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Im Auf­trag des Pla­nungs- und Ein­rich­tungs­un­ter­neh­mens Designfunk­ti­on erforscht das Fraun­ho­fer IAO die Trans­for­ma­ti­on von Arbeits­wel­ten. Ziel ist es, die Fak­to­ren für eine erfolg­rei­che Umset­zung von moder­nen Büro­wel­ten zu iden­ti­fi­zie­ren. Wer möch­te, kann sich an der Stu­die betei­li­gen.

Stimmt das Büro­um­feld, kann sich Krea­ti­vi­tät opti­mal ent­fal­ten. Abbil­dung: Merck Weiterstadt/Olja Gren­ner

Group-Mee­ting-Area im Luft­han­sa Q Lab. Abbil­dung: Mar­tin Kreu­zer

Chill-Room für den Rück­zug. Abbil­dung: Strö­er Berlin/AKIM Pho­to­gra­phy

Spe­cial-Area für infor­mel­le Gesprä­che. Abbil­dung: Ecos Frankfurt/Olja Gren­ner

Pho­ne-Box zum unge­stör­ten Tele­fo­nie­ren. Abbil­dung: Strö­er Berlin/AKIM Pho­to­gra­phy

Designfunk­ti­on hat in die­sem Jahr eine Kon­gress­rei­he ver­an­stal­tet. Exper­ten für Arbeits­wel­ten, von Human-Resour­ces-Mana­gern über Faci­li­ty-Mana­ger bis zu IT-Spe­zia­lis­ten und Archi­tek­ten infor­mier­ten sich dort zum The­ma „Büro der Zukunft“. Ein High­light: In der Kon­gress­rei­he wur­den die Ergeb­nis­se der Fraun­ho­fer-IAO-Stu­die „Wirk­sa­me Büro- und Arbeits­wel­ten“ prä­sen­tiert. Dafür wur­de die Bedeu­tung von Arbeits­wel­ten für die stra­te­gi­schen Zie­le von Unter­neh­men erforscht.

Teilnahme an der Studie

Die Erkennt­nis­se aus die­ser Stu­die sol­len in der Stu­die II „Trans­for­ma­ti­on von Arbeits­wel­ten“ ver­tieft wer­den. Sie geht der Fra­ge auf den Grund, wie eine erfolg­rei­che Umset­zung von wirk­sa­men Büro- und Arbeits­wel­ten in Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen gelin­gen kann. Unter­sucht wer­den unter ande­rem Ver­än­de­run­gen in Unter­neh­men bezüg­lich Arbeits­pro­zes­se, Richt­li­ni­en, Büro­form- und -gestal­tung, Nut­zung von Rück­zugs- oder Bespre­chungs­räu­men, außer­dem der Ein­satz von digi­ta­len Arbeits­mit­teln sowie die Infor­ma­ti­ons­po­li­tik im Unter­neh­men. Die Stu­di­en­ergeb­nis­se wer­den 2019 in einer Kon­gress­rei­he von Designfunk­ti­on prä­sen­tiert wer­den. Wer an der Stu­die teil­nimmt, erhält die Ergeb­nis­se der Stu­die zuge­schickt.

Rückblick auf Studie I: Es lebe der Multispace!

Das Ergeb­nis des ers­ten Stu­di­en­teils war ein­deu­tig: Als zukünf­ti­ge Büro­form für das eige­ne Unter­neh­men erwar­ten 54 Pro­zent der Befrag­ten eine Mul­tis­pace-Arbeits­um­ge­bung. Die­se zeich­net sich durch über­wie­gend offe­ne Raum­struk­tu­ren und eine gro­ße Band­brei­te an Flä­chen- und Raum­op­tio­nen aus, die fle­xi­bel von allen Mit­ar­bei­tern genutzt wer­den kön­nen. Die Stu­die ergab, dass im Mul­tis­pace die Arbeit­ge­ber­at­trak­ti­vi­tät signi­fi­kant posi­ti­ver bewer­tet wird, ein höhe­res Aus­maß an Selbst­be­stim­mung vor­liegt und Zusam­men­ar­beit stär­ker gelebt wird. Hin­zu kommt, dass in Mul­tis­pace-Arbeits­um­ge­bun­gen deut­lich mehr Rück­zugs­mög­lich­kei­ten für kon­zen­trier­tes Arbei­ten sowie zur kurz­zei­ti­gen Erho­lung vor­han­den sind als in Arbeits­um­ge­bun­gen mit Ein­zel­bü­ro­struk­tu­ren oder ande­ren Büro­for­men. Wei­te­re Erkennt­nis­se der Stu­die ver­rät Udo-Ernst Haner, Lei­ter Busi­ness Inno­va­ti­on Engi­nee­ring Cen­ter am Fraun­ho­fer IAO, im Gespräch mit Samir Ayoub, geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter von Designfunk­ti­on.

Innovation jetzt! Plädoyer für Activity-Based-Working

„In acht von zehn Pro­jek­ten, die wir als Pla­ner und Ein­rich­ter bear­bei­ten, ent­schei­den sich Unter­neh­men bereits für Mul­tis­pace. Hier wer­den für die unter­schied­li­chen Auf­ga­ben im Arbeits­all­tag die ent­spre­chen­den Räu­me zur Ver­fü­gung gestellt und somit auch Acti­vi­ty-Based-Working ermög­licht“, berich­tet Ayoub und fährt fort: „Stu­di­en wei­sen nach, dass es sich auf die Inno­va­ti­ons­kraft eines Unter­neh­mens aus­wirkt, wenn Mit­ar­bei­tern für jede Auf­ga­be die pas­sen­de Arbeits­um­ge­bung haben. Krea­ti­vi­tät und Offen­heit für Wan­del wer­den posi­tiv beein­flusst.“

Innovationsfähigkeit wird auf verschiedenen Ebenen unterstützt

In Unter­neh­men mit Acti­vi­ty-Based-Working kann sich der Mit­ar­bei­ter, der hoch­kon­zen­triert arbei­ten möch­te, in eine Quiet-Area zurück­zie­hen. Wer Kon­takt und Aus­tausch sucht, wird eine Team-Area ansteu­ern. Krea­tiv aus­to­ben kann man sich in der Scrum-Area, wo die Mit­ar­bei­ter bis hin zum Bema­len der Wän­de völ­lig frei agie­ren kön­nen. Wer tele­fo­nie­ren möch­te, ohne zu stö­ren und gestört zu wer­den, nutzt Pho­ne-Boxes oder Pho­ne-Rooms. Auch für Ent­span­nung und kör­per­li­che Bewe­gung ste­hen Flä­chen zur Ver­fü­gung. In einem sol­chen Umfeld kann sich Krea­ti­vi­tät opti­mal ent­fal­ten. Offen­heit für Wan­del wird dabei zur Basis­kom­pe­tenz. Schließ­lich Risi­ko­be­reit­schaft: Risi­ko­be­reit­schaft bedeu­tet, Risi­ken bewusst ein­zu­ge­hen. Mit­ar­bei­ter, die etwa in einem Design-Thin­king-Pro­zess Flä­chen zur Ver­fü­gung haben, in denen sie hoch­agil arbei­ten kön­nen, die sich indi­vi­du­ell anpas­sen las­sen, kön­nen schnellst­mög­lich her­aus­fin­den, ob ein Pro­to­typ zum Erfolg wird. Acti­vi­ty-Based Working beein­flusst also auch die Risi­ko­be­reit­schaft posi­tiv.