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Das neue Normal #06: Resilienz oder die Kunst, sich durch Krisen zu stärken

Der New-Work-Exper­te André Hund buch­sta­biert in die­ser Kolum­ne den Begriff „Lea­der“ durch. Nach „Zuhö­ren“ („Lis­tening“), „Empower­ment“, „Aner­ken­nung“, „Diver­si­tät“ und „Exzel­lenz“ geht es zum Abschluss um den Begriff „Resi­li­enz“.

André Hund ist Wirtschaftsjurist und kennt die Büromöbelbranche aus dem Effeff. In seiner Kolumne thematisiert der New Work Facilitator bei der work different Training & Consulting GmbH Leadership-Themen vor dem Hintergrund des neuen Arbeitens.

André Hund ist Wirt­schafts­ju­rist und kennt die Büro­mö­bel­bran­che aus dem Eff­eff. In sei­ner Kolum­ne the­ma­ti­siert der New Work Faci­li­ta­tor bei der work dif­fe­rent Trai­ning & Con­sul­ting GmbH Lea­der­ship-The­men vor dem Hin­ter­grund des neu­en Arbeitens.

Es ist Zufall und doch fol­ge­rich­tig, dass die Resi­li­enz am Ende die­ser Ent­de­ckungs­rei­se steht. Soll sie doch eine Anlei­tung lie­fern, mit zuneh­men­der Unsi­cher­heit und stei­gen­den Her­aus­for­de­run­gen in der Welt zurecht­zu­kom­men. Resi­li­enz ist in aller Mun­de. Bun­des­wehr und Bahn müs­sen resi­li­en­ter wer­den, ja die Wirt­schaft ins­ge­samt. Die Poli­tik sowie­so. Und Füh­rung natür­lich auch. Die Kon­junk­tur des Begriffs ist Spie­gel einer Welt, die hohe Ansprü­che an Reak­ti­vi­tät und Agi­li­tät stellt.

Inmit­ten die­ser man­nig­fa­chen Her­aus­for­de­run­gen stellt sich für Füh­rungs­kräf­te eine zen­tra­le Fra­ge: Wie gelingt es, Men­schen und Orga­ni­sa­tio­nen durch die­se unru­hi­gen Zei­ten zu steu­ern, ohne dass Moti­va­ti­on und Ver­trau­en ver­lo­ren gehen? Teil­ant­wort: durch Resi­li­enz. Nel­son Man­de­la hat sie in einen Satz gefasst: „Der größ­te Ruhm im Leben liegt nicht dar­in, nie­mals zu fal­len, son­dern jedes Mal wie­der aufzustehen.“

Dar­um geht es also. Um eine gewis­se Wider­stands­kraft. Grob zu­mindest. Doch in ihrem Kern beschreibt Resi­li­enz die Fähig­keit, Kri­sen nicht nur aus­zu­hal­ten, son­dern im bes­ten Fal­le gestärkt aus ihnen her­vor­zu­ge­hen, Belas­tun­gen nicht zu ver­leug­nen, son­dern sie kon­struk­tiv zu ver­ar­bei­ten, egal ob auf indi­vi­du­el­ler oder orga­nisationaler Ebene.

Die fran­zö­si­sche Tages­zei­tung „Le Mon­de“ hat gelun­ge­ner Resi­li­enz eine viel beach­te­te Arti­kel­se­rie gewid­met. Und in deren Rah­men die loka­len Netz­wer­ke gefei­ert. Sie böten in Kri­sen­fäl­len psy­cho­lo­gi­sche Unter­stüt­zung, sorg­ten dafür, dass Infor­ma­tio­nen zir­ku­lie­ren und der Zugang zu exter­nen Hil­fen erleich­tert wür­de. Die enor­me Wir­kung die­ser Netz­wer­ke zeig­te sich in Japan nach dem Erd­be­ben in Kobe 1995, nach dem Tsu­na­mi 2011 oder in den USA nach dem Hur­ri­kan Kat­ri­na im Jahr 2005. Das Prin­zip ist immer gleich. Lokal ver­an­ker­te Gemein­schaf­ten zeig­ten eine grö­ße­re Moti­va­ti­on und Resilienz.

Und das gilt auch für die Füh­rung. Resi­li­enz soll­te kein individuel­ler Kraft­akt sein. Das heißt für Füh­rungs­kräf­te: Netz­wer­ke nut­zen! Resi­li­en­te Füh­rung bedeu­tet nicht, jede Unsi­cher­heit zu eliminie­ren – das wäre illu­so­risch. Viel­mehr geht es dar­um, eine Balan­ce zu schaf­fen: Sta­bi­li­tät bie­ten, wo Sicher­heit gebraucht wird, und gleich­zei­tig Offen­heit für Neu­es för­dern, wo Wan­del not­wen­dig ist.

Resi­li­en­te Füh­rungs­kräf­te sind nicht nur in gerin­ge­rem Maße von einem Burn-out betrof­fen, sie füh­ren auch über­durch­schnitt­lich wirk­sam. Resi­li­enz ist kei­ne „wei­che“ Kom­pe­tenz, son­dern eine stra­te­gi­sche Res­sour­ce. Und ihre Bedeu­tung steigt wei­ter in Zei­ten hybri­der Arbeits­mo­del­le: Fle­xi­bi­li­tät, schnel­le Anpas­sung und die Fähig­keit, Unge­wiss­heit pro­duk­tiv zu gestal­ten, wer­den zum ent­scheidenden Wett­be­werbs­vor­teil. Gera­de Füh­rungs­kräf­te haben hier eine Schlüs­sel­funk­ti­on: Sie sind Vor­bil­der, Kom­mu­ni­ka­to­ren und Gestal­ter von Rah­men­be­din­gun­gen, die Resi­li­enz ermöglichen.

Resi­li­en­te Füh­rung muss also ganz oben auf den Spei­se­plan. Um sie aber schmack­haft zu machen, bedarf es noch ein paar kon­kre­ter Zutaten:

  • Klar­heit in der Kom­mu­ni­ka­ti­on: Men­schen kön­nen mit Unsi­cherheit umge­hen, solan­ge sie ver­ste­hen, was geschieht und war­um. Unklar­heit hin­ge­gen ver­stärkt Stress.
  • Ver­trau­en und psy­cho­lo­gi­sche Sicher­heit: Teams brau­chen Räu­me, in denen Feh­ler als Lern­chan­ce und nicht als Bedro­hung ver­stan­den werden.
  • Selbst­für­sor­ge: Wer als Füh­rungs­kraft Resi­li­enz vor­lebt, indem er oder sie eige­ne Gren­zen ach­tet, schafft auch für Mitarbeiten­de die Erlaub­nis dazu.
  • Refle­xi­on för­dern: Regel­mä­ßi­ge Selbst­re­fle­xi­on hilft, Mus­ter zu erken­nen und bewuss­ter zu reagieren.
  • Sinn­ori­en­tie­rung: Wer den Sinn der eige­nen Arbeit erkennt, kann Rück­schlä­ge leich­ter einordnen.
  • Anpas­sungs­fä­hi­ge Struk­tu­ren: Orga­ni­sa­tio­nen brau­chen Pro­zesse, die Ver­än­de­rung nicht blo­ckie­ren, son­dern ermöglichen.

Das wider­spricht dem man­cher­orts heim­lich oder offen geheg­ten Wunsch nach Rück­kehr zu auto­ri­tä­rer Füh­rung. Eine Füh­rung, die in Kri­sen­zei­ten oft als intui­ti­ve Selbst­sta­bi­li­sie­rung ein­ge­setzt wird. Die Spie­gel-Best­sel­ler-Autorin Vera Star­ker for­mu­liert es so: „Um Kri­sen zu bewäl­ti­gen braucht es Selbst­wirk­sam­keits­er­le­ben. Gera­de das wird über auto­ri­tä­re Füh­rung mas­siv ein­ge­schränkt, sodass Ohn­macht oder wei­te­re Abkehr von Mit­ar­bei­ten­den vorprogram­miert ist.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

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