Kann man Men­schen dazu moti­vie­ren, ihren elek­trisch höhen­ver­stell­ba­ren Schreib­tisch inten­si­ver zu nut­zen? Ja, man kann. Das hat eine vom Her­stel­ler für elek­tri­sche Hub­säu­len Linak initi­ier­te Stu­die belegt, die in den Büros des Soft­ware­spe­zia­lis­ten Dia­mant Soft­ware durch­ge­führt wur­de.

Der Wechsel zwischen sitzender und stehender Arbeit wird durch das Bedienelement DPG gefördert. Abbildung: Linak

Der Wech­sel zwi­schen sit­zen­der und ste­hen­der Arbeit wird durch das Bedien­ele­ment DPG geför­dert. Abbil­dung: Linak

DPG kommt ohne Tasten aus und lässt eine Bedienung nur durch Kippen und Drücken zu. Abbildung: Linak

DPG kommt ohne Tas­ten aus und lässt eine Bedie­nung nur durch Kip­pen und Drü­cken zu. Abbil­dung: Linak

Höhen­ver­stell­ba­re Arbeits­plät­ze sind ein pro­ba­tes Mit­tel, um gesund­heit­li­chen Pro­ble­men ent­ge­gen­zu­wir­ken. Die spe­zi­el­le Her­aus­for­de­rung in den Unter­neh­men ist jedoch, Mit­ar­bei­ter zu moti­vie­ren, die­se Funk­ti­on auch zu nut­zen. Denn nicht sel­ten sieht man in deut­schen Büros, dass die Men­schen nur sit­zen und kaum einer steht. Bequem­lich­keit und Ver­gess­lich­keit sind die zwei meist­ge­nann­ten Grün­de, war­um höhen­ver­stell­ba­re Tische nicht genutzt wer­den. Hier hat die Moti­va­ti­ons­soft­ware von Linak ange­setzt.

Aufbau der Studie

Die Stu­die wur­de durch das IGR Insti­tut für Gesund­heit und Ergo­no­mie aus Nürn­berg durch­ge­führt. Unter­sucht wur­den 40 Büro­ar­beits­kräf­te, die an 40 elek­trisch höhen­ver­stell­ba­ren Schreib­ti­schen arbei­ten. Bei 20 Tischen wur­de das neue DPG mon­tiert und die ent­spre­chen­de Soft­ware ein­ge­rich­tet. Die­se wur­de durch eine Tracking­funk­ti­on erwei­tert. Dadurch war es mög­lich, die Häu­fig­keit der Hub­be­we­gun­gen monat­lich aus­zu­le­sen. Nach einem Unter­su­chungs­zeit­raum von drei Mona­ten wur­den die Nut­zung bzw. die Häu­fig­keit der Höhen­ver­stel­lung mit­ein­an­der ver­gli­chen.

Zu Bewegung motivieren

Vier Kom­po­nen­ten soll­ten die Mit­ar­bei­ter moti­vie­ren, die Höhen­ver­stel­lung des Sitz-Steh-Tischs häu­fi­ger zu nut­zen: zum einen das intui­ti­ve Design des Bedien­ele­ments, das ohne Tas­ten aus­kommt und eine Bedie­nung durch Kip­pen und Drü­cken zulässt. Zum ande­ren die drei unter­schied­li­chen Erin­ne­rungs­funk­tio­nen: direkt im Bedien­ele­ment inte­griert mit einer blin­ken­den Licht­leis­te, als Pop-up auf dem eige­nen Rech­ner oder als Push-Nach­richt auf dem Han­dy.

Der Feld­test soll­te klä­ren, inwie­weit das Bedien­ele­ment DPG und die Moti­va­ti­ons­soft­ware die Mit­ar­bei­ter moti­vie­ren, die Höhen­ver­stel­lung öfter zu nut­zen. Das Ergeb­nis spricht für sich. Die Mehr­nut­zung der Schreib­ti­sche lag bei 74 Pro­zent. Zudem haben sich drei von vier Teil­neh­mern durch die Soft­ware erin­nern las­sen, abwech­selnd im Ste­hen und Sit­zen zu arbei­ten. Die deut­li­che Mehr­heit der Nut­zer mit Moti­va­ti­ons­soft­ware bestä­tig­te, seit Stu­di­en­be­ginn mehr zwi­schen Ste­hen und Sit­zen zu wech­seln bzw. öfter im Ste­hen zu arbei­ten. Am Schluss der Stu­die gaben die Nut­zer der Tische mit Moti­va­ti­ons­soft­ware an, täg­lich erheb­lich län­ger im Ste­hen gear­bei­tet zu haben.

Das Ergebnis überzeugt

Das IGR-Insti­tut kommt zu fol­gen­dem Schluss: „Es bleibt fest­zu­stel­len, dass der posi­ti­ve Effekt der Moti­va­ti­ons­soft­ware nach­hal­tig wirk­sam sein wird. Die ver­stärk­te Nut­zung der Höhen­ver­stel­lung wird sich durch die Moti­va­ti­ons­soft­ware auf einem höhe­ren Niveau als bei den Teil­neh­mern ohne Soft­ware sta­bi­li­sie­ren. Zudem wird das Bewusst­sein bei den Nut­zern mit zuneh­men­der Wie­der­ho­lung der Sitz-Steh-Wech­sel posi­tiv beein­flusst, die­sen auto­ma­tisch in das eige­ne Ver­hal­tens­re­per­toire auf­zu­neh­men.“