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Gewusst wie: Lichtmanagementsystem korrekt in Betrieb nehmen

Mit zuneh­men­der Digi­ta­li­sie­rung und stei­gen­der Kom­ple­xi­tät moder­ner Gebäu­de­tech­nik gewinnt die fach­ge­rech­te Inbe­trieb­nah­me von Licht­ma­nage­ment­sys­te­men (LMS) an Bedeu­tung. Die Bran­chen­in­itia­ti­ve Licht.de erläu­tert, war­um eine enge Ver­zah­nung von Licht­pla­nung und Elek­tro­in­stal­la­ti­on ent­schei­dend ist.

In einem modernen Büro wird die Beleuchtung über Sensoren und Lichtmanagement gesteuert. Abbildung: Licht.de

In einem moder­nen Büro wird die Beleuch­tung über Sen­so­ren und Licht­ma­nage­ment gesteu­ert. Abbil­dung: Licht.de

Um die Beleuch­tungs­tech­nik rei­bungs­los in die Gebäu­de-Infra­struk­tur zu inte­grie­ren und die moder­nen Licht­sys­te­me effi­zi­ent nut­zen zu kön­nen, sind eine sorg­fäl­ti­ge Pla­nung und Doku­men­ta­ti­on im Vor­feld der Instal­la­ti­on unver­zicht­bar. Neben der Licht­pla­nung ist eine Elek­tro­pla­nung nach gel­ten­den elek­tro­tech­ni­schen Nor­men erfor­der­lich. Letz­te­re defi­niert die Not- und Sicher­heits­be­leuch­tung und bin­det das Sys­tem in die Gebäu­de­infra­struk­tur ein, damit ande­re Gewer­ke spä­ter mit dem Licht­ma­nage­ment­sys­tem inter­agie­ren kön­nen. Ein gemein­sam erstell­ter Instal­la­ti­ons­plan schützt dabei vor unlieb­sa­men Überraschungen.

In der Regel erfolgt die Elek­tro­in­stal­la­ti­on vor der Inbe­trieb­nah­me des LMS. Die Leuch­ten wer­den an die Strom­ver­sor­gung ange­schlos­sen, die ver­drah­te­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­te­me an eine BUS-Lei­tung – ein spe­zi­el­les Kabel zur digi­ta­len Daten­über­tra­gung in der Gebäu­de­au­to­ma­ti­on. Soll­ten sich vor Ort auf­grund bau­tech­ni­scher Gege­ben­hei­ten Abwei­chun­gen vom Instal­la­ti­ons­plan erge­ben, müs­sen die­se doku­men­tiert werden.

Parametrierung und Funktionstest für fehlerfreie Inbetriebnahme

Bei der Inbe­trieb­nah­me von Beleuch­tungs­an­la­gen ist die Vor­norm DIN CEN/TS 18036 zu beach­ten. Eini­ge Licht­ma­nage­ment­sys­te­me ver­fü­gen über einen Schnell­start mit vor­ge­ge­be­nen Werks­ein­stel­lun­gen. Die Para­me­trie­rung der Licht­steue­rung wird in der Regel nicht von den pla­nen­den Unter­neh­men, son­dern von einem Instal­la­teur oder Sys­tem­in­te­gra­tor vor­ge­nom­men. Des­halb muss genau defi­niert wer­den, wie sich die Leuch­ten oder Leuch­ten­grup­pen in wel­cher Situa­ti­on, bei wel­chem Aus­lö­ser und zu wel­chem Zeit­punkt ver­hal­ten sol­len – vom ein­fa­chen Zeit­schalt­mo­dus bis hin zur kom­ple­xe­ren, prä­senz- und tages­licht­ab­hän­gi­gen Rege­lung oder der Inte­gra­ti­on von Human Cen­tric Light­ing. Nach der Elek­tro­in­stal­la­ti­on ist ein Funk­ti­ons­test sämt­li­cher elek­tri­scher Anschlüs­se sowie der ver­leg­ten BUS-Lei­tun­gen erfor­der­lich, um mög­li­che Feh­ler­quel­len auszuschließen.

Einfacher Transfer von der digitalen in die reale Welt

Die fort­schrei­ten­de Digi­ta­li­sie­rung in der Licht­pla­nung und -steue­rung ermög­licht eine zuneh­mend cloud­ba­sier­te Inbe­trieb­nah­me von Beleuch­tungs­steue­run­gen. Die Nut­zung digi­ta­ler Zwil­lin­ge und Building-Information-Modeling(BIM)-Modelle macht die Para­me­trie­rung effi­zi­ent und unab­hän­gig von der phy­si­schen Loka­li­sie­rung der Kom­po­nen­ten. Das ver­ein­facht den Trans­fer von vir­tu­el­len Pro­jek­ten in die rea­le Welt – spart Zeit und Kosten.

Für eine wei­ter­ge­hen­de Auto­ma­ti­sie­rung wer­den die End­ge­rä­te mit Geo­re­fe­ren­zen ver­se­hen und ihre digi­ta­le Iden­ti­tät mit der rea­len Posi­ti­on in der Anla­ge ver­knüpft. Durch die­sen Ansatz kön­nen kom­plet­te Pro­jek­te inklu­si­ve Funk­tio­nen, Grup­pen und Schnitt­stel­len bereits im Vor­feld digi­tal defi­niert wer­den. Vor Ort müs­sen dann ledig­lich die phy­si­schen Gerä­te mit ihren vir­tu­el­len Pen­dants ver­bun­den wer­den, wodurch sich die Inbe­trieb­nah­me erheb­lich ver­kürzt. Auch eine schritt­wei­se Vor­ge­hens­wei­se ist mög­lich, bei der direkt nach der Instal­la­ti­on eine voll funk­ti­ons­fä­hi­ge Anla­ge zur Ver­fü­gung steht.

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