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Diese Stolpersteine behindern die Cloud-Transformationen

Bei vie­len Unter­neh­men ver­läuft die Cloud-Trans­for­ma­ti­on schlep­pen­der als geplant und der gewünsch­te Erfolg bleibt aus. Was machen Unter­neh­men dabei falsch? Der Busi­ness- und IT-Dienst­leis­ter CGI nennt sechs maß­geb­li­che Stolpersteine.

Jede Cloud-Transformation ist ein anspruchsvolles Projekt. Für den Erfolg ist ein strategisches, strukturiertes Vorgehen erforderlich. Abbildung: Wynn Pointaux, Pixabay

Jede Cloud-Trans­for­ma­ti­on ist ein anspruchs­vol­les Pro­jekt. Für den Erfolg ist ein stra­te­gi­sches, struk­tu­rier­tes Vor­ge­hen erfor­der­lich. Abbil­dung: Wynn Poin­taux, Pixabay

#1 Fehlende Cloud-Strategie

Oft wer­den die mit einer Cloud-Nut­zung ver­bun­de­nen Zie­le von Unter­neh­men nur unzu­rei­chend defi­niert. Sol­che Zie­le kön­nen etwa eine Effi­zi­enz­stei­ge­rung, Kos­ten­sen­kung oder der Ein­satz neu­er Funk­tio­na­li­tä­ten und Tech­no­lo­gien sein. Es emp­fiehlt sich, bereits im Vor­feld Anwen­dun­gen zu bestim­men, die in die Cloud ver­la­gert wer­den sol­len, sodass die nöti­gen Anfor­de­run­gen in die Stra­te­gie ein­flie­ßen. Kon­kret geht es auch um die Klä­rung fol­gen­der Fra­gen: Wel­ches Cloud-Modell passt am bes­ten: Pri­va­te, Public, Hybrid oder Mul­ti-Cloud? Wel­cher Cloud-Ser­vice wird benö­tigt: IaaS (Infra­st­ruc­tu­re as a Ser­vice), PaaS (Plat­form as a Ser­vice) oder SaaS (Soft­ware as a Ser­vice)? Soll ein Ven­dor-Lock-in ver­mie­den wer­den? Außer­dem soll­te die Stra­te­gie­pha­se immer auch eine Busi­ness-Case-Betrach­tung mit detail­lier­ter ROI-Berech­nung beinhal­ten. Nicht zuletzt ist fest­zu­le­gen, wie eine Exit-Stra­te­gie aussieht.

#2 Click-Click-Cloud-Vorgehen

Häu­fig anzu­tref­fen ist eine Click-Click-Cloud-Vor­ge­hens­wei­se. Vie­le Cloud-Pro­vi­der offe­rie­ren Por­ta­le, über die ein­fach und schnell Ser­vices buch­bar sind. Anwen­der unter­su­chen aller­dings oft nicht, ob das Ange­bot sowohl von der Funk­ti­on als auch hin­sicht­lich der Inte­gra­ti­ons­mög­lich­keit in die Appli­ka­ti­ons­land­schaft opti­mal für das eige­ne Unter­neh­men passt. Auch die Kos­ten, eige­ne regu­la­to­ri­sche Vor­ga­ben oder Daten­schutz­aspek­te wer­den bei einem Click-Click-Cloud-Pro­zess in aller Regel unzu­rei­chend berück­sich­tigt. So ent­ste­hen schnell unüber­sicht­li­che Cloud-Umge­bun­gen, die spä­ter nur schwer zu kon­trol­lie­ren sind und kei­ne gewünsch­ten Kos­ten­ein­spa­run­gen mit sich brin­gen. In man­chen Fäl­len erhö­hen sich Aus­ga­ben durch unüber­legt gebuch­te Tools sogar noch.

#3 Fehlendes Change Management

Jede Cloud-Trans­for­ma­ti­on hat Aus­wir­kun­gen auf die Arbeits­ab­läu­fe, die Orga­ni­sa­ti­on und Admi­nis­tra­ti­on, wis­sen die Exper­ten von CGI. Trotz­dem über­se­hen vie­le Unter­neh­men die Not­wen­dig­keit eines Chan­ge Manage­ment. Wird die Cloud-Nut­zung zum Bei­spiel als rei­nes IT-The­ma betrach­tet, ist ein Schei­tern des Pro­jekts vor­pro­gram­miert. Eine Cloud-Trans­for­ma­ti­on betrifft immer das gesam­te Unter­neh­men, von der IT über das Con­trol­ling und Pro­cu­re­ment bis hin zu Human Resour­ces. Cloud-Trans­for­ma­tio­nen sind daher immer ein struk­tu­rel­les The­ma, das die Anpas­sung von Unter­neh­mens­pro­zes­sen und damit ein Chan­ge Manage­ment erfor­dert. Viel­fach unbe­rück­sich­tigt bleibt, dass die Cloud-Nut­zung ein adäqua­tes Mit­ar­bei­ter-Know-how erfor­dert und gege­be­nen­falls Trai­nings­maß­nah­men ergrif­fen wer­den müssen.

#4 Transition als Transformation

Es ist ein Trug­schluss, Tran­si­ti­on mit Trans­for­ma­ti­on gleich­zu­set­zen. Eine Cloud-Trans­for­ma­ti­on beinhal­tet mehr als die Aus­la­ge­rung eines Ser­vers an einen Hypersca­ler. Dadurch kann ein Unter­neh­men zwar die Hard­ware im eige­nen Rechen­zen­trum ent­las­ten oder einer altern­den Infra­struk­tur ent­kom­men, doch einen signi­fi­kan­ten Mehr­wert stellt eine sol­che Tran­si­ti­on nicht dar. Eine ziel­füh­ren­de Trans­for­ma­ti­on hin­ge­gen geht über ein rei­nes Hos­ting hin­aus und nutzt die Cloud-Vor­tei­le wie Eco­no­mies-of-Sca­le oder Time-to-Mar­ket. Vor allem aber geht es um den Ein­satz neu­er Tech­no­lo­gien und Ser­vices. Bei­spie­le dafür sind die Cloud-nati­ve Appli­ka­ti­ons­ent­wick­lung und -bereit­stel­lung, die IoT-Ein­bin­dung oder Anwen­dun­gen in den Berei­chen KI und ML (Maschi­nel­les Lernen).

#5 Tool-Wirrwarr

Bei Cloud-Trans­for­ma­tio­nen set­zen Unter­neh­men eine Viel­zahl von Tools ein, von Cloud-Rea­di­ness- über Migra­ti­ons- bis hin zu Dev­Ops-Tools. Ein sol­ches Tool­set wird in den wenigs­ten Fäl­len nach einer fach­lich-tech­no­lo­gi­schen Bewer­tung aus­ge­wählt. Es wird oft nicht über­prüft, ob für die Nut­zung das erfor­der­li­che Mit­ar­bei­ter-Know-how vor­han­den ist. Ohne ein unter­neh­mens­weit abge­stimm­tes Vor­ge­hen beim Tool-Ein­satz, das die Anfor­de­run­gen und Umset­zungs­mög­lich­kei­ten des eige­nen Unter­neh­mens in den Vor­der­grund stellt, wird eine Cloud-Trans­for­ma­ti­on eher erschwert.

#6 Fehlende Governance

In vie­len Unter­neh­men fehlt eine Gover­nan­ce-Stra­te­gie – auch für die Cloud-Nut­zung. Ein umfas­sen­des Gover­nan­ce-Kon­zept ist für den Erfolg einer Cloud-Trans­for­ma­ti­on unver­zicht­bar. Es beinhal­tet die Defi­ni­ti­on, Eta­blie­rung und Über­wa­chung von Regeln, die die Umset­zung der Unter­neh­mens­stra­te­gie unter­stüt­zen. Kon­kret geht es dabei um das Berech­ti­gungs­ma­nage­ment mit der unter­neh­mens­wei­ten Fest­le­gung von Rol­len und der Regu­lie­rung von Anwen­der­zu­grif­fen. Ein wich­ti­ger Gover­nan­ce-Aspekt ist zudem die Ein­hal­tung von Com­pli­an­ce-Regu­la­ri­en, die sich aus der EU-Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung (EU-DSGVO) erge­ben. Es liegt auf der Hand, dass das richt­li­ni­en­ge­steu­er­te Iden­ti­täts­ma­nage­ment und die Erfül­lung von Com­pli­an­ce-Anfor­de­run­gen gera­de im Cloud-Kon­text zwin­gend erfor­der­lich sind.

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