den nächsten Jahren gehen und wie können Sie dabei unterstützen?

Drei Trends prä­gen die Ent­wick­lung: digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät, hybri­de Zusam­men­ar­beit und KI. 2026 wird die Agen­ti­sie­rung, also der Ein­satz von KI für repe­ti­ti­ve Auf­ga­ben, zur geschäfts­kri­ti­schen Not­wen­dig­keit. Das digi­ta­le Büro wan­delt sich vom Abla­ge­sys­tem zur intel­li­gen­ten Arbeits­um­ge­bung. Gleich­zei­tig bleibt digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät eine lang­fris­ti­ge Auf­ga­be: Unter­neh­men for­dern kla­re Ant­wor­ten dar­auf, wer ihre Daten kon­trol­liert und wo sie ver­ar­bei­tet wer­den. Für ELO bedeu­tet das: Mit unse­rer Low-Code-Platt­form, dem inte­grier­ten ELO Assistant und der Wahl­frei­heit bei Sprach­mo­del­len geben wir Unter­neh­men genau die Fle­xi­bi­li­tät und Kon­trol­le, die sie brau­chen. Wer sich für ELO ent­schei­det, baut auf einer Platt­form auf, die gezielt dar­auf aus­ge­rich­tet ist, was uns in den kom­men­den fünf bis zehn Jah­ren erwar­tet: kon­text­ba­sier­te KI, durch­gän­gi­ge Pro­zess­au­to­ma­ti­sie­rung und ech­te Daten­sou­ve­rä­ni­tät – alles made in Germany.

Vielen Dank.

Die Fra­gen stell­te Chris­ti­an Marx.

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