Am Tele­fon muss es oft sehr schnell gehen. Den Namen des Gesprächs­part­ners notie­ren, sei­ne E-Mail-Adres­se und viel­leicht noch wei­te­re Details. Bei Kauf­mann und Mül­ler ist das kein Pro­blem. Schwie­ri­ger wird es bei län­ge­ren, sel­te­nen oder exo­ti­schen Namen.

Gut verständliche und klare Kommunikation sorgt für gute Laune am Arbeitsplatz. Foto: Pixabay

Gut ver­ständ­li­che und kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on sorgt für gute Lau­ne am Arbeits­platz. Foto: Pixabay

Auch wenn in Tele­fo­na­ten unge­wöhn­li­che Namen, Begrif­fe und Fremd­wör­ter ver­wen­det wer­den, ist es schwie­rig, sie rich­tig auf­zu­schrei­ben. Noch schwe­rer wird es, wenn der Gesprächs­part­ner undeut­lich spricht oder die Ver­bin­dung  schlecht ist. In sol­chen Fäl­len ist das Buch­sta­bie­ren eine gro­ße Hil­fe. Lei­der klin­gen vie­le Buch­sta­ben bei Tele­fon­ge­sprä­chen aber ähn­lich, bei­spiels­wei­se B, D und P oder S und F. Des­halb kann es auch hier leicht zu Ver­wechs­lun­gen kom­men.  

Mit Buchstabieralphabeten besser kommunizieren

Es emp­fiehlt sich, bei der Über­mitt­lung schwie­ri­ger Begrif­fe auf Buch­sta­bier­al­pha­be­te zurück­zu­grei­fen. Der Vor­teil: Anstatt jeden Buch­sta­ben ein­zeln zu nen­nen, wird ihm ein ent­spre­chen­des Wort zuge­ord­net, das den glei­chen Anfangs­buch­sta­ben besitzt, aber klang­lich nicht mit ande­ren Wor­ten der Buch­sta­bier­ta­fel ver­wech­selt wer­den kann. Das Wort „Office“ wür­de also fol­gen­der­ma­ßen buch­sta­biert: Otto – Fried­rich – Fried­rich – Ida – Cäsar – Emil.

Die wichtigsten Buchstabieralphabete im Überblick:

 

Buch­sta­be Deutsch­land (DIN 5009) Öster­reich    (Ö NORM A 1081) SCHWEIZ NATO/ICAO
A Anton Anton Anna Alfa
Ä Ärger Ärger Äsch (Aesch) x
B Ber­ta Ber­ta Ber­ta Bra­vo
C Cäsar Cäsar Cäsar/Charly Char­lie
Ch Char­lot­te x x x
D Dora Dora Dani­el Del­ta
E Emil Emil Emil Echo
F Fried­rich Fried­rich Fried­rich Fox­trott
G Gus­tav Gus­tav Gus­tav Golf
H Hein­rich Hein­rich Hein­rich Hotel
I Ida Ida Ida India
J Juli­us Juli­us Jakob Juli­ett
K Kauf­mann Kon­rad Kai­ser Kilo
L Lud­wig Lud­wig Leo­pold Lima
M Mar­tha Mar­tha Marie Mike
N Nor­pol Nord­pol Niklaus Novem­ber
O Otto Otto Otto Oscar
Ö Öko­nom Öster­reich Örli­kon (Oer­li­kon) x
P Pau­la Pau­la Peter Papa
Q Quel­le Quel­le Qua­si Que­bec
R Richard Richard Rosa Romeo
S Samu­el Sieg­fried Sophie Sier­ra
Sch Schu­le Schu­le x x
ß Eszett schar­fes S x x
T Theo­dor Theo­dor Theo­dor Tan­go
U Ulrich Ulrich Ulrich Uni­form
Ü Über­mut Übel Über­mut x
V Vik­tor Vik­tor Vik­tor Vic­tor
W Wil­helm Wil­helm Wil­helm Whis­key
X Xan­thip­pe Xaver Xaver X-Ray
Y Ypsi­lon Ypsi­lon Ypsi­lon Yan­kee
Z Zacha­ri­as Zürich Zürich Zulu

Eine kurze Historie des deutschen Buchstabieralphabets

Die ers­te deut­sche Buch­sta­bier­ta­fel geht auf das Jahr 1890 zurück. Im Ber­li­ner Tele­fon­buch die­ses Jahr­gangs war zum ers­ten Mal das deut­sche Tele­fo­n­alpha­bet abge­druckt. Damals ord­ne­te man den Buch­sta­ben noch ent­spre­chen­de Zah­len zu: A = 1, B = 2, C = 3 usw. 1903 wur­de dann die Nut­zung von Namen für die ein­zel­nen Buch­sta­ben ein­ge­führt, was klang­tech­ni­sche Vor­tei­le hat­te. Außer­dem ent­sprach sie dem eigent­li­chen Zweck bes­ser, da nicht zwi­schen Buch­sta­ben und Zah­len hin und her über­setzt wer­den muss.

Bis 1933 waren in die­ser Buch­sta­bier­ta­fel auch Namen des Alten Tes­ta­ments ent­hal­ten: bei­spiels­wei­se Dani­el, Nathan, Samu­el und Zacha­ri­as. Im März 1933 wur­den Ände­rungs­vor­schlä­ge zu die­sen Namen öffent­lich gemacht und dann auch über­nom­men. Jetzt sag­te man: Dora, Nord­pol, Sieg­fried und Zep­pe­lin. Im all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch wer­den die­se Namen größ­ten­teils bis heu­te benutzt. Die in Deutsch­land gül­ti­ge DIN 5009 ver­wen­det aller­dings bei den Buch­sta­ben S und Z wie­der die Beschrei­bun­gen Samu­el und Zacha­ri­as.