In der fünf­ten Staf­fel der Grün­der­show „Die Höh­le der Löwen“ konn­te Jan Gumprecht sei­nen FitSe­at prä­sen­tie­ren. Das ist ein Fit­ness­ge­rät fürs Büro, das Schreib­tisch­stuhl und Fahr­ra­der­go­me­ter mit­ein­an­der ver­eint. Robert Nehring frag­te, wie es ihm erging.

In der fünften Staffel der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ hat Jan Gumprecht seinen bewegenden FitSeat präsentiert. Abbildung: FitSeat

In der fünf­ten Staf­fel der Grün­der­show „Die Höh­le der Löwen“ hat Jan Gumprecht sei­nen bewe­gen­den FitSe­at prä­sen­tiert. Abbil­dung: FitSe­at

Jan Gumprecht, Gründer von FitSeat. Abbildung: FitSeat

Jan Gumprecht, Grün­der von FitSe­at. Abbil­dung: FitSe­at

Die Löwen bissen zwar nicht zu, für FitSeat hat sich der Auftritt im Fernsehen dennoch gelohnt.  Abbildung: FitSeat/Die Höhle der Löwen (Vox) (c) MG RTL D Frank Hempel

Die Löwen bis­sen zwar nicht zu, für FitSe­at hat sich der Auf­tritt im Fern­se­hen den­noch gelohnt. Abbil­dung: FitSeat/Die Höh­le der Löwen (Vox) (c) MG RTL D Frank Hem­pel

Der Fitseat vereint Schreibtischstuhl und Fahrradergometer. Abbildung: FitSeat

Der Fitse­at ver­eint Schreib­tisch­stuhl und Fahr­ra­der­go­me­ter. Abbil­dung: FitSe­at

Jan, Ende Okto­ber hast du den fünf Inves­to­ren der Serie „Die Höh­le der Löwen“ (DHDL) dei­nen FitSe­at zum Fraß vor­ge­wor­fen. Für 150.000 Euro woll­test du 10 Pro­zent eurer Fir­ma abge­ben. Hat einer ange­bis­sen?

Jan Gumprecht: Lei­der hat kei­ner der Löwen ange­bis­sen. Holz scheint wohl nicht zu ihren Lieb­lings­spei­sen zu gehö­ren.

Woran lag‘s? Wie war das Feedback der Löwen?

Grund­sätz­lich waren alle Löwen von der Visi­on hin­ter FitSe­at begeis­tert und auch von mir als Grün­der. Sie haben ver­stan­den, wie wich­tig Bewe­gung ist und haben sich live am FitSe­at davon über­zeugt, dass man damit par­al­lel arbei­ten kann. Alle Löwen waren aber fach­fremd und konn­ten daher nur schwer ein­schät­zen, wie groß das Markt­po­ten­zi­al für FitSe­at ist und wie bedeut­sam die Vor­tei­le von FitSe­at sind. Da unse­re Ver­kaufs­zah­len im letz­ten Jahr nicht den Erwar­tun­gen der Löwen ent­spra­chen, konn­ten wir damit nur bedingt zei­gen, wie groß der Bedarf für FitSe­at am Markt ist. Rück­bli­ckend muss man sagen, dass die Prä­sen­ta­ti­ons­zeit vor den Löwen in unse­rem Fall nicht aus­rei­chend war, um zu ver­mit­teln, wie groß das Poten­zi­al für FitSe­at ist.

Wie und wann bist du eigentlich auf die Idee gekommen, dich bei dieser Fernsehshow zu bewerben?

Die Idee, sich bei DHDL zu bewer­ben, besteht schon lan­ge. Seit die ers­te Sen­dung auf Vox aus­ge­strahlt wur­de, sind immer wie­der FitSe­at-Fans zu uns gekom­men, um uns zu moti­vie­ren, sich bei DHDL zu bewer­ben. Ich habe bis zur Bewer­bung aber ganz bewusst gewar­tet, bis der FitSe­at so aus­ge­reift war und sich in gro­ßen Stück­zah­len her­stel­len ließ. Außer­dem war es uns wich­tig, den Löwen auf Augen­hö­he begeg­nen zu kön­nen. Auch wenn nie alles per­fekt passt, war aus mei­ner Sicht im Herbst 2017 die Zeit reif für unse­re Bewer­bung.

Wie war das Prozedere: Wann wurde aufgezeichnet? Wie lange dauerte der Pitch wirklich? Wie hast du dich gefühlt bei den Löwen?

Der Bewer­bungs­pro­zess geht über meh­re­re Stu­fen. Wir haben uns über die Home­page bewor­ben. Danach muss­ten wir meh­re­re Bewer­bungs­bö­gen aus­fül­len und ein Bewer­bungs­vi­deo dre­hen. Die Sen­dung wird von Sony pro­du­ziert. Die Ent­schei­dung, wer in die Sen­dung ein­ge­la­den wird, trifft aber Vox. Unse­re Auf­zeich­nung war am 31. Janu­ar 2018 in Köln. Der Auf­zeich­nungs­zeit­raum für unse­re Staf­fel war von Ende Janu­ar bis April. Ich habe die Zeit nicht gestoppt, ich schät­ze aber, dass unser Pitch vor den Löwen zwi­schen 45 und 60 Minu­ten gedau­ert hat. Für die Aus­strah­lung wur­de alles auf cir­ca 15 Minu­ten zusam­men­ge­schnit­ten. Mein Gefühl bei den Löwen war ver­gleich­bar mit dem bei einer Klau­sur oder einem sport­li­chen Wett­kampf. Ich war den gan­zen Tag auf­ge­regt und habe auf den Zeit­punkt hin­ge­fie­bert, an dem wir an der Rei­he waren. Unser Pitch vor den Löwen ist wie im Flug ver­gan­gen. Wir sind rein­ge­lau­fen und haben unse­re Kurz­prä­sen­ta­ti­on gehal­ten. Die Löwen waren sofort begeis­tert von FitSe­at und haben die ers­te Gele­gen­heit zum Tes­ten genutzt. Danach wur­den wir mit Fra­gen bom­bar­diert, die wir nach und nach beant­wor­te­ten. Man bleibt solan­ge bei den Löwen, bis man ent­we­der einen Deal hat oder alle Löwen aus­stei­gen.

Wie geht’s jetzt weiter mit dem FitSeat?

Nach der Aus­strah­lung haben wir vie­le Anfra­gen und Bestel­lun­gen bekom­men. Wir sind immer noch damit beschäf­tigt, die gan­zen Bestel­lun­gen abzu­ar­bei­ten. Wir kämp­fen also mit Luxus­pro­ble­men. Die nächs­ten Schrit­te sind der schnellst­mög­li­che Auf­bau einer soli­den und ska­lier­ba­ren FitSe­at-Pro­duk­ti­on, der Besuch von vie­len Mes­sen, der wei­te­re Aus­bau von Online-Mar­ke­ting-Akti­vi­tä­ten und die Markt­ein­füh­rung neu­er Pro­duk­te. Also klas­si­sche Her­aus­for­de­run­gen, die es beim Auf­bau einer Unter­neh­mung mit Hard­ware-Pro­duk­ten zu meis­tern gilt.

Wie bist du auf die Idee zu FitSeat gekommen?

Die Idee für FitSe­at ist nach und nach ent­stan­den. Beim Zusam­men­schrei­ben mei­ner Dok­tor­ar­beit hat es mich gestört, dass ich zu viel Zeit am Schreib­tisch ver­brach­te und zu wenig Zeit für Sport hat­te. Als ehe­ma­li­ger Leis­tungs­sport­ler brauch­te ich mein täg­li­ches Bewe­gungs­pen­sum. Zu die­sem Zeit­punkt gab es noch kein Pro­dukt am Markt, mit dem man sich so aktiv am Schreib­tisch bewe­gen konn­te, wie ich das woll­te. Da schon län­ger der Wunsch in mir war, nach der Pro­mo­ti­on ein Start-up zu grün­den, war klar, wohin die Rei­se gehen wür­de.

Würdest du dich wieder bei DHDL bewerben?

Ja, ich wür­de mich wie­der bewer­ben. Der Auf­wand und der Stress sind zwar groß, aber es gibt in Deutsch­land nichts Ver­gleich­ba­res, um so schnell so bekannt zu wer­den.

Was hat euch die Sendung gebracht?

Durch die Stei­ge­rung des Bekannt­heits­gra­des haben wir vie­le neue Auf­trä­ge bekom­men. Wenn wir jetzt auf Mes­sen aus­stel­len, ken­nen uns vie­le Besu­cher aus dem Fern­se­hen und wol­len FitSe­at direkt aus­pro­bie­ren.

Würdest du anderen empfehlen, sich dort zu bewerben?

Ja, auf jeden Fall. Es gibt zwar nicht den per­fek­ten Zeit­punkt, aber man soll­te zumin­dest war­ten, bis man dem Ansturm eini­ger­ma­ßen gewach­sen ist. Sonst lohnt sich der gan­ze Auf­wand nicht.

Was ist der größte Mehrwert der Sendung?

Der größ­te Mehr­wert ist die Stei­ge­rung des Bekannt­heits­gra­des durch das Zuse­hen von vier Mil­lio­nen Zuschau­ern. Das Geld der Inves­to­ren ist auch inter­es­sant, aber wenn man wirk­lich einen Inves­tor sucht, gibt es auch ande­re Mög­lich­kei­ten mit bes­se­ren Kon­di­tio­nen.

Sind die Reaktionen der Löwen echt oder geschauspielert?

Die Reak­tio­nen der Löwen sind echt. Die Löwen kann­ten uns und FitSe­at vor der Sen­dung nicht. Auch am Dreh­tag betreibt die Pro­duk­ti­ons­fir­ma einen gro­ßen Auf­wand, um dafür zu sor­gen, dass man den Löwen nicht begeg­net.

Wie kann man euch am besten erreichen?

Ent­we­der über unse­re Home­page oder per E-Mail. Ab sofort bie­ten wir eine kos­ten­lo­se Test­pha­se an, die es jedem erlaubt, sich von den Vor­tei­len von FitSe­at per­sön­lich zu über­zeu­gen.

Vie­len Dank für das Gespräch und noch viel Erfolg.