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Office-History: Das Telefon

Büro­ar­beit ohne Tele­fon lässt sich kaum vor­stel­len. Wir wer­fen einen Blick auf die Geschich­te des Appa­rats zur Her­stel­lung von Fern­münd­lich­keit. An sei­ner Ent­wick­lung waren vie­le Erfin­der betei­ligt. Zwei sta­chen beson­ders hervor.

Einer der Wegbereiter des Telefons: Philipp Reis. Abbildung: Wikipedia Commons

Einer der Weg­be­rei­ter des Tele­fons: Phil­ipp Reis. Abbil­dung: Wiki­pe­dia Commons

Das Wort Tele­fon lei­tet sich ab von den alt­grie­chi­schen Wör­tern „tele“ (= weit) und „pho­ne“ (= Stim­me). Geprägt wur­de der Begriff von Phil­ipp Reis, einem deut­schen Phy­si­ker und Erfin­der, der 1861 das ers­te funk­tio­nie­ren­de Gerät zur Über­tra­gung von Tönen durch elek­tri­sche Lei­tun­gen ent­wi­ckel­te. Reis ver­kauf­te sein „Tele­phon“ in den kom­men­den Jah­ren welt­weit als wis­sen­schaft­li­ches Demonstrationsobjekt.

Alexander Graham Bell erhielt das Patent für das Telefon. Abbildung: Maksim/Wikimedia Commons

Alex­an­der Gra­ham Bell erhielt das Patent für das Tele­fon. Abbil­dung: Maksim/Wikimedia Commons

Die Erfindung des Telefons: anfangs Patentmogelei

So kamen auch Exem­pla­re von Reis in die USA, wo dann der Schot­te Alex­an­der Gra­ham Bell ab 1875 mit dem Appa­rat expe­ri­men­tier­te. Ein Jahr spä­ter bean­trag­te er das Patent – aller­dings für einen nicht funk­ti­ons­tüch­ti­gen Ent­wurf. Sein ers­ter Pro­to­typ, den er weni­ge Tage nach Erhalt des Patents prä­sen­tier­te, bestand außer­dem aus genau den Kom­po­nen­ten (unter ande­rem einer Mem­bran und einem Mikro­fon), die sein Kon­kur­rent Elei­sha Grey in sei­nem Patent­an­trag auf­ge­führt hat­te. Grey hat­te das Pech, dass er sei­nen Antrag zwei Stun­den nach Bell im Patent­amt abge­ge­ben hat­te und Bell so als Ers­ter das Patent erhielt. Dar­auf auf­bau­end grün­de­te die­ser die Bell Tele­pho­ne Com­pa­ny, die sich 1885 in Ame­ri­can Tele­pho­ne and Tele­graph Com­pa­ny umbe­nann­te und bis heu­te einer der welt­größ­ten Tele­fon­kon­zer­ne ist.

Nachbau des Telefons von Philipp Reis aus dem Jahre 1861. Abbildung: Travok32/Wikipedia Commons

Nach­bau des Tele­fons von Phil­ipp Reis aus dem Jah­re 1861. Abbil­dung: Travok32/Wikipedia Commons

Die Geschichte der Telefonie in Deutschland

Die ein­satz­fä­hi­ge Tele­fo­nie in Deutsch­land begann 1877 in Ber­lin mit erfolg­rei­chen Über­tra­gun­gen über zunächst sechs, dann 26 und zuletzt 61 km. Mit der Erfin­dung des Koh­le­mi­kro­fons 1878 durch David Edward Hug­hes in Ver­bin­dung mit der Ver­bes­se­rung des Hörers durch Wer­ner von Sie­mens wur­de wenig spä­ter eine wesent­lich lau­te­re Über­tra­gung und damit ein Gespräch über grö­ße­re Ent­fer­nun­gen mög­lich. Für den Auf­bau von Tele­fon­ver­bin­dun­gen wur­de zunächst die soge­nann­te Hand­ver­mitt­lung durch das „Fräu­lein vom Amt“ ein­ge­setzt, bis 1955 das Mehr­fre­quenz­wahl­ver­fah­ren von den Bell Tele­pho­ne Labo­ra­to­ries ent­wi­ckelt wur­de – noch heu­te die gebräuch­lichs­te Tas­ten­an­wahl bei ana­lo­gen Telefonen.

Die Nutzungszeiten von Tischtelefonen sind während des Corona-Shutdowns erheblich angestiegen. Abbildung: Vinicius Amano, Unsplash

Die Nut­zungs­zei­ten von Tisch­te­le­fo­nen sind wäh­rend des ers­ten Coro­na-Lock­downs erheb­lich ange­stie­gen. Abbil­dung: Vini­ci­us Ama­no, Unsplash

Telefonie in einer digitalen Welt

Mit der moder­nen Elek­tro­nik und Com­pu­ter­tech­no­lo­gie konn­ten die elek­tro­me­cha­ni­schen Ele­men­te durch Halb­lei­ter- Bau­tei­le ersetzt wer­den, die wesent­li­che Ver­klei­ne­run­gen des Gerä­tes und die Aus­stat­tung mit immer mehr zusätz­li­chen Funk­tio­nen erlaub­ten. Durch die IP-Tele­fo­nie kam das Tisch­te­le­fon dann end­gül­tig im digi­ta­len Zeit­al­ter an. Denn anders als ana­lo­ge Tele­fon­an­schlüs­se sind IP-Anschlüs­se an das Breit­band gekop­pelt und ermög­li­chen die Tele­fo­nie über den Internetanschluss.

Natür­lich gehört für vie­le heu­te auch das Smart­pho­ne zur Büro­ar­beit, vor allem, wenn sie mobil ist. Das Fest­netz­te­le­fon hat aber wei­ter­hin Vor­tei­le gegen­über dem Han­dy. Auch des­halb lern­ten vie­le Office-Worker das Tisch­te­le­fon in der Coro­na-Kri­se wie­der mehr zu schät­zen, obwohl zugleich die Anzahl der Video­calls nach oben schoss. Voda­fone ver­zeich­ne­te im März 2020 einen Anstieg um 80 Pro­zent bei der Fest­netz­nut­zung gegen­über einem nor­ma­len Monat vor der Pan­de­mie. Das ver­gleichs­wei­se jun­ge Mobil­te­le­fon hat das gute alte Tisch­te­le­fon noch lan­ge nicht aus dem Office ver­drängt. Und so jung ist es eigent­lich auch nicht mehr. Das welt­weit ers­te kom­mer­zi­el­le Mobil­te­le­fon Dynatac 8000x wur­de übri­gens nach über zehn Jah­ren Ent­wick­lung 1983 von Moto­ro­la vor­ge­stellt. Doch das ist eine Geschich­te für ein ande­res Mal.

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