Spra­che kann ver­let­zen: ver­ba­ler Schlag­ab­tausch, Belei­di­gun­gen usw. Gera­de im beruf­li­chen All­tag soll­ten schwie­ri­ge Gesprä­che aller­dings mit Fein­ge­fühl gemeis­tert wer­den, um Kon­flik­te zu ver­mei­den.

In 27 Kapi­teln erfährt der Leser unter ande­rem Stra­te­gi­en zur Moti­va­ti­on schwie­ri­ger Gesprächs­teil­neh­mer, ohne sich unbe­liebt zu machen, und rhe­to­ri­sche Mit­tel zur Ver­mei­dung von unnö­ti­gem Ärger. Die wich­tigs­te Lek­ti­on ist aller­dings: Nicht die Kennt­nis der Schwach­stel­len des Gegen­übers ist ent­schei­dend, son­dern das Erken­nen der eige­nen Män­gel bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Da Thomp­son frü­her Poli­zist und Pro­fes­sor für eng­li­sche Lite­ra­tur war, mit einem schwar­zen Gür­tel in Judo und Tae­kwon­do, liest sich das Gan­ze wie eine bio­gra­phi­sche Kurz­ge­schich­ten­samm­lung mit Rat­ge­ber­teil. Ziem­lich unter­halt­sam.

Geor­ge J. Thompson/Jerry B. Jenk­ins: „Ver­ba­les Judo. Die sanf­te Kunst der Über­zeu­gung“, Mvg Ver­lag, 320 S., 16,99 €.