Ein altes Dub­li­ner Indus­trie­ge­bäu­de hat der Feri­en­woh­nungs­ver­mitt­ler Airb­nb in sei­nen neu­en inter­na­tio­na­len Unter­neh­mens­sitz trans­for­miert. Auf 4.000 m² kön­nen dort nun 400 Men­schen arbei­ten, sich aus­tau­schen – und dabei um die Welt rei­sen.

Zentrum des Gebäudes: die Agora genannte tribünenartige Treppe. Abbildung: Donal Murphy

Zen­trum des Gebäu­des: die Ago­ra genann­te tri­bü­nen­ar­ti­ge Trep­pe. Abbil­dung: Donal Mur­phy

Eine der Nachbarschaften: gemeinsamer Tisch, Stauraum, Steharbeitsplätze, Sofas. Abbildung: Donal Murphy

Eine der Nach­bar­schaf­ten: gemein­sa­mer Tisch, Stau­raum, Steh­ar­beits­plät­ze, Sofas. Abbil­dung: Donal Mur­phy

Teil des Bürokonzepts: viele verschiedene Loungebereiche. Abbildung: Donal Murphy

Teil des Büro­kon­zepts: vie­le ver­schie­de­ne Loun­ge­be­rei­che. Abbil­dung: Donal Mur­phy

Einer der sekundären Arbeitsplätze: individuell und stylish. Abbildung: Donal Murphy

Einer der sekun­dä­ren Arbeits­plät­ze: indi­vi­du­ell und stylish. Abbil­dung: Donal Mur­phy

Die Gestaltung der Meetingräume orientierte sich an Wohnungen, die über Airbnb gemietet werden können. Abbildung: Donal Murphy

Die Gestal­tung der Mee­tin­g­räu­me ori­en­tier­te sich an Woh­nun­gen, die über Airb­nb gemie­tet wer­den kön­nen. Abbil­dung: Donal Mur­phy

Weiteres Beispiel eines Meetingraums. Wieder war eine Airbnb-Unterkunft Vorbild. Abbildung: Donal Murphy

Wei­te­res Bei­spiel eines Mee­ting­raums. Wie­der war eine Airb­nb-Unter­kunft Vor­bild. Abbil­dung: Donal Mur­phy

Das „The Wareh­ou­se“ genann­te Gebäu­de dien­te von 1865 bis 1950 als Kühl­haus für Fische. Anschlie­ßend beher­berg­te es bis 1980 eine Fahr­rad­fa­brik. Danach ver­fiel es und fun­gier­te zuletzt als Kul­tur­zen­trum. Airb­nb hat­te in die­sem Gebäu­de gemein­sam mit den Dub­li­ner Archi­tek­ten Heneg­han Peng die Chan­ce, das Lay­out der Räu­me von Grund auf neu zu gestal­ten. Dabei griff das Unter­neh­men auf Feed­back sei­ner Ange­stell­ten zurück, die im Airb­nb-Büro im US-ame­ri­ka­ni­schen Port­land arbei­ten. Dort hat­te sich her­aus­ge­stellt, dass die ver­schie­de­nen Arbeits­be­rei­che, die nicht alle in den­sel­ben Sicht­ach­sen lie­gen, die Team­ar­beit mit­un­ter behin­dern: Die Mit­ar­bei­ter haben dadurch Pro­ble­me, sich gegen­sei­tig zu fin­den. Um das in Dub­lin bes­ser zu machen, wur­de das soge­nann­te Nach­bar­schafts­kon­zept ent­wi­ckelt. Es kom­bi­niert das „Belong anywhere“-Ethos von Airb­nb mit einer Aus­wahl an Arbeits­plät­zen, ermög­licht es Teams jedoch, sich in einer fest­ge­leg­ten Flä­che zu tref­fen.

Einer für 14

Das Inne­re des Wareh­ou­se wur­de dafür in pri­mä­re und sekun­dä­re Arbeits­plät­ze auf­ge­teilt. Die pri­mä­ren bestehen aus 29 Nach­bar­schaf­ten für je 14 Mit­ar­bei­ter. Alle sind jeweils iden­tisch aus­ge­stat­tet: ein gro­ßer gemein­sa­mer Tisch, per­sön­li­cher Stau­raum, ein oder zwei Sitz-Steh-Tische und eine Sofa­ecke. Der gro­ße gemein­sa­me Tisch soll den Aus­tausch zwi­schen den Mit­ar­bei­tern för­dern. Zu den sekun­dä­ren Arbeits­plät­zen gehö­ren die Küche, die Mee­tin­g­räu­me und die Ago­ra. Letz­te­re ist eine zen­tra­le trep­pen­ar­ti­ge Tri­bü­ne, die das Erd­ge­schoss mit der ers­ten Eta­ge ver­bin­det. Sie dient meh­re­ren Zwe­cken: Sie ist Kon­fe­renz­raum, Ort für Ver­an­stal­tun­gen für bis zu 400 Per­so­nen und loun­ge­ar­ti­ger Arbeits­be­reich.

Die Welt zu Gast bei Airbnb

Das Innen­de­sign der ein­zel­nen Mee­tin­g­räu­me ist von Unter­künf­ten inspi­riert, die über Airb­nb gemie­tet wer­den kön­nen. Bei­spiels­wei­se wur­den Gestal­tungs­ein­flüs­se aus Por­tu­gal, Grie­chen­land, Rumä­ni­en, Japan, Schwe­den, Marok­ko und Frank­reich auf­ge­grif­fen. Das soll den Mit­ar­bei­tern erlau­ben, den gan­zen Tag auf Rei­sen zu sein.