Die Zunahme hybrider Arbeitsmodelle hat Unternehmen zur Entwicklung von Strategien zur Raumnutzungsoptimierung, Kostensenkung und Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit veranlasst. Das zeigen Daten der Studie „2026 CBRE Global Workplace & Occupancy Insights“.

In 69 Prozent der von CBRE zugrunde gelegten Unternehmen weltweit teilen sich über 40 Prozent der Mitarbeitenden einen Schreibtisch. Abbildung: BGStock72, Depositphotos
Die Studie basiert auf Daten, die der Immobiliendienstleister CBRE durch Büro-Benchmarking in den vergangenen fünf Jahren von seinen weltweiten Kunden, die insgesamt über 28 Millionen m2 Bürofläche verfügen, erhalten hat. Laut der Studie liegt die weltweite durchschnittliche Bürogebäudeauslastung nun bei 53 Prozent. Dieser Wert ist deutlich gestiegen. Er hat den höchsten Stand seit März 2020 erreicht (2024: 38 Prozent, 2023: 35 Prozent). Die durchschnittliche Spitzenauslastung in Büros liegt bei 80 Prozent. Laut CBRE deutet dies darauf hin, dass Arbeitgeber die Rückkehr ihrer Mitarbeitenden ins Büro gut organisieren. Gleichzeitig könnten die Zahlen zur Auslastung jedoch auch bedeuten, dass die Büros zu Spitzenzeiten überfüllt sind.
Desk-Sharing als Standard
Die zunehmende Verbreitung hybrider Arbeitsformen wird besonders deutlich in der globalen Auslastungsrate von Arbeitsflächen. Diese liege bei 111 Prozent – der höchste Stand seit Beginn der Erfassung dieser Kennzahl. Das bedeutet, dass mehr Personen den Bürogebäuden zugeordnet sind, als physische Arbeitsplätze vorhanden sind. Im Vergleich zu 101 Prozent im Jahr 2024 ist die Auslastung weiter angestiegen. Sie spiegelt den Wandel wider, der ein strategisches Raum- und Arbeitszeitmanagement wie Desk-Sharing erfordert.
69 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sich mehr als 40 Prozent ihrer Mitarbeitenden einen Schreibtisch teilen. Die Mehrheit (48 Prozent, 2024: 21 Prozent) strebe ein Verhältnis von 1,01 bis 1,49 Personen pro Arbeitsplatz an, was den Trend zu einer optimierten Raumnutzung widerspiegele. Dies weise zwar auf eine effizientere Nutzung der Büroflächen hin, die Daten zeigten aber auch einen Rückgang aggressiverer Sharing-Modelle. Nur noch 33 Prozent der Befragten streben ein Verhältnis von mehr als 1,5:1 an, ein deutlicher Rückgang gegenüber 62 Prozent im Jahr 2024.
Drei Tage im Büro
Den Studienergebnissen zufolge haben 96 Prozent der Unternehmen Richtlinien für die Büropräsenz eingeführt. Am häufigsten gilt die Regelung, dass Mitarbeitende mindestens drei Tage pro Woche überwiegend im Büro sein müssen (66 Prozent, 2024: 53 Prozent, 2023: 49 Prozent). Dieser Trend verdeutlicht eine engere Definition des Hybridmodells. Unternehmen räumen der Büroanwesenheit zunehmend Priorität ein. Die Daten zeigen jedoch auch eine Diskrepanz zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Anwesenheit: 70 Prozent gaben an, dass die Mitarbeitenden weniger im Büro sind, als von der Führungsebene gefordert oder erwartet wird – ein Anstieg gegenüber 61 Prozent im Jahr 2024.





























































