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Auf dem Trockenen: Ergebnisse der OFFICE-ROXX-Leserumfrage „Prima Büroklima 2026“

An der sechs­ten, von der Initia­ti­ve „Pri­ma­Bü­ro­Kli­ma“ beauf­trag­ten, Leser­be­fra­gung von OFFICE ROXX zum The­ma „Raum­kli­ma im Büro“ haben in die­sem Jahr mehr als 700 Büro­be­schäf­tig­te teil­ge­nom­men. Lei­der hal­ten sich die Fort­schrit­te gegen­über den Vor­jah­ren in Grenzen.

Abbil­dung: OFFICE ROXX

Die Raum­luft­qua­li­tät bleibt – nicht erst seit der Coro­na­pan­de­mie – ein ent­schei­den­der Fak­tor für Gesund­heit, Pro­duk­ti­vi­tät und Wohl­be­fin­den am Arbeits­platz. Die Ergeb­nis­se der fünf­ten Pri­ma-Büro­kli­ma-Umfra­ge im ver­gan­ge­nen Jahr zeig­ten punk­tu­el­le Fort­schrit­te, ins­ge­samt aber wei­ter­hin viel Handlungsbedarf.

Wie steht es im Jahr 2026 um die Raum­luft­qua­li­tät in deut­schen Büros? Um dies her­aus­zu­fin­den, haben wir vom 31. August bis zum 13. Sep­tem­ber 2026 erneut eine Umfra­ge unter den Lesern des OFFICE ROXX Blogs durch­ge­führt. Sie bestand im Wesent­li­chen aus 13 Fra­gen. Beant­wor­tet wur­den die­se von 712 Büro­be­schäf­tig­ten aus Deutsch­land. Die Ergeb­nis­se lie­fern erneut inter­es­san­te Ein­bli­cke – und zei­gen: Beim Büro­raum­kli­ma gibt es wenig Bewe­gung. An eini­gen Stel­len hat sich die Situa­ti­on sogar leicht verschärft.

Gesamtnote: Weiterhin Mittelmaß

Auf die Fra­ge, wel­che Schul­no­te sie dem Raum­kli­ma in ihrem Fir­men­bü­ro geben wür­den, ver­ga­ben die Umfra­ge­teil­neh­mer im Durch­schnitt die Note 2,9. Damit fällt die Bewer­tung etwas schlech­ter aus als 2025 (Note 2,8), bewegt sich im Gan­zen aber auf einem kon­stan­ten, nur „befrie­di­gen­den“, Niveau. Die Qua­li­tät des Raum­kli­mas im Büro bleibt mittelmäßig.

Die Umfrageteilnehmer vergaben im Durchschnitt die Schulnote 2,9 für das Raumklima in ihrem Firmenbüro. Abbildung: OFFICE ROXX

Die Umfra­ge­teil­neh­mer ver­ga­ben im Durch­schnitt die Schul­no­te 2,9 für das Raum­kli­ma in ihrem Fir­men­bü­ro. Abbil­dung: OFFICE ROXX

Beschwerden halten sich hartnäckig

Auch im sechs­ten Jahr unse­rer Umfra­ge­rei­he berich­ten vie­le Befrag­te von Beschwer­den und Sym­pto­men, die auf ein schlech­tes Raum­kli­ma am Büro­ar­beits­platz zurück­ge­führt wer­den. Wie in den Jah­ren zuvor füh­ren „tro­cke­ne Augen” mit 41 Pro­zent das Ran­king an. Auf den Plät­zen zwei und drei fol­gen Kopf­schmer­zen (31 Pro­zent) und Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­me (23 Pro­zent). Wei­te­re Sym­pto­me sind tro­cke­ne Schleim­häu­te (19 Pro­zent), Müdig­keit (18 Pro­zent), Stimm­pro­ble­me (16 Pro­zent) und tro­cke­ne Haut (13 Pro­zent). Nur gut jeder Zehn­te (elf Pro­zent) bleibt nach eige­nen Anga­ben beschwerdefrei.

Wie in den Jahren zuvor wurden trockene Augen (41 Prozent) am häufigsten genannt, gefolgt von Kopfschmerzen (31 Prozent) und Konzentrationsproblemen (23 Prozent). Abbildung: OFFICE ROXX

Bei den raum­kli­ma­be­ding­ten Beschwer­den wur­den wie in den Jah­ren zuvor tro­cke­ne Augen (41 Pro­zent) am häu­figs­ten genannt, gefolgt von Kopf­schmer­zen (31 Pro­zent) und Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­men (23 Pro­zent). Abbil­dung: OFFICE ROXX

Von einer Ent­war­nung kann in Bezug auf die raum­kli­ma­be­ding­ten Beschwer­den daher nicht gespro­chen wer­den. Zwar ver­zeich­nen im Ver­gleich zu 2025 tro­cke­ne Augen und Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­me einen leich­ten Rück­gang (–2 Pro­zent), dafür wer­den ande­re typi­sche Sym­pto­me wie Stimm­pro­ble­me (+4 Pro­zent), Müdig­keit und Kopf­schmer­zen (bei­de +3 Pro­zent) sowie tro­cke­ne Schleim­häu­te (+2 Pro­zent) häu­fi­ger. Ins­ge­samt bestä­tigt sich damit das Bild der Vor­jah­re: Für beschwer­de­freie Wis­sens­ar­beit bleibt noch viel Luft nach oben.

Bitte durchlüften: Fensteröffnungen dominieren weiterhin

Eine aus­rei­chen­de Frisch­luft­zu­fuhr ist wich­tig für die Gesund­heit und das Wohl­be­fin­den der Mit­ar­bei­ten­den. In Innen­räu­men soll­te die CO2-Kon­zen­tra­ti­on den Wert von 1.000 ppm (parts per mil­li­on) nicht über­schrei­ten. Dies gilt als offi­zi­el­ler Grenz­wert zwi­schen dem hygie­nisch unbe­denk­li­chen und dem hygie­nisch auf­fäl­li­gen Bereich. Dem kann durch den regel­mä­ßi­gen Aus­tausch von ver­brauch­ter, CO2-las­ti­ger Luft durch sau­er­stoff­rei­che Frisch­luft ent­ge­gen­ge­wirkt werden.

Doch wie erfolgt in der Regel die Frisch­luft­zu­fuhr in Office-Umge­bun­gen? Vor allem durch das tra­di­tio­nel­le Stoß­lüf­ten: Bei knapp drei Vier­tel (73 Pro­zent) der Befrag­ten erfolgt die Frisch­luft­zu­fuhr über Fens­ter­öff­nun­gen. Im Jahr 2025 waren es 75 Pro­zent, 2024 69 Pro­zent und 2021 78 Prozent.

In 15 Pro­zent der Gebäu­de, in denen die Umfra­ge­teil­neh­mer arbei­ten, wird der Luft­aus­tausch durch eine Kli­ma- bzw. RLT-Anla­ge ermög­licht (2025: 16 Pro­zent). Gestie­gen ist dage­gen der Anteil der­je­ni­gen, bei denen offen­bar weder Fens­ter­öff­nung noch Kli­ma-/RLT-Anla­ge für die Frisch­luft­zu­fuhr zur Ver­fü­gung ste­hen: von neun Pro­zent (2025) auf zwölf Prozent.

Wo Fens­ter­öff­nun­gen mög­lich sind, unter­schei­det sich die Häu­fig­keit des täg­li­chen Stoß­lüf­tens deut­lich: Jeder Zwei­te (52 Pro­zent) lüf­tet ein- bis zwei­mal täg­lich, 2025 waren es nur 45 Pro­zent. Drei- bis vier­mal am Tag öff­nen 24 Pro­zent der Befrag­ten die Fens­ter (2025: 29 Pro­zent). Mehr als fünf­mal täg­lich wird nur noch von sechs Pro­zent stoß­ge­lüf­tet – halb so vie­le wie 2025 (zwölf Pro­zent). Gleich­zei­tig steigt der Anteil der­je­ni­gen, die gar nicht lüf­ten, von 14 Pro­zent (2025) auf 18 Prozent.

Ins­ge­samt zeigt das Lüf­tungs­ver­hal­ten Defi­zi­te. Sel­te­ne­res Stoß­lüf­ten bzw. gar kein Lüf­ten trägt zu einer schlech­ten Luft­qua­li­tät bei, sofern drau­ßen nicht noch eine schlech­te­re besteht. Die Ursa­chen für das zu sel­te­ne Lüf­ten, sei­en es Ener­gie­spar­maß­nah­men oder orga­ni­sa­to­ri­sche Grün­de, las­sen sich aus den Ergeb­nis­sen nicht ablei­ten. Die­ses kann jedoch ver­ant­wort­lich für das ver­stärk­te Auf­tre­ten von Müdig­keit und Kopf­schmer­zen sein.

Zu warm, zu kalt – vor allem zu trocken

Bei der Fra­ge nach dem sub­jek­ti­ven Emp­fin­den hin­sicht­lich des Büro­raum­kli­mas bleibt das The­ma Luft­feuch­te vorn – wie in den Jah­ren zuvor. Über die Hälf­te der Befrag­ten (55 Pro­zent) emp­fin­det die Luft im Fir­men­bü­ro als zu tro­cken – drei Pro­zent­punk­te mehr als 2025. Aber auch die Tem­pe­ra­tur bleibt ein Dau­er­bren­ner: 44 Pro­zent emp­fin­den es in ihrer Büro­um­ge­bung als zu warm (2025: 43 Pro­zent), 32 Pro­zent als zu kalt (2025: 30 Pro­zent). Stö­ren­de Luft­ge­schwin­dig­kei­ten („es zieht“) bemän­geln 27 Pro­zent (2025: 29 Pro­zent) der Befrag­ten. Wei­te­re Pro­ble­me sehen sie in Beein­träch­ti­gun­gen durch Gerü­che (25 Pro­zent, 2025: 27 Pro­zent), zu feuch­ter Luft (22 Pro­zent, 2025: 25 Pro­zent) oder der Frisch­luft­ver­sor­gung (46 Pro­zent, 2025: 49 Prozent).

Weiterhin sind vor allem Temperatur, Luftfeuchte und Frischluftversorgung verbesserungswürdig. Abbildung: OFFICE ROXX

Wei­ter­hin sind vor allem Tem­pe­ra­tur, Luft­feuch­te und Frisch­luft­ver­sor­gung ver­bes­se­rungs­wür­dig. Abbil­dung: OFFICE ROXX

Luftreiniger auf Rückzug, Luftbefeuchtung im Aufwärtstrend

Der bereits in den Vor­jah­ren beob­ach­te­te Rück­gang beim Ein­satz von Luft­rei­ni­gern setzt sich wei­ter fort. Ins­ge­samt set­zen 14 Pro­zent der Befrag­ten auf Luft­rei­ni­ger im Büro: neun Pro­zent auf mobi­le Gerä­te, fünf Pro­zent fest instal­lier­te Model­le. Im Jahr 2025 lag der Gesamt­wert noch bei 16 Pro­zent – damals nutz­ten zwei Pro­zent mehr einen mobi­len Luftreiniger.

Anders sieht es bei der Luft­be­feuch­tung aus. 16 Pro­zent der Befrag­ten gaben an, dass in ihren Büro­räum­lich­kei­ten ein Luft­be­feuch­tungs­sys­tem in die Kli­ma- bzw. RLT-Anla­ge inte­griert ist – zwei Pro­zent mehr als im Vor­jahr (2025: 14 Pro­zent). Zuwachs auch bei den Direkt-Raum­luft­be­feuch­tern mit Sprüh­ne­bel. Aktu­ell nut­zen zwei Pro­zent (2025: ein Pro­zent) eine sol­che Instal­la­ti­on zur Raum­luft­be­feuch­tung. Bei den klei­nen Stand­ge­rä­ten gab es kei­ne Ver­än­de­run­gen: ein Pro­zent, wie im Vor­jahr. Ins­ge­samt kom­men somit 19 Pro­zent auf eine Form der genann­ten Luft­be­feuch­tung – drei Pro­zent­punk­te mehr als im Vor­jahr (2025: 16 Prozent).

CO2-Monitoring legt zu, Grünpflanzen verlieren an Boden

Eine erfreu­li­che Ent­wick­lung zeigt sich beim CO2-Moni­to­ring. 28 Pro­zent der Befrag­ten bestä­ti­gen das Vor­han­den­sein ent­spre­chen­der Mess­ge­rä­te in ihrer Arbeits­um­ge­bung – sie­ben Pro­zent mehr als im Jahr 2025. Damals setz­te nur jedes fünf­te Unter­neh­men (21 Pro­zent) auf sol­che Indoor-Air-Mess­in­stru­men­te zur „Raum­luft­über­wa­chung“. In den Jah­ren zuvor waren es sogar noch weni­ger (2024: 17 Pro­zent, 2023: 15 Pro­zent). Den­noch ver­zich­ten immer noch vier von zehn Unter­neh­men (40 Pro­zent, 2025: 45 Pro­zent) auf ein Moni­to­ring der Raum­luft­qua­li­tät. In den Jah­ren 2024 bzw. 2023 waren es mit 57 Pro­zent bzw. 60 Pro­zent aber deut­lich mehr Nicht-Nut­zer. Das CO2-Moni­to­ring wird offen­bar zuneh­mend als Instru­ment für ein bes­se­res Innen­raum­kli­ma wahrgenommen.

Bei den Grün­pflan­zen hin­ge­gen setzt sich der Abwärts­trend fort. Nur noch 42 Pro­zent der Befrag­ten gaben an, dass sich in nen­nens­wer­tem Umfang Pflan­zen in ihrer Arbeits­um­ge­bung befin­den. 2025 waren es noch 46 Pro­zent. Dem­ge­gen­über ste­hen 51 Pro­zent, die über kei­ne Begrü­nung im Büro ver­fü­gen – nach 47 Pro­zent im Vor­jahr. Damit hat sich der Abstand zwi­schen begrün­tem und nicht begrün­tem Office inner­halb eines Jah­res deut­lich vergrößert.

Verbesserungswünsche: Temperatur bleibt Spitzenreiter

Wo sehen die Befrag­ten wei­ter­hin Ver­bes­se­rungs­be­darf? Ganz oben steht, wie schon im Vor­jahr, die Luft­tem­pe­ra­tur mit 55 Pro­zent (2025: 59 Pro­zent). 41 Pro­zent (2025: 39 Pro­zent) wün­schen sich eine bes­se­re Frisch­luft­ver­sor­gung, 25 Pro­zent (2025: 24 Pro­zent) weni­ger Zug­luft und 24 Pro­zent (2025: 25 Pro­zent) weni­ger Gerü­che. 22 Pro­zent (19 Pro­zent) sehen Ver­bes­se­rungs­be­darf bei der Luft­feuch­te. Damit bleibt die Wunsch­lis­te zur Opti­mie­rung des Büro­kli­mas der ver­gan­ge­nen Jah­re im Gro­ßen und Gan­zen bestehen, auch wenn der Tem­pe­ra­tur­wert gegen­über 2025 um vier Pro­zent­punk­te zurück­ge­gan­gen ist.

Investitionen: Noch weniger Bereitschaft

Beim Blick auf die geplan­ten Inves­ti­tio­nen zeigt sich ein weni­ger erfreu­li­ches Bild: Gera­de mal 16 Pro­zent der Befrag­ten gaben an, in die Ver­bes­se­rung der Raum­luft­qua­li­tät inves­tie­ren zu wol­len. Im Jahr 2025 waren es noch 18 Pro­zent. Fünf Pro­zent wol­len bis zu 500 Euro inves­tie­ren, wei­te­re fünf Pro­zent bis zu 1.000 Euro und sechs Pro­zent mehr als 1.000 Euro. Im Jahr 2025 waren es ent­spre­chend fünf, sechs bzw. sie­ben Prozent.

Die Bereitschaft, in raumlufttechnische Maßnahmen zu investieren, ist gegenüber dem Vorjahr erneut gesunken. Abbildung: OFFICE ROXX

Die Bereit­schaft, in raum­luft­tech­ni­sche Maß­nah­men zu inves­tie­ren, ist gegen­über dem Vor­jahr erneut gesun­ken. Abbil­dung: OFFICE ROXX

Damit folgt die rück­läu­fi­ge Inves­ti­ti­ons­be­reit­schaft dem Trend der Vor­jah­re: Nach 22 Pro­zent im Jahr 2024 und 18 Pro­zent im Jahr 2025 fällt der Wert im Jahr 2026 auf 16 Pro­zent. Nur im Jahr 2021 woll­ten mit neun Pro­zent noch weni­ger in die Ver­bes­se­rung der Raum­luft­qua­li­tät inves­tie­ren. Die­se aktu­ell wei­ter­hin zurück­hal­ten­de Inves­ti­ti­ons­po­li­tik der Unter­neh­men könn­te mit der all­ge­mei­nen wirt­schaft­li­chen Lage zusammenhängen.

Die­se Zurück­hal­tung spie­gelt sich eben­falls in den geplan­ten Anschaf­fun­gen wider:

  • Grün­pflan­zen: 13 Pro­zent (2025: 14 Prozent)
  • Luft­qua­li­täts­mes­ser: neun Pro­zent (2025: zwölf Prozent)
  • Lüf­tungs­sys­te­me mit Wär­me­rück­ge­win­nung: sie­ben Pro­zent (2025: zehn Prozent)
  • Luft­be­feuch­ter: vier Pro­zent (2025: sie­ben Prozent)
  • Luft­rei­ni­ger: vier Pro­zent (2025: fünf Prozent)
  • Luft­ent­feuch­ter: zwei Pro­zent (2025: drei Prozent)

Obwohl die Unzu­frie­den­heit mit den vor­herr­schen­den raum­kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen anhält, nimmt die Bereit­schaft zu Neu­an­schaf­fun­gen in nahe­zu allen Kate­go­rien ab – um ein bis drei Pro­zent je Bereich.

Lücken­haft bleibt wei­ter­hin das Wis­sen um die opti­ma­le Luft­feuch­te in Innen­räu­men. Seit Jah­ren wei­sen Exper­ten – auch auf dem OFFICE ROXX Blog und dem Por­tal der Initia­ti­ve „Pri­ma­Bü­ro­Kli­ma” – immer wie­der dar­auf hin, dass die Luft­feuch­te in Innen­räu­men idea­ler­wei­se zwi­schen 40 und 60 Pro­zent lie­gen sollte.

Posi­tiv ist daher die Ent­wick­lung zu bewer­ten, dass sich die­se Wis­sens­lü­cke etwas ver­klei­nert hat. Mitt­ler­wei­le „tippt“ fast jeder Drit­te (32 Pro­zent) auf den Bereich von 40 bis 60 Pro­zent – 2025 waren es 30 Pro­zent. 21 Pro­zent (2025: 19 Pro­zent) hal­ten 20 bis 40 Pro­zent für opti­mal, 13 Pro­zent (2025: 14 Pro­zent) 60 bis 80 Pro­zent. Der Anteil der­je­ni­gen, die es nicht wis­sen, sinkt von 37 Pro­zent (2025) auf aktu­ell 34 Pro­zent. Trotz der leich­ten Ver­bes­se­rung des Wis­sens­stands besteht wei­ter­hin Auf­klä­rungs­be­darf: Zwei Drit­tel der Befrag­ten ken­nen den opti­ma­len Richt­wert der Luft­feuch­te für ein gesun­des Büro­ar­beits­kli­ma nicht oder schät­zen ihn falsch ein.

Wann weht der „Wind of Change“ durchs Office?

Die Aus­wer­tung der sechs­ten Leser­um­fra­ge „Pri­ma Büro­kli­ma 2026” zeigt eine anhal­ten­de Sta­gna­ti­on des Büro­raum­kli­mas auf mäßi­gem Niveau. Die Gesamt­be­wer­tung mit einer Durch­schnitts­no­te von 2,9 bleibt nahe­zu unver­än­dert. Hin­ge­gen hat sich das Pro­blem der Beschwer­den durch raum­kli­ma­ti­sche Ver­hält­nis­se ver­schärft. Mehr als die Hälf­te der Büro­be­schäf­tig­ten klagt über zu tro­cke­ne Raum­luft. 44 Pro­zent der Befrag­ten bemän­geln zu war­me und 32 Pro­zent zu kal­te Büro­um­ge­bun­gen. Gleich­zei­tig trifft der Wunsch nach Ver­bes­se­run­gen – allen vor­an bei der Tem­pe­ra­tur (55 Pro­zent) und der Frisch­luft­zu­fuhr (41 Pro­zent) – auf eine gerin­ge Inves­ti­ti­ons­be­reit­schaft in den Unter­neh­men. Posi­tiv ent­wi­ckel­te sich dage­gen das Indoor-Air-Moni­to­ring: 28 Pro­zent über­wa­chen inzwi­schen die Raum­luft – sie­ben Pro­zent mehr als 2025.

Im Gan­zen betrach­tet gibt es zwar klei­ne Fort­schrit­te in ein­zel­nen Berei­chen. Eine Trend­wen­de ist jedoch nicht in Sicht. Knack­punkt bleibt die nied­ri­ge Inves­ti­ti­ons­quo­te. Für ein gutes Büro­raum­kli­ma sind nach wie vor eine ange­neh­me Tem­pe­ra­tur, genü­gend Luft­feuch­tig­keit und eine aus­rei­chen­de Frisch­luft­ver­sor­gung ent­schei­dend. Hier gilt es, die Vor­aus­set­zun­gen zu schaf­fen und Mit­ar­bei­ten­de hin­läng­lich zu informieren.

Wer an der Umfrage teilgenommen hat

Die Umfra­ge „Pri­ma Büro­kli­ma 2026“ fand vom 31. August bis 13. Sep­tem­ber 2026 unter den Lesern des OFFICE ROXX Blogs statt. Sie bestand im Wesent­li­chen aus 13 Fra­gen. 84 Pro­zent der 712 Umfra­ge­teil­neh­mer arbei­ten als Ange­stell­te. 22 Pro­zent der Befrag­ten tref­fen Ent­schei­dun­gen in Bezug auf die raum­luft­tech­ni­sche Aus­stat­tung ihres Fir­men­bü­ros. Die Grö­ße des Unter­neh­mens, in dem die Befrag­ten arbei­ten, gaben 23 Pro­zent mit 1–10 Beschäf­tig­te, 27 Pro­zent mit 11–100 Beschäf­tig­te, 19 Pro­zent mit 101–500 Beschäf­tig­te und 31 Pro­zent mit mehr als 500 Beschäf­tig­te an. Das Durch­schnitts­al­ter der Befrag­ten betrug 42 Jah­re. 54 Pro­zent der Befrag­ten waren weib­lich, 45 Pro­zent männ­lich, 1 Pro­zent divers.

Wir dan­ken allen, die teil­ge­nom­men haben, herz­lich: Auf­grund ihrer Daten konn­ten wir erneut ein rea­lis­ti­sches Bild der Situa­ti­on in Deutsch­land zeich­nen! Die Gewin­ner der Prei­se wur­den benachrichtigt.


PrimaBüroKlimaMehr Infor­ma­tio­nen rund um das The­ma Ver­bes­se­rung der Innen­raum­luft – etwa durch Mes­sung, Lüf­tung, Rei­ni­gung, Befeuch­tung und Begrü­nung – lie­fert die Initia­ti­ve Pri­ma­Bü­ro­Kli­ma.

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