Seit eini­gen Jah­ren fin­det ein Über­gang vom spe­zi­ell ein­ge­rich­te­ten Daten­cen­ter in den Unter­neh­men hin zur Public Cloud statt. Der Vor­teil der Cloud ist es, Fir­men­ap­pli­ka­tio­nen glo­bal zur Ver­fü­gung zu stel­len. Die Hin­ter­grün­de erklärt Ingo Wup­per, VP Sales beim Netz­werk­be­trei­ber GTT.

Flexible Arbeitsorte und -zeiten machen den Einsatz von Cloudlösungen sinnvoll. Abbildung: Pexels

Fle­xi­ble Arbeits­or­te und -zei­ten machen den Ein­satz von Cloud­lö­sun­gen sinn­voll. Abbil­dung: Pexels

Die „Clou­di­fi­zie­rung“ erobert den Mit­tel­stand. Sowohl ein­zel­ne User als auch gan­ze Unter­neh­men, die zuvor noch aus­schließ­lich auf „on pre­mi­se“ gesetzt hat­ten – also ihre Appli­ka­tio­nen ent­we­der zu Hau­se auf dem hei­mi­schen Rech­ner oder im fir­men­ei­ge­nen Dat­a­cen­ter gehos­tet haben –, sind mitt­ler­wei­le in Scha­ren auf die Cloud umge­stie­gen. Einer der bekann­tes­ten Trei­ber die­ser Ent­wick­lung ist Micro­soft Office 365.

Geschlossene MPLS-Netzwerke waren Standard

His­to­risch gese­hen war das eige­ne Rechen­zen­trum aus der Sicht der IT der zen­tra­le Punkt im Unter­neh­men, auf den alle Stand­or­te zugrif­fen. Je nach Unter­neh­mens­grö­ße war auch eine zer­glie­der­te Rechen­zen­trums­struk­tur mög­lich, bei­spiels­wei­se für ver­schie­de­ne Kon­ti­nen­te oder für Appli­ka­tio­nen, die nur für bestimm­te Stand­or­te gehos­tet wor­den sind. Im Wesent­li­chen wur­de aber immer ein geschlos­se­nes MPLS-Netz­werk für den Appli­ka­ti­ons­zu­griff genutzt.

Die Zeit für das Hybrid-Netzwerk-Design ist gekommen

Enter­pri­se Appli­ka­ti­ons­an­bie­ter wie Work­day bie­ten ihre Appli­ka­tio­nen aus­schließ­lich als Cloud­lö­sung an. Platt­for­men wie Azu­re von Micro­soft oder EC2 von Ama­zon bie­ten ihren Kun­den eine hohe Fle­xi­bi­li­tät und Ska­lier­bar­keit und ver­schaf­fen ihnen so Vor­tei­le durch die Nut­zung der Cloud. Weil die Lizenz­mo­del­le der gro­ßen Soft­ware­an­bie­ter die Cloud­nut­zung preis­lich sehr attrak­tiv mach­ten, wur­den vie­le Unter­neh­men zum Ein­stieg ver­führt. Die Cloud wur­de so eher zu einem Fall für die Unter­neh­men. Die Anbie­ter ver­schärf­ten den Druck wei­ter, indem sie bestimm­te Fea­tures nur noch über die Cloud zugäng­lich mach­ten. All das ver­än­der­te die Anfor­de­run­gen an aktu­el­le Unter­neh­mens­netz­wer­ke. Die Fol­ge: Die Bedeu­tung des MPLS-Net­zes wird in den nächs­ten Jah­ren wei­ter sin­ken. Denn je mehr Appli­ka­tio­nen in die öffent­li­che Cloud abwan­dern, des­to wich­ti­ger wird das Inter­net. Damit ist „das Netz“ kei­ne geschlos­se­ne User­grup­pe mehr. Den­noch: MPLS wird auf abseh­ba­re Zeit nicht voll­stän­dig ver­schwin­den, da bis­her noch nicht alle Appli­ka­tio­nen dafür geeig­net sind, aus­schließ­lich im Inter­net betrie­ben zu wer­den. Viel­mehr braucht man eine Archi­tek­tur, die einer­seits noch das MPLS-Netz nutzt und ande­rer­seits mit der best­mög­li­chen Per­for­mance inter­net­fä­hi­ge Appli­ka­tio­nen an jedem Stand­ort ver­füg­bar macht. Man braucht also ein Hybrid-Netz­werk-Design.

Moderne Netzwerktechnik ist flexibel

Moder­ne Archi­tek­tu­ren, wie sie bei­spiel­wei­se von GTT für Kun­den rea­li­siert wer­den, nut­zen daher Soft­ware-Defi­ned-Tech­no­lo­gie zusam­men mit vir­tua­li­sier­ten Netz­wer­funk­tio­nen direkt am Über­gang des Unter­neh­mens­stand­orts in das Fir­men­netz. Anstel­le der alt­be­kann­ten Rou­ter kom­men Platt­for­men zum Ein­satz, wel­che vir­tu­el­le Ser­ver bereit­stel­len. Dar­in arbei­ten bei GTT vir­tua­li­sier­te Netz­werk­funk­tio­nen wie opti­mier­tes SD-WAN oder bei­spiel­wei­se Next-Genera­ti­on-Fire­walls zur Absi­che­rung der Inter­net­an­bin­dung direkt am Stand­ort. Kon­fi­gu­riert wird das Gan­ze schließ­lich über gra­fi­sche Ober­flä­chen, auf denen man die Soft­ware kon­trol­liert und die Soft­ware die Art und Wei­se defi­niert, wie Net­wor­king statt­fin­det.

Ingo Wup­per,

VP Sales – Stra­te­gic Enter­pri­se Busi­ness,
GTT.

gtt.net